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27.10.2011

In Afrika für das Leben geprägt

Auf Vermittlung des Energieparks "artefact" in Glücksburg arbeiteten sieben Freiwillige als "Volunteers" ein Jahr lang auf dem schwarzen Kontinent

Bei "artefact" trafen sich die sieben Freiwilligen (links Jens Oke Johannsen aus Ulstrup) nach einem Jahr wieder. Foto: FriebelDrei Frauen und vier Männer trafen sich nun bei "artefact" in Glücksburg. Sie kamen zurück von einem aufregenden Jahr als "Volunteers", als Freiwillige, die in Afrika gearbeitet haben. So viel ist klar: Die Zeit in Afrika hat sie geprägt - ihnen aber auch die Illusion genommen, als junger Mensch einfach machen zu können, zu verändern, Verantwortung zu tragen, die Welt in 365 Tagen retten zu können. Und doch geht ihr Blick wehmütig in die Ferne, wenn sie von einer besonderen Zeit als Helfer in afrikanischen Ländern berichten. Über "Solivol", den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Zentrums für nachhaltige Entwicklung "artefact", waren sie als Freiwillige im Einsatz. "Solivol" ist eine Wort-Mischung aus "Solar" und "Volunteer".

Vor einem Jahr hatte unsere Zeitung bereits über die jungen Frauen und Männer berichtet, die sich bei "artefact" auf ihren Einsatz in Afrika vorbereiteten, indem sie sich in Seminaren über Land und Leute informierten. In verschiedenen afrikanischen Ländern übernahmen sie ab August 2010 dann Aufgaben in Bereichen wie erneuerbare Energien, Aufforstung, ökologische Aspekte von Entwicklungsideen, "Fair Trade" oder Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Unter den sieben jungen Leuten war auch der 20-jährige Jens Oke Johannsen aus Ulstrup, der gerade an der Duborg Skolen in Flensburg sein Abitur gemacht hatte. Individuelle Kleidung, blonde Ras ta zöpfchen - Jens Oke hat sich äußerlich nicht sehr verändert. Doch er ist in Tansania nicht nur fremden Menschen begegnet, sondern auch sich selbst. Ihm sei dort klar geworden: "Ich will auf jeden Fall ins Lehramt." Genau wie Sanja Böttger (25) aus Rethwischdorf, die nach einem Jahr in Sansibar nun ihr Studium mit einem Referendariat beenden will. Und dann? "Auf jeden Fall wieder nach Afrika, auch wenn es nur für die Ferien sein sollte."

Rubin Ulbrich (22) aus Halberstadt hat in Kenia Baumschulen betreut, und als ausgebildeter Gärtner berufliche Vorkenntnisse anwenden können, viel über für ihn bisher fremde Pflanzen und Kräuter erfahren. Aber auch, dass sein Beruf genau zu ihm passt. Till Esch, der in Plön sein Abitur gemacht hat, war vor allem mit der Büroarbeit in einer Umweltschutzorganisation beschäftigt, hat Seminare organisiert - und dabei erfahren, dass in Afrika die Hierarchien streng einzuhalten sind, was die Arbeit für ihn erschwert habe, weil nicht immer klar gewesen sei, wie die Kompetenzen verteilt sind. Bei der gleichen Organisation arbeitete Dane Beckers (23) aus Aachen, der ursprünglich gehofft hatte, seine Kenntnisse als ausgebildeter Vermessungstechniker einbringen zu können, nun aber wegen seiner Computer-Kenntnisse gefragt war.

Karolin Bichinger (29), ausgebildete Keramikerin, landete zwar bei der Ruanda-Töpfervereinigung, stellte dann aber vor Ort fest, dass es für sie weniger um das Handwerk als vielmehr um politische Arbeit ging. Einen Workshop durfte sie organisieren, ansonsten ging es mehr um die Darstellung der politischen Arbeit der ruandischen Ständevertretung. Die 21-jährige Franka Kleist aus Blekendorf bei Plön musste sich statt mit Sonderpädagogik - ihr Berufsziel - mit nachhaltigen Transporten beschäftigen.

Frank Lüschow (51) organisiert derzeit schon den fünften Zyklus der "Solivol"-Entsendungen. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass die insgesamt 55 jungen Leute ihre Erlebnisse langfristig verarbeiten werden und durch das Jahr in Afrika "für ihr Leben geprägt" wurden, diese Weltsicht als Multiplikatoren weiter tragen. Wer zwischen 18 und 28 Jahre alt ist und ebenfalls Erfahrungen in Afrika sammeln möchte, erfährt Näheres über die Konditionen im Internet unter www.solivol.org. Lüschow betont: "Wir freuen uns besonders über Interessenten aus der Flensburger und Schleswiger Region."

 

17.10.2011

Freiwilligeneinsatz und ehrenamtliches Engagement im Glücksburger artefact-Zentrum

Seit drei Jahren bietet artefact als "weltwärts"-Entsendeorganisation jungen Deutschen zwischen 18 und 27 an, für ein Jahr als "solar volunteer" nach Ostafrika zu gehen und als Praktikant bei einheimischen Organisationen mitzuarbeiten.

"Hands-on-experience" beim Freiwilligen Ökologischen Jahr in Glücksburg: Bertille Kapela (hinten rechts) aus Frankreich hilft Schülern beim Brot backen.Doch auch die Freiwilligenarbeit in Glücksburg selbst ist ebenfalls sehr vielfältig: internationale Workcamps finden alljährlich im Sommer statt. Schleswig-Holsteins erste Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr wurde bereits vor 20 Jahren im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, eingerichtet.Damals wohnte die erste FÖJlerin noch in einem Bauwagen auf dem Gelände.

Seitdem hat sich viel geändert, doch die vielfältigen Tätigkeiten von handwerklicher Arbeit mit ökologischen Baustoffen und Solarstationen bis hin zur Betreuung von Schulklassen und Jugendgruppen gehören nach wie vor zum Aufgabenspektrum. In diesem Jahr gibt es aber ein ganz neu zusammengewürfeltes Freiwilligenteam. Durch den Wegfall des Zivildienstes und die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes ist nun eine Bufdi"-Stelle neu eingerichtet worden, die der Kieler Ole Gronenberg seit August innehat.  Zum erstenmal wurde im September eine zusätzliche Freiwilligenstelle geschaffen, die mit Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerks mit der Französin Bertille Kapela besetzt wurde. Da sie neben ihrer Muttersprache bereits norwegisch, russisch und englisch spricht, fällt ihr das Érlernen der deutschen Sprache nicht sehr schwer. Es bleibt auch keine andere Wahl, denn die Schulklassen, die sie in den letzten Wochen bereits bei Projekttagen unterstützte, sprechen nichts Anderes. Ob beim Teig kneten für die Brotbackaktion oder beim Anleiten von Schülern im Energieerlebnispark - learning by doing ist überall gefordert.

Um das Team zu vervollständigen, ist nun kurzfristig auch noch eine Stelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu besetzen. Junge Leute mit Interesse an praktischer wie pädagogischer Arbeit rund um erneuerbare Energien und interkulturelles Lernen finden weitere Infos unter www.artefact.de oder telefonisch unter 04631-61160.

 

10.10.2011

Chancen auch für Quereinsteiger durch Solarschulungen:
der 500. Solarfachberater wurde in Glücksburg qualifiziert

Selbst aus den USA kommen Besuchergruppen nach Schleswig-Holstein, um die Solarstromförderung zu studieren.Während in anderen Branchen Spekulationsblasen platzen, beginnt  in der Solarbranche ein heißer Herbst: da im Sommer die Einspeisevergütung nicht erneut abgesenkt wurde, lohnen sich bei weiter sinkenden Modulpreisen Investitionen mehr denn je. So wird derzeit Deutschlands größte Anlage in Eggebek installiert, entlang von Autobahnen und -Eisenbahntrassen entsteehn Bürgersolarparks.
Das bietet auch im Jahr 10 des Energieeinspeisegesetzes Neueinsteigern mit passender Qualifikation gute Chancen.
Eine Erfolgs-Story , an der auch die Pioniere der ersten Jahre ihren Anteil haben: In den neunziger Jahren führte der Bund der Energieverbraucher die ersten Löt- und Installationskurse durch für engagierte Laien und Handwerker, die sich selbst Solarthermieanlagen und Photovoltaikmodule auf´s Dach setzen wollten. Inzwischen gibt es hunderte Anbieter industriell gefertigter Kollektoren und eibn Vielfaches an Installationsbetrieben. Doch weiterhin brauchen sie alljährlich qualifizierte Verstärkung.  Die Einsteigerkurse des Bundes der Energieverbraucher wurden mit den Ausbildungsmaterialien der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie  professionalisiert. Inzwischen bieten neun DGS Solarschulen bundesweit  Kurse an. Die nördlichste DGS Solarschule  im artefact - Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg konnte nun bereits  dem fünfhundersten Teilnehmer nach bestandener Prüfung die Solarfachberater- Urkunde übergeben. „Vom Elektriker bis zur Architektin reicht die Palette der Teilnehmer“ weiß Solarschulleiter Werner Kiwitt zu berichten.  „und überdurchschnittlich viele treffen wir später als Selbständige oder Angestellte einer Solarfirma wieder.“ In meist viertägigen Intensivkursen wird für den Bereich  Thermische Anlagen oder Photovoltaik geschult. Von technischen Grundlagen über Anlagenauslegung bis zu Beraterwissen reicht die Themenpalette der produktunabhängiegn Schulungen.Als Energieselbstversorger verfügt das artefact Gästehaus zudem über verschiedene  Anlagentypen und Montagesysteme.

Der nächste viertägige Photovoltaikkurs beginnt am 30. Oktober. Kurzentschlossene können sich informieren unter Veranstaltungen » Solarschule Solar(fach-)berater: Photovoltaik.

„Lange hatte der Süden der Republik die Nase vorn bei Neuinstallationen. Doch die bessere Hinterkühlung von Modulen  bei der Photovoltak und optimale Wärmeerträge bei der Thermie gerade in den Urlaubszeiten  haben sich an Nord- und Ostsee herumgesprochen.“ meint Werner Kiwitt: „Die Sonne geht im Norden auf.“

 

03.10.2011

Tadelakt- Workshop bei artefact in Glücksburg

Tadelakt- Workshop bei artefact in GlücksburgMarokko-Reisende kommen bei Tadelakt schnell in´s Schwärmen, doch auch unter Innenarchitekten und Liebhabern anspruchsvoller und ökologischer Innenraumgestaltung ist dieser außergewöhliche Kalkglanzputz aus Marokko längst mehr als ein Geheimtip: mit Erd- und Farbpigmenten lassen sich damit wunderschöne wasserabweisende Oberflächen gestalten. Wie diese nordafrikanische Technik selber erlernt und angewendet werden kann, verrät der Naturfarben- Experte Martin Krampfer aus Hamburg erstmals im hohen Norden bei einem Workshop. Am Samstag, dem 29. 10. werden im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, die Grundlagen der Tadelakt- Technik vorgestellt. Im Anschluss üben die Teilnehmer  die spezielle Verarbeitung an einer kleinen Platte, um dann selbst ein eigenes Objekt mit Mineral- und Erdpigmenten anzufertigen. Die auch in größeren Feuchträumen wie Hammams bewährte Oberflächenbehandlung lässt sich hervorragend in Küchen, Bädern  und Wellness-Oasen anwenden.

Seminar mit Martin Krampfer (Naturfarben Hamburg)
Samstag, 29.Oktober 2011 von 9.00 bis 17.00 Uhr
In der Werkstatt des Zentrums für nachhaltige Entwicklung

Teilnehmerbeitrag 98 € inkl. Material, Getränke und ein kleiner Imbiss

Flyer herunterladen
Anmeldung herunterladen

 

19.09.2011

Schüler schicken ihre selbstgebauten Solarmodellfahrzeuge ins Rennen

Ausgangspunkt ist eine kleine Solarzelle. Diese müssen Schülerinnen und Schüler in einem Solarmodellfahrzeug clever und kreativ einsetzen, um als Sieger aus dem Wettbewerb „SolarMobil Deutschland“ hervorzugehen. Am 30. September 2011 schicken Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren ihre selbstgebauten Solarmodellfahrzeuge auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof ins Rennen. Zum zweiten Mal veranstalten der VDE und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Finale „SolarMobil Deutschland“. In diesem Jahr findet das Rennen im Rahmen der Messe für Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit, Clean Tech World, statt– quasi zwischen Rollfeld und Hangar. „Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler mit dem Themenkomplex „Regenerative Energien und zukunftsweisende Mobilitätskonzepte“ vertraut zu machen. Indem sie selbst aktiv werden, hoffen wir, dass sie so den Spaß an der Technik entdecken“, erklärt VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer.

Der Wettbewerb ist in zwei Kategorien aufgeteilt: In der Kreativklasse bewertet die Jury vor allem die Originalität der Fahrzeuge. In der Ultraleicht-Klasse treten die schuhkastengroßen Fahrzeuge auf einer zehn Meter langen Strecke in Konkurrenz, und zwar in den Klassenstufen vier bis acht und neun bis 13. Die älteren Starter müssen eine Tunneldurchfahrt bewältigen. In beiden Klassen steht die maximale Größe der jeweiligen Solarzellen, die die Nachwuchstüftler einbauen, fest, über das Material und die Bauweise entscheiden die Teams selbst. Die Sieger erwarten Preise im Gesamtwert von 2.000 Euro.

Neu in diesem Jahr: Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland haben sich als „Freie Starter“ mit ihren Fahrzeugen beworben. Wen die Jury aufgrund der Fahrzeugbeschreibung einschließlich Fotos und Videos als „wettbewerbsfähig “ einstuft, der erhält ein Ticket nach Berlin. Automatisch qualifiziert sind die Sieger regionaler Solarmobilwettbewerbe. 2011 beweisen sie ihr Können vorab bei den folgenden Veranstaltungen: Artefact Solarcup Glücksburg, BobbyCar SolarCup Bielefeld, Lichtblitz Düsseldorf, SolarCup Kassel, Solaris Cup Chemnitz, Solarinitiative Mecklenburg-Vorpommern Wismar, Solar-Rallye-Emden, Sonne bewegt! Frankfurt und SWE Solarbauwettbewerb Erfurt.

Die Clean Tech World bietet von Freitag, 30. September bis zum Sonntag, 02. Oktober 2011 Informationen zu Umwelttechnologien: Auf dem Außengelände des Flughafens Tempelhof lädt ein Testparcours für Elektromobile und Pedelecs unter Leitung des ADAC zum Ausprobieren ein. Und auf dem CTW Talent Day (30.09.2011) informieren Bildungsträger, Firmen und Institutionen aus dem Bereich Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit über ihre Ausbildungs- und Stellenangebote. Hinzu kommt der Studenten Campus und die Verbraucherausstellung. 180 Schüler/innen aus Berliner Grund- und Oberschulen haben sich für Freikarten beworben und erhalten an diesem Tag freien Eintritt zu allen gezeigten Bereichen.

Informationen und Bewerbungsunterlagen zum Wettbewerb „SolarMobil Deutschland“ unter www.solarmobil-deutschland.de.
Informationen zu Clean Tech World unter www.cleantechworld.eu.

Pressekontakt: Melanie Mora, Tel. 069 6308461, melanie.mora[AT]vde.com

 

16.09.2011

Tschernobyl -Ausstellung noch bis Ende Oktober im artefact Powerpark zu besichtigen

Tschernobyl -Ausstellung noch bis Ende Oktober im artefact Powerpark zu besichtigenIm Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, ist die Tschernobyl-Ausstellung noch bis Ende Oktober zu besichtigen. Die für die Sommersaison von der Flensburger Greenpeace-Gruppe ausgeliehene Ausstellung dokumentiert auf eindrucksvolle Weise, wie 10 Jahre nach der Nuklearkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl Krebserkrankungen und Missbildungen dramatisch zunahmen. Auch menschliche Schicksale aus anderen Orten mit nuklearen Forschungs- und Zwischenlagerstätten werden dargestellt. "Erschreckend ist, dass erst noch eine weitere Katastrophe im japanischen Fukushima geschehen musste, bevor endlich diese Hochrisikotechnologie bei uns gestoppt wird. Die Altlasten werden aber noch weiterhin zahllose Generationen beschäftigen." gibt Werner Kiwitt von artefact den Kommentar eines Besuchers wieder.  Aufgrund des großen Interesses wird die Ausstellung noch bis Ende Oktober im Rahmen der täglichen Öffnungszeiten des Energieerlebnisparks von artefact, dem Powerpark, zu sehen sein. Als Kontrast können die Besucher dort die Möglichkeiten erneuerbarer Energien, die die Energieversorgung von heute und morgen sichern können, an vielen Stationen erkunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

22.06.2011

Spannende Finalläufe beim 3. SH-Solarcup in Glücksburg

Pfiffige Ideen, Spannung bis zum Schluss und neue Pokalsieger bestimmten den dritten landesweiten Solarcup, der am Wochenende im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, durchgeführt wurde. In der Kreativklasse gab es einen Landespokal, in der Ultraleichtklasse in zwei Altersgruppen gleich zwei Wanderpokale, dazu Geld- und Sachpreise zu gewinnen.
Spannende Finalläufe beim 3. SH-Solarcup in GlücksburgDass es aufwendiger Tüfteleien bedarf, um mit dem Bausatz aus Modulen und Motor, eigenen Ideen und Materialien  ein selbst gebautes Solarmobil zum Laufen zu bringen, hatten sich die 67 Teams, die sich zur Meisterschaft angemeldet hatten, so nicht gedacht. Mit ein bisschen Schrauben, Löten und Experimentieren sollte es doch schnell erledigt sein, meinten manche vorschnell. Aber jedes zweite Team blieb wörtlich auf der Strecke: Letztlich schafften es 32 Teams, funktionsfähige Rennmaschinen an den Start zu bringen. Die aber hatten es in sich.
In spannenden Rennen wurde eine Bestzeit nach der anderen gejagt. Sensationell erreichte ein Außenseiter einmalig die absolut schnellste Zeit, schied aber dann im K.O.-System ab dem  Achtelfinale aus. Im direkten Vergleich hatte dann zunächst wieder der Titelverteidiger, Till Opitz aus Neuberend, auf der 10-Meter-Rennstrecke mit seinem  Solarflitzer die Nase vorn.
Nun hing alles an der letzten Wertung, der Präsentation der Poster. Die Jury mit Glücksburgs Bürgermeisterin Dagmar Jonas, Jens Paulsen und Christian Andresen von den Solarfirmen S.A.T.  und SEA sowie Simon Kumpf von der Nospa Sport- und Jugendstiftung, hatte keinen leichten Job.
Mit dem geringstmöglichen Vorsprung von nur einem Punkt überholte noch das „Sunteam“ Hannes Latour und Leon Meschke aus Joldelund den Titelverteidiger Till Opitz. Den dritten Platz holte Max Jirka.
Einig waren sich die Überraschungssieger, dass sie ihren Pokal für die Alterswertung bis 15 Jahre im nächsten Jahr auf alle Fälle verteidigen wollen.
In der Kategorie der 15-18jährigen war es genauso spannend. Sieger wurden die seit 3 Jahren immer unter den Top 3 gelandeten Schüler der Johannes Brahms Schule Pinneberg.

In der Kreativklasse gewannen  außergewöhnlich pfiffige und zukunftsträchtige  Modelle mit Liebe zum Detail:
ein solar bewegter Baum aus Pinneberg kam auf den zweiten Platz. Den Pokal holten die Mädchen vom Paramecion-Team aus Reinfeld mit einem aus zahllosen Blechdosenteilen zusammen gebauten Solar-Käfer. Alle vorderen Plätze und damit auch das Ticket für das Bundesfinale in Berlin sicherten sich Mädchen-Teams.

„Schnelligkeit ist das eine, was wir“, so waren sich der Geschäftsführer des Projektträgers artefact Werner Kiwitt  und Projektleiter Heiko Rux einig, „natürlich auch mit Wanderpokalen prämieren. Der Solarcup soll aber vor allem auch Jugendliche motivieren, mit der innovativen Solartechnik in Berührung zu kommen und selber damit zu experimentieren - Aspekte, die auch den Unterstützern von der BINGO Lotterie und der NOSPA Jugendstiftung am Herzen liegen. Denn um diese Technik auch flächendeckend zu nutzen, braucht es noch viel Forschung und damit auch kleine und große Daniel und Daniela Düsentriebs. Für die ausgereiften Modelle, die unerwartet gute Zeiten fuhren, gab es auch viel Lob von der Jury.

„Nicht nur die ganz Schnellen waren zu honorieren“, so die Projektassistentin Nicole Rux, „sondern auch die Qualität der Mobile“. Die Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aber auch der anfeuernden Fanclubs ließen als Resumé des dritten Schleswig-Holstein-Cups nur einen Schluss zu: nächstes Jahr wieder!

 

20.06.2011

Zwanzig zwei- bis vierrädrige Elektro-Fahrzeuge aus der Region nahmen teil an der ersten grenzübergreifenden Tour de Flens von Sonderborg über Flensburg nach Glücksburg

Erfolgreiche Premiere: Tour de Flens mit zwanzig Elektro-Fahrzeugen

„Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde“ war das Motto der ersten „Tour de Flens“ am 18. Juni, doch auch Wasserkraft kam nicht zu kurz: kräftiger Regen begrüßte die Teilnehmer am Samstag morgen in Sonderborg, die sich davon aber nicht beirren ließen. Eine unerwartet positive Resonanz hatte die grenzübergreifende Einladung der Initiatoren aus drei Kommunen. Stefan Kleinschmidt , Erfolgreiche Premiere: Tour de Flens mit zwanzig Elektro-Fahrzeugen Vorsitzender des Kultur- und Wirtschaftsausschusses der Stadt Sonderborg,  hiess die 30 Elektromobilisten aus der Grenzregion und ihre zwanzig unterschiedlichen Gefährte willkommen. Auf einem Elektro-Tandem war der Flensburger Bürgermeister Henning Brüggemann angetreten. Aus Angeln, Flensburg und Nordfriesland  waren Elektro-Motorräder,  drei- und vierrädrige Fahrzeuge bis hin zum Kleinlaster angereist, ein Hamburger bereits am Vortag. Privatpersonen mit jahrelanger Elektro-erfahrung und „Leihfahrer“ wie Gorm Casper von der IHK zu Flensburg waren ebenso dabei wie die Vertriebsfirmen SAT, SEA und Braaf, die in Schleswig-Holstein Buddy, Stromos, Imiev und ander noch unbekannte Marken anbieten.  In Sonderborg trafen sie auf zwei Fahrzeuge der Kommune und acht Test-„Elbile“, die von  ausgelosten Familien auf iher Alltagstauglichkeit hin geprüft werden sollen - eine ideale Gelegenheit also,  Energieverbrauch und Fahrverhalten auch bei Regenwetter zu prüfen. Louise Johnsen vom Project Zero gab den Fahrern entsprechende Fragebögen mit auf den Weg.

Der führte den Konvoi zunächst nach Grasten (Gravenstein) und das aus einem ehemaligen Bauernhof entstandene Restaurant Benniksgaard, wo der Besitzer bei einem süßen Imbiss die deutsch-dänischen Verwicklungen des Hauses und sein Betriebskonzept  vorstellte.
Weiter schnurrten die Elektromotoren dann an die Förde zu Annies Kiosk, dem bekannten Hotdog-Hafen, wo unbekannte Anekdoten zu Leben und Tod dänischer Königinnen auf den vorgelagerten Ochseninseln zum besten gegeben wurden.

 

13.06.2011

Die Sonne geht im Norden auf:

artefact lädt ein zu Messe und Tag der Offenen Tür am 19.06. in Glücksburg

„Ein so buntes Programm hatten wir noch nie!“  ist Werner Kiwitt vom Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung überzeugt. “ Von Bauen und Wohnen bis Urlaub und  Ernährung erstreckt sich die Vielfalt  auf der naturtec 2011 am 19. Juni.

Inzwischen mehr als 40 Aussteller und Mitwirkende  bei Kurzvorträgen, musikalischen Darbietungen und Workshops freuen sich auf viele Besucher. Erstmals können  Räume, Hackschnitzelheizung und Solarkollektoren im neuen „Sonnenhaus“ besichtigt werden.

Vom einzelnen Dämmstoff bis zum kompletten Neubaukonzept, von Biomasse-Heizungen bis Solarwärme und -strom reicht die Palette der Aussteller. Gesunde Baustoffe wie Lehm und Holz  bieten diesmal einen zusätzlichen Schwerpunkt. Neben vielen regionalen Firmen sind auch nordhein-westfälische und dänische Aussteller dabei.

Eine große Auswahl von Elektroautos und -fahrrädern von Buddy  und Twike bis Delta und Tazzari wird erstmals ausgestellt.

Innovative Baustoffe für gesundes und effizientes Wohnen, Pellet- und Hackschnitzel-Heizungen, Solaranlagen und  Wärmepumpen - alles was Hausbesitzer und Wohnungseigentümer interessiert, um  wegzukommen von kräftig steigenden Energiepreisen, ist auf der Messe im Zentrum für nachhaltige Entwicklung zu finden. Auch gesunde Lebensmittel, Kräuter und Gartenpflanzen sind vertreten.

Dazu kommt die typische artefact -Mischung von Mitmachaktionen und Unterhaltung. Doch auch dabei locken neue Highlights: erstmals gibt es für Kinder eine Karrussel- mit Rennschweinen - angetrieben durch ein Fahrrad. Da staunen sogar die echten Angler Sattelschweine im Streichelzoo!

Für viel Spaß und Spannung dürfte bei Kindern und Jugendlichen der dritte Schleswig-Holstein-Solarcup sorgen. So viele Teams wie noch nie haben sich diesmal angemeldet.  Aus Elmshorn hat sich ein ganzer Bus mit jugendlichen Solarrennfahrern,  Eltern und Fangemeinde angemeldet. Aus Berlin kommen die internationalen Bundestagspraktikanten von MDB Wolfgang Börnsen.

Wer noch spontan in den Solar-Wettbewerb einsteigen will, kann sich ohne Altersbegrenzung erstmals in einem Workshop beim Bau von Solar-Booten  versuchen.  „Dort  können Großeltern und Enkel  gemeinsam tüfteln.“ verrät Solarcup-Leiter Heiko Rux.

Musikalisch beginnt die naturtec bereits um 10:00 Uhr: ein Open-Air-Gottesdienst mit Bischof Ulrich wird begleitet vom Glücksburger Posaunenchor und dem durchaus ungewöhnlichen Chor „Just ordinary people“.

Damit die Ankunft schon zum Gottesdienst CO2-arm und stressfrei verläuft, bietet  der Fördebus  einen kostenlosen Messe-Zubringer um 9:30 von den üblichen Haltestellen und der evangelischen Kirche zum Bremsberg an. Ab 11 Uhr übernehmen dann Pferdefuhrwerk und Elektrofahrzeuge den Shuttle vom Besucherparkplatz bis auf das artefact-Gelände.

Leckere Verpflegungsangebote und Unterhaltung sind ganztägig gesichert. „Wir wollen  zeigen, dass eine echte Energiewende eine Riesenchance ist: für neue sinnvolle Arbeitsplätze,  für Lebensqualität mit Sinn, für jeden Einzelnen wie für Land und Kommunen.
Auf der naturtec können Sie „Energie für morgen“  tanken!
Ausstellerliste und Programm unter Veranstaltungen » naturtec 2011

 

10.06.2011

Solarworld No. 1 kommt erstmals nach Dänemark zum Start der Tour de Flens

Am Samstag , dem 18. 06. findet die erste „Tour de Flens“, eine Rundfahrt mit allen, die sich für Klimaschutz und Elektromobilität einsetzen und mit C02-neutralen Fahrzeugen von Sonderborg über Flensburg nach Glücksburg fahren.

Solarworld No. 1 kommt erstmals nach Dänemark zum Start der Tour de FlensEin besonderes Highlight ist bereits am Freitag und zum Start der Tour zu bewundern: eins der bekanntesten Fahrzeuge, das ausschließlich mit Solarenergie erfolgreich die  „Australia Challenge “ quer durch den Kontinent „down under“ meisterte, kommt erstmals nach Skandinavien. Der Nachbau des an der Universität Bochum entwickelten Prototyps  wird in Sonderborg ausgestellt und dann die Bürgerfahrt rund um die Flensburger Förde eskortieren.

Elektromobilität ist ein wichtiger Beitrag zur notwendigen Energiewende - aber nur, wenn sie auf erneuerbaren Energien basiert. Dies wollen die Initiatoren der „Tour de Flens“ aufgrifen und mit interessierten Bürgern testen, wie das umsetzbar ist. Project Zero, Klimapakt Flensburg und artefact Glücksburg zeigen an drei Standorten jeweils unterschiedliche Konzepte und Wege zum gleichen Ziel: einer sicheren Enegieversorgung ohne fossile und nukleare Abhängigkeiten.  Die „Solarworld No. 1“ zeigt, dass die Energiewende möglich, attraktiv und innovativ ist: sie wird bereits am Donnerstag in Flensburg und am Freitag in Sonderborg zu sehen sein.

 

 

05.06.2011

Energiewende selber machen:
die naturtec zeigt am 19.06. wie´s geht

Eine Bandbreite von Ausstellern, so bunt wie lange nicht mehr bietet die Messe naturtec am 19. Juni im Glücksbuerger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact.

Wärmeversorgung mit Solarthermie, Pellets, Hackschnitzeln und Wärmepumpen wird präsentiert. Unterschiedliche Dämmstoffe,  mehrere Energieberater und Sanierungsfachbetriebe wollen helfen, die nächste Heizkostenrechnung zu senken. Gleich mehrere Lehmbaufirmen und ökologische Wandfarbenexperten zeigen ihr Können und bieten Kurzvorträge an. Solarstromanlagen verschiedener Hersteller versprechen  bei stark gesunkenen Preisen attraktive Zukunftsinvestitionen.  Frisch von der ersten Elektromobil-Tour de Flens kommen mehrere Fahrzeuge, die gratis Solarstrom tanken können:vom Elektro-Fahrrad über Zwei- und Viersitzer  bis hin zum Kleinlaster reicht die Palette  der Fahrzeuge, von denen einige auch beim Parkplatz-Shuttle im Einsatz sind: mit Twike, Buddy,  sind viele Elektro-Pionier vertreten.
Doch auch im Grünbereich bietet die naturtec wieder Neues: Kräuter vom Senfgarten bis zur Dachbegrünung sind zu finden. Nur „Blacky und Flecky“ , die Angler Sattelschweine  von artefact, sind sichtlich nervös wegen angekündigter Konkurrenz: erstmals wird ein Karussell mit Angler Rennschweinen in Betrieb genommen, und das auch noch, typisch artefact - mit Pedalantrieb ! Tierquälerei? Wie soll das gehen?

Auch sonst kommen Unterhaltung, Leib und Seele nicht zu kurz:
die „groovy kids“  zeigen, was sie mit ihren afrikanischen Trommeln alles drauf haben. Ganz andere Töne werden angeschlagen vom Glücksburger Posaunenchor und den Sängern, die sich selbst „Just ordinary people“ nennen:  sie gestalten gemeinsam  einen ungewöhnlichen  OpenAir Gottesdienst, der am Sonntag morgen  um 10:00 Uhr gefeiert wird. Die Predigt hält der Landesbischof, Gerhard Ulrich.

Um 11 Uhr ist offizieller Messebeginn, Kurzvorträge zu Lehmbau, Solarthermie und Hackschnitzelheizungen werden vor Ort begreifbar: im neuen artefact Gästehaus werden alle Wände, Strom- und Wärmelieferanten direkt im Einsatz vorgestellt.
Parallel läuft das Kinder- und Jugendangebot auf vollen Touren: beim Solarcup wird ein neuer Teilnahmerekord erwartet. Aus Elmshorn und von Sylt haben sich ganze Schulklassen mit selbst gebauten Solar-Kleinfahrzeugen angemeldet. Mehr als 30 Teams wollen den Titelverteidiger Till Opitz aus Schleswig in der Ultraleichtklasse herausfordern. Auch in der Kreativklasse werden pfiffige und verrückte Solarautos erwartet. Wer selbst spontan aktiv werden will, kann das bei einem Workshop zum Solarbootbau und anderen Angeboten. Ganztägig werden kalte und warme  Getränke, Kaffee, Kuchen und warme Mahlzeiten angeboten - womit wir wieder beim Angler Sattelschwein angekommen sind: die Teilnehmer der ersten „Tour de Flens“ , die Elektromobilisten und Radfahrer am Samstag von Sonderborg über Flensburg nach Glücksburg durchführen, feiern ihre Premiere mit einem  zünftigen Grillfest.  Mitfahrer bei der Tour de Flens können sich noch kurzfristig melden: am Samstag um 10 Uhr ist Start in Sonderborg. Stefan Kleinschmidt, Kulturstadtrat und Initiator der Kulturhauptstadt-Bewerbung Sonderborgs wird mit Vertretern des Energieeffizienzpojektes „Project Zero“ und Privatpersonen ebenso dabei sein wie der 2.Bürgermeister Flensburgs, Henning Brüggemann, der für den Klimapakt    Flensburg in die elektrisch unterstützten Pedale tritt. Die Mitfahrt ist kostenlos, ebenso wie der Besuch der naturtec in Glücksburg am folgenden Tag. Die Buslinie 21 fährt aus Flensburg bis zur Bremsbergallee, einige CO2- freie shuttle-Fahrzeuge pendeln zwischen Parkplatz und Gelände.

Elektrofahrzeuge können durchfahren -bis zur kostenlosen Solartankstelle.

 

19.05.2011

artefact naturtecAlles klar zur Energiewende?
Die naturtec in Glücksburg zeigt wie's geht.

Nicht nur für Segler und Rosenfreunde ist ein Besuch Glücksburgs ein „Muss“:
auf der Bau- und Energiemesse  naturtec am 19. Juni zeigen Dutzende Aussteller, wie die Wende hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien  zu schaffen ist.
Innovative Baustoffe für gesundes und effizientes Wohnen, Pellet- und Hackschnitzel-Heizungen, Solaranlagen und  Wärmepumpen - alles was Hausbesitzer und Wohnungseigentümer interessiert, um  wegzukommen von kräftig steigenden Energiepreisen, ist auf der Messe im Zentrum für nachhaltige Entwicklung zu finden. Auch gesunde Lebensmittel, Kräuter und Gartenpflanzen sind vertreten.

Dazu kommt die typische artefact-Mischung von Mitmachaktionen und Unterhaltung. Doch auc dabei locken neue Highlights: erstmals gibt es für Kinder eine Karrussel - mit Rennschweinen - angetrieben durch ein Fahrrad. Da staunen sogar die echten Angler Sattelschweine im Streichelzoo!
Tour de FlensDie Zehn- bis Achtzehnjährigen werden sich um die Solarrennbahn scharen, auf der der dritte Schleswig-Holstein-Pokal   im Solarautobau gewonnen werden kann. Wer wagt es, denn Titelverteidiger und amtierenden Deutschen Meister, Till Opitz, herauszufordern?
Musikalisch beginnt die naturtec bereits um 10:00 Uhr : ein Open-Air -Gottesdienst mit Bischof Ulrich wird begleitet vom Glücksburger Posaunenchor und dem durchaus ungewöhnlichen Chor „Just ordinary people“. Auch am Nachmittag locken Trommeln und  Kurzvorträge zu Kaffee, Kuchen und Getränken.

Bereits am Vortag, dem 18. Juni, wird es spannend und unterhaltsam rund um die Flensburger Förde: erstmals findet die Tour de Flens statt: um 10 Uhr werden im dänischen Sonderborg Elektromobile und andere CO2-freie Verkehrsteilnehmer starten. Mit dabei sind Stephan Kleinschmidt  für die Stadt Sonderborg und Jens Brüggemann für die Stadt Flensburg, wo die rollende Mobilitäts-Show zuim Zwischenstop am Nordertor halt macht.

 

19.05.2011

Flecky und Blacky fühlen sich sauwohl

artefact naturtecEs ist geschafft: die zwei kleinen Angler Sattelschweine im Energieerlebnispark von artefact in Glücksburg sind „ getauft“. Doch das war harte Arbeit. Die Erstklässler der Bugenhagenschule aus Hamburg-Alsterdorf, die eine Woche auf Klassenfahrt im artefact Gästehaus wohnen, hatten gut zu tun, denn zahlreiche Kinder aus Flensburg und Umgebung waren der Einladung gefolgt, Namensvorschläge für die hübschen Ferkel zu machen.  „Es gab unglaublich viele Vorschläge, per Telefon, Post und email, von Einzelnen und ganzen Schulklassen “ staunte Matthias Nowc, der gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei artefact macht und das Sammeln der Vorschläge übernommen hatte. Sogar Erwachsene meldeten sich. Um Irritationen bei lebenden Personen zu vermeiden, wurden Vorschläge wie „Schweinsteiger und Paulchen“ oder „Guido und Philipp“ aussortiert, doch immer noch blieben mehr als 30 Vorschläge übrig. Da kam die Unterstützung der Bugenhagenschüler gerade recht. Eine Jury nahm sich der Namensliste an  und sondierte die beiden Ferkel genauer, was zur Disqualifizierung von Mädchennamen wie Merle und Celine führte. Von „Wim und Wum“ über „Urmel und Kunibert“ bis Lucky und Luke“ und „Max und Moritz“ reichte die Palette immer noch. Die neunjährige Delia aus Beckdorf schlug die Namen ihrer Meerschweinchen, „Blacky und Babe“ vor. Nach mehreren Abstimmungen über verschiedene Variationen  mit „Blacky“ und erneuter Begutachtung der Sattelferkel durch die Jury aus Jonas, Nick, Louisa, Justus, Kafaya und Emily kam´s zum Showdown im Finale: „Flecky und Blacky“ machten das Rennen vor „Freddy und Willi“, das Thina Krause von der Peter-Petersen-Schule in Großenwiehe vorgeschlagen hatte.
Während einige Jury-Mitglieder kurzfristig überlegten, vielleicht doch Vegetarier zu werden, ließen sich Flecky und Blacky nicht beim Fressen stören.Und den Juroren schmeckte zum Abendessen auch schon wieder die Bratwurst : die stammte von den letztjährigen Vorgängern, „Kringel und Stummel“....
Alle Kinder, die am Wettbewerb teilgenommen haben,  erhalten einen kostenlosen Eintritt im artefact Powerpark.
Besucht werden können Flecky und Blacky von Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr im artefact Powerpark in Glücksburg.

Solarcup 2011 Schleswig-Holstein
06.05.2011

solarcup 2011

Von Lübeck bis Sylt und von Pinneberg bis Flensburg grübeln, schrauben, sägen und löten Jungen und Mädchen zwischen zehn und achtzehn Jahren an merkwürdigen kleinen Fahrgestellen, die alle eines gemeinsam haben: dunkelblaue Solarzellen kommen auf´s Dach.  Dutzende Prototypen haben die Testläufe überlebt, andere müssen nach dem ersten Härtetest neu erfunden werden: die heiße Phase der Solarcup-Vorbereitung hat begonnen.

Solarcup Schleswig-Holstein 2011Am 19. Juni beim dritten SH-Solarcup in Glücksburg wird´s dann ernst. Tolle Preise, Wanderpokale und die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften in Berlin können gewonnen werden.
Im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, stellten nun die Unterstützer des einzigartigen Landeswettbewerbs auf einer Pressekonferenz den Planungsstand vor.

Bereits 42 Teams mit 120 Teilnehmern haben sich angemeldet  - und täglich kommen weitere Anfragen und Anmeldungen hinzu. „Das sieht nach einem neuen Teilnahmerekord  aus.“ ergänzt Projektleiter Heiko Rux. „Erstmals fragen nun auch jüngere Kinder nach unserem neuen Schnupperwettbewerb, dem Bauen von Solarbooten: der ist für Einsteiger besonders geeignet.“ Alexander Boers von Baltic Solar, einer besonders stark in Holstein engagierten Solarfirma, war eigens aus Eutin angereist, um einen Prototyp zu Wasser zu lassen. „Einfach toll, was man so alles mit einem Bausatz und eigener Kreativität zustande bringen kann!“ zeigte sich der Wirtschaftsingenieur beeindruckt. Gerade das Heranführen der nächsten Generation an Zukunftstechnologien wollen die Sponsoren des Wettbewerbs unterstützen. „Mit S.A.T. aus Struckum, Solar Andresen aus Sprakebüll, MBT aus Hohn bei Rendsburg und Baltic Solar aus Lübeck  haben wir in allen Landesteilen Unterstützer gefunden.“ kommentiert Werner Kiwitt von artefact. „Dazu kommen die Jugendstiftung der Nord-Ostsee- Sparkasse und die Umweltlotterie BINGO. Ihnen allen gebührt unser Dank für die Unterstützung, die diesen Wettbewerb erst möglich macht.“

Dadurch kann er auch erstmals in´s ganze Land getragen werden: Während der „Woche der Sonne“, die vom 7.-15. Mai bundesweit durchgeführt wird, ist Heiko Rux mit Solarrennbahn und Schnupper-Workshop täglich auf Achse:
am 8. und 9. Mai in Kropp bei K.I.S., am 11. Mai bei Baltic Solar in Lübeck, am 14. Mai auf der Nachhaltica in Elmshorn und am 15. Mai auf dem Gottorfer Landmarkt. Überall besteht die Möglichkeit, sich direkt für den Solarcup am 19. Juni anzumelden und gleich den passenden Bausatz gegen Schutzgebühr zu erwerben.
  Noch bis zum 1.Juni ist die Anmeldung im artefact Powerpark in Glücksburg oder  per internet möglich. Dort sind auch die Teilnahmebedingungen für die Ultraleicht- und die Kreativklasse zu finden. Für ganz Spontane gibt es  am 19.Juni zu Solarcup und der ganztägig stattfindenden Energie- und Baumesse naturtec auch einen Solarboot-Workshop. Die wahren Daniel Düsentriebs haben ihren solaren Erlkönig dann schon startklar.

Weitere Infos zum Solarcup unter Veranstaltungen » solarcup.

 

17.04.2011

Greenpeace zeigt Tschernobyl-Ausstellung bei artefact

Genau 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zeigt das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, im Glücksburger Energieerlebnispark eine Ausstellung, die von der Flensburger Greenpeace-Gruppe zur Verfügung gestellt wird. Nicht die technisch-physikalischen Hintergründe des "Restrisikos", das von den Befürwortern der Atomenergie mit eins zu einer Million angegeben wurde und nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima bereits zum drittenmal in dreißig Jahre eintritt, steht im Mittelpunkt der Schwarz-Weiß- Fotoausstellung, sondern die menschlichen Schicksale, die auch nach 25 Jahren immer wieder neu aufrütteln: "Statt anonymer Zahlen über die vielen tausend Opfer der Katastrophe  werden persönliche Beispiele dargestellt.
Die Momentaufnahmen der Ausstellung, nur wenige Jahre nach dem GAU dokumentiert,  wiederholen sich dabei alljährlich auf fatale Weise: auch nach 25 Jahren sind neue Fehlgeburten, Missbildungen und Leukämie unter den ehemaligen Bewohnern der Region nach wie vor weitverbreitet." kommentiert Werner Kiwitt von artefact. "Was dort passiert ist und den Menschen um Fukushima nun womöglich bevor steht, darf  nie wieder als Restrisiko billigend in Kauf genommen werden."
Dass sich Deutschland auch ohne Kohle- und Atomstrom versorgen kann, zeigt das artefact-Zentrum schon seit 20 Jahren: das mit dem Europäischen Solarpeis ausgezeichnete Gästehaus wird zu 100% mit erneuerbaren Energien versorgt. Die Tschernobyl-Ausstellung ist  ab Ostern täglich zu den Öffnungszeiten des artefact-Powerparks zu besichtigen.

Mo - Fr: 9:00 - 18:00
Sa - So, feiertags: 10:00 - 18:00

Solarcup 2011 Schleswig-Holstein
24.03.2011

Daniela Düsentrieb -bitte melden!

artefact bietet zum Girls´Day einen Tüftelworkshop zum solarcup 2011 an

Solarenergie ist nichts für Mädchen? Na klar, denn Mädchen duschen nie, benutzen weder Strom für Handies noch Laptops und leben in Höhlen ohne Licht. Und NaWi-Fächer und Technik kapieren sie sowieso nicht - oder?

Girls Day bei dem solarcup 2011Das ist natürlich Unsinn, aber so ganz selbstverständlich ist für Mädchen ( und übrigens etwa genauso viele Jungs) die Erkenntnis  nicht, dass Strom nicht „einfach so“ aus der Steckdose kommt.
Beim Girls´Day am 14. April können sie nun im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, herausfinden, wie die Sonne in die Steckdose hineinkommt: „Bei zahllosen Projekttagen haben wir in den letzten Jahren festgestellt, dass Mädchen zunächst viel zurückhaltender als Jungs sind, wenn es darum geht, einen Schraubendreher , eine Säge oder einen Lötkolben in die Hand zu nehmen, aber wenn sie diese Hürde erst einmal überwunden haben, sind sie oft mit mehr Ausdauer und feinmotorischen Fähigkeiten dabei.“ berichtet Werner Kiwitt vom artefact-Team.“ Umso begeisterter sind sie, wenn sie dann selber ein eigenes Solarkarussell in Bewegung bekommen“.
Außer Solarkarussells sind aber auch Solarboote, - Ballerinas oder ganz andere Kreationen denkbar, denn mit einfachen Bausätzen lassen sich auch eigene witzige Ideen ausprobieren.
Zum Start in den Girls´Day wird zuerst der Power-Park von artefact erkundet, um bei einer Rallyer herauszufinden, was Energie überhaupt ist. Anschließend wird mit Projektleiter Heiko Rux die Umwandlung von Licht in Strom untersucht, bevor es dann an´s Werkeln und Erfinden geht. Derzeit ist die Anmeldung über die Girls´Day-Seite noch möglich.
Vielleicht bekommt so manche Daniela Düsentrieb sogar Ideen für den Bau eines richtigen Mini-Solarautos?  Nach der Anmeldung zum Solarcup 2011  können Zehn- bis Achtzehnjährige  mit einem Bausatz  ab sofort  experimentieren, um am 19. Juni bei den Landesmeisterschaften  mit ihrem Fahrzeug in´s Rennen zu gehen.
Schon viele Mädchen waren in den letzten Jahren beim Wettbewerb dabei und wurden sogar Pokalsieger, doch es können gern noch mehr werden: „Die Branche der erneuerbaren Energien braucht dringend  auch pfiffige Elektrikerinnen, Mechatronikerinnen uind Ingenieurinnen“.  weiß Werner Kiwitt. „In unseren professionellen Solarschulungen dominieren immer noch eindeutig die Männer.“
Weitere Infos zum  Girls´Day unter www.girls-day.de und zum Solarcup unter Veranstaltungen » solarcup.

 

Solarcup 2011 Schleswig-Holstein
11.03.2011

Ab sofort anmelden zum

3. Schleswig-Holstein Solarcup am 19. Juni 2011

Modellrennbahn zum Solarcup auf der New Energy in Husum. Dort können sich Kinder und Jugendliche direkt anmelden
Am Sonntag ist der Titelverteidiger des letzten Jahres, Till Opitz, persönlich am Stand und präsentiert sein Gewinnerfahrzeug.
Am 19. Juni findet der dritte Schleswig-Holstein Solarcup in Glücksburg statt.

Zu den vielen guten Gründen, die Messe New Energy in der Zeit vom 17.- 20. März in Husum zu besuchen, kommt nun noch ein weiterer hinzu:  erstmals beginnt direkt auf der Messe die Anmeldephase für den Schleswig-Holstein Solarcup. Rund um eine kleine Rennstrecke werden nicht nur fertige Fahrzeuge ausgestellt, sondern Schulklassen und Jugendgruppen sind auch eingeladen, selbst bei einem Schnupper-Workshop aktiv zu werden und Ideen für den eigenen Fahrzeugbau zu testen. Dank der Unterstützung der Bingo Umweltstiftung, von vier Solarfirmen und der NOSPA Jugendstiftung kann der neue Bausatz aus sechs Kleinmodulen, Motor und Getriebe für nur  € 15,-/je Team bezogen werden. Das erlaubt in diesem Jahr noch mehr Varianten bei der Verschaltung als beim letztjährigen Wettbewerb, zu dem sich bereits mehr als 70 Teilnehmer angemeldet hatten. „ Wir haben in diesen  Tagen alle Schulen des Landes zu Händen der Nawi-, Technk-  und Kunst-Lehrer angeschrieben und zum Mitmachen eingeladen.“ erläutert der Projektleiter des Heiko Rux vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact. „Wer mit seiner Schulklasse zur New Energy kommt, sollte sich vorab mit uns in Verbindung setzen, um eine Uhrzeit am artefact- Infostand zu vereinbaren. Auch einfache Bausätze für den zusätzlichen Solarboot-Schnupperwettbewerb können getestet werden.“ Das Hauptaugenmerk wird sich aber sicherlich wieder auf die Pokalwettbewerbe in der Ultraleicht- und in der Kreativklasse richten, die von Teams  zehn-bis achtzehnjähriger Kinder und Jugendlicher gewonnen werden können. Wer einen echten Champion mit seinem Solarflitzer kennenlernen möchte, hat dazu am Sonntag Mittag Gelegenheit: Till Opitz aus Neubehrend, der Titelverteidiger und amtiererender deutscher Solarmobil-Champion, ist dann am Stand anzutreffen, um sein Gewinnerfahrzeug, den „Boxerfisch“ vorzustellen. Weitere Informationen zum Solarcup 2011 finden sich auch unter Veranstaltungen » solarcup.

 

Solarcup 2011 Schleswig-Holstein
07.03.2011

Jetzt anmelden für den 3. Schleswig-Holstein Solarcup am 19. Juni 2011

Das Solarfieber ist wieder ausgebrochen! Ab dem 17. März können sich 2-4 köpfige Teams im Alter von 10 bis 18 Jahren für den dritten SH-Solarcup anmelden. Auch mehrere Teams pro Klasse oder Jugendgruppe können den Grundbausatz bestellen und dann bis zum Landesfinale am 19. Juni in Glücksburg tüfteln und testen.
Auch in diesem Jahr ist es gelungen, mit Unterstützung der BINGO Umweltstiftung, der NOSPA und vier Solarfirmen die Mittel einzuwerben, um alle Schulen, Jugendverbände und Konfirmandengruppen zum Mitmachen einladen und mit einem bezuschussten Bausatz ausstatten zu können. Jungen und Mädchen sind gleichermaßen aufgefordert, ihren Erfindergeist zu entdecken. Wie´s geht, zeigte im letzten Herbst der erst elfjährige Till Opitz aus Neuberend bei Schleswig, der nicht nur schleswig-holsteinischer Pokalsieger wurde, sondern prompt in Berlin erster deutscher Meister in der Ultraleichtklasse.
Details zum diesjährigen Wettbewerb - der Bausatz wurde wieder modifiziert - finden Sie im Flyer, unter Veranstaltungen » Solarcup und an unserem Infostand auf der Messe New Energy vom 17.- 20. März in Husum, wo sich Teams auch direkt anmelden können.
Vielleicht überlegen Sie ja, eine Projektwoche, Vorläufe oder Schulmeisterschaften durchzuführen?
Sprechen Sie uns an, ob wir evtl. mit einemWorkshop zur Initialzündung beitragen können.
Projekttage zu Solarenergie und anderen Themen im Glücksburger artefact-Zentrum können gebucht werden. Wenn Sie uns mit Ihrer Klasse auf der New Energy besuchen wollen, melden Sie sich bitte vorher bei uns an.

 

15.02.2011

Kreidezeit:
Workshop zur Innenwandgestaltung bei artefact

Wer schon immer einmal Sumpfkalk und Kasein verarbeiten wollte, ist genau richtig bei einem handfesten Praxiskurs zu Wandanstrichen und Oberflächenbehandlung im  Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg.

Am 23. und 24. Februar wird von Martin Krampfer,  Fachmann für Naturfarben aus Hamburg, ein Workshop mit hohem Praxisanteil  durchgeführt. Die Wände des neuen artefact-Gästehauses bieten viel Platz für die Teilnehmer, um frisch Gelerntes großflächig zu üben: atmungsaktive Farben aus mineralischen und biologischen Materialien sehen nicht nur gut aus, sondern tragen zu einem gesünderen Innenraumklima bei. Die für ein Erfolgserlebnis erforderlichen handwerklichen Grundfertigkeiten zur Gestaltung der eigenen vier und mehr Wände werden vermittelt und eingeübt. „Die Verwendung ökologischer Farben ist gesunder Egoismus, denn Sie tun sich selbst etwas Gutes damit“ meint dazu Werner Kiwitt vom artefact-Zentrum. Weitere Informationen zu dem „Kreidezeit“-Workshop erteilt er gern unter 04631-61160 oder info@artefact.de.

 

12.01.2011

Neue Perspektiven für erfolgreiche Solarfachberater

Neue Perspektiven für erfolgreiche SolarfachberaterVierzehn Prüfungen zum Solarberater waren vor Weihnachten erfolgreich abgelegt worden, doch die Bescherung gab´s im Neuen Jahr: trotz eisiger Straßenverhältnisse liessen es sich die Flensburger Teilnehmer der letzten Solarschulungen im artefact-Zentrum nicht nehmen, ihre Zertifikate eigenhändig in Glücksburg in Empfang zu nehmen. In den Bereichen Photovoltaik sowie Solarthermie wurden im letzten Herbst mehrere Kurse in Glücksburg und Kiel durchgeführt, die die Grundlage für berufliche Weiterentwicklungen liefern sollen. Mehrere Teilnehmer suchen mit Unterstützung der Transfergesellschaft damit neue Perspektiven in einer zukunftsorientierten Branche, andere arbeiten bereits mit selbständigen Architektur- und Ingenieur - Büros und wollen Solartechnik beim Hausbau gleich mit anbieten.

„Die wieder steigenden Ölpreise machen Solarthermie-Anlagen auch ohne Zuschüsse immer wettbewerbsfähiger“ bewertet Solarschulleiter Werner Kiwitt die Aussichten im Heizungsbereich positiv. „Bei der Photovoltaik ist die Förderung des Eigenverbrauchs  eine begrüssenswerte  Entwicklung für private wie gewerbliche Betreiber und eine neue Herausforderung an Auslegung und Energiemanagement:  bei mindestens 30 Prozent Eigenverbrauch wird der besonders gefördert.“
Diese Rahmenbedingungen bildeten einen aktuellen Schwerpunkt bei den letzten Seminaren. Die Anwendung der Solartechnik unter ganz anderen Konditionen hat hingegen der erfolgreich geprüfte Solarfachberater Gopal Krishna aus Wees im Blick: ihm wird das Zertifikat der Gesellschaft für Solarenegie nach Indien nachgeschickt, wo der Ingenieur bereits seit Jahresbeginn arbeitet.

Bereits jetzt gehen die ersten Anmeldungen für die nächsten Kurse im März und April ein:
Photovoltaik 27.03. - 30.03. und Solarthermie 10.04. - 13.04. Weitere Informationen unter Veranstaltungen.

 

01.01.2011

Das Jahr 2010 — Ausblick 2011

Liebe Mitstreiter, Unterstützer, Freunde und Freundinnen unserer Arbeit,

herzliche Grüße und Wünsche für das Jahr 2011 senden wir Ihnen/dir vom Bremsberg in Glücksburg: das Gelände ist nach eintägiger Tauphase wieder überfroren, alles glänzt silberweiß. Manche bezeichnen das nun als Schneekatastrophe und Eischaos; ich nenne es Winter, und mit zugegeben etwas flexibleren Bahn-Fahrzeiten und Langlaufskiern kommt man weiterhin prima vorwärts.

Trotz regionaler Abkühlung  ist auch diese winterliche Wetterlage ein weiteres Indiz für den Treibhauseffekt und die weltweite Verschiebung von Klimazonen. Entschlossenes Handeln für eine wirkliche Energiewende bei uns und wie weltweit wird immer mehr zu einer Überlebensfrage für die Menschheit.
Auch die Nicht-Beschlüsse von Cancun haben gezeigt, dass Änderungsdruck und Überzeugungsarbeit mehr denn je von der Zivilgesellschaft geleistet werden müssen. Auf vielen Ebenen arbeiten wir, oft vernetzt mit vielen anderen Akteuren, an dieser Sysiphus-Aufgabe.

Wie kaum ein anderer stand und steht Hermann Scheer für die Energiewende. Der Initiator von Eurosolar,   dem Grünstrom-Label,  dem World Council for Renewable Energies, der UN-Organisation IRENA  übernahm 2008 die Schirmherrschaft   für unseren Freiwilligendienst solivol.
Im September wollten wir gemeinasm mit ihm im Folkecenter Dänemark den 75. Geburtstag von Preben Maegaard feiern und erstmals in Skandinavien ihren Film „Die 4.Revolution“ ansehen. Er war kurzfristig verhindert, zehn Tage später starb er. „Die 4. Revolution“ und sein letztes Buch „Der energethische Imperativ“ sind sein Vermächtnis und Auftrag zugleich.

Einen anderen energiepolitischen Lösungsansatz vertritt Max Schön vom Club of Rome und Aufsichtsrats-Vorsitzender von „Desertec“, der im August im Rahmen der Glücksburger Gespräche die Konzepte von europa- und nordafrikaweiten Stromverbundnetzen auf Basis regenerativer Gruoßkraftwerke vorstellte und damit auch eine weitere Nutzung unserer neuen Projektwerkstatt testete, die mit gut achtzig Zuhörern gut gefüllt war.

Das Jahr 2010 war wie die Vorjahre geprägt von einer großen Zahl von Jugend- und Erwachsenenbildungsprojekten. Tausende Schüler kamen auf Klassenfahrt oder als Klima-Pioniere über die Universitäten Kiel und Flensburg zu uns zu Power-Rallyes, Projekttagen oder maßgeschneiderten Aktionen. In der Erwachsenbildung waren die Solarschul-Kurse zu Photovoltaik und Solarthermie wieder erfolgreich. Mehr als dreißig erfolgreiche Prüflinge erhielten ihre Zertifikate.

Doch auch zahlreiche neue Gäste kamen und ungewöhnliche Seminare fanden statt:
In den Ferienzeiten erfreut sich das Gästehaus weiterhin stabiler Nachfrage durch Urlauber, oft über unseren Reiseveranstaltungspartner renatour. Gern nehmen sie das Angebot einer Hausführung wahr und immer häufiger mündet das in weitergehende Kontakte bis hin zur Mitgliedschaft im Förderverein für globales Lernen und lokales Handeln.
Zusätzlich finden aber auch andere neue Gäste den Weg zu uns: Seminargruppen mit eigenen verwandten Themen vom Mykologen-Workshop zur Artenviefalt heimischer Pilze bis zur Leuchtpol-Erzieherfortbildung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung tagten 2010 erstmals bei uns. Alte Kontakte zu den Flensburger Hochschulen konnten wiederbelebt, andere neu geknüpft werden: während die Erstsemester vonEnergie- und Umweltmanagement zum Impulsseminar derFachschaft zu uns kamen, trafen sich die alten EUM-Alumni zu ihrer Jahrestagung; das Auftaktseminar für SESAM (Sustainable Energy Systems and Management) fand so großen Zuspruch, dass nun auch eine Summer school 2011 für Absolventen in Planung ist.
Die 2009 begonnenen Ausbaumaßnahmen als Jugendgästehaus trugen erste Früchte: Gruppenbuchungen etwa zum Freiwilligen Sozialen Jahr, mehrere Klassenfahrten aber auch die zahlreichen Vor- und Nachbereitungsseminare unserer „solar volunteers“ nutzten unsere erweiterte Selbstversorgungsküche. Die meisten Gäste und Gruppenlassen sich jedoch weiterhin mit Frühstücksbuffet und anderen Mahlzeiten, ob zu Seminar oder Feier, verwöhnen. Nach einigen Personalwechseln im Gästehaus ist seit dem Sommer mit Martina Janßen eine gruppenhaus-erfahrene und artefact seit Jahrzehnten verbundene Kollegin dabei, die gemeinsam mit Gyde Diederich für die richtige Atmosphäre und Professionalität sorgt.  
Der Zeltplatz im Naturerlebnisraum nimmt immer mehr Gestalt an: Freiwillige eines Workcamps mit dem Service Civil International begannen den Bau neuer Komposttoiletten, die mit einem Handwaschbecken mit solar entkeimtem Regenwasser ergänzt wird, das im Rahmen eines internationalen Seminars mit dem Studienbegleitprogramm der ESG in Betrieb genommen wurde.
International ging es auch bei zahllosen weiteren Anlässen zu: für InWEnt (ab 2011 GIZ) führten wir mit mozambikanischen Multiplikatoren ein Seminar zu Windkraft und Solarthermie in Schleswig-Holstein und Dänemark durch. Gäste aus Italien, Korea, Chile und England wollten die Eigenarten des Energieeinspeisegesetzes untersuchen, Mitglieder der World Wind Energy Association verbanden den Besuch der Husum Wind-Messe mit einem Aufenthalt bei uns. Besucher aus Kenia und Tansania kamen mit Partnergruppen zu uns, während individuelle Kurse für den Evangelischen Entwicklungsdienst  auf Auslandseinsätze  in Sierra Leone, Kamerun, Peru, Ecuador oder Malawi vorbereiteten.
solivol, unser weltwärts-Freiwilligendienst in vier Ländern um den Victoriasee, hat sich unter der Leitung unseres Kollegen Frank Lüschow im besten Sinne etabliert: die ersten beiden Ausreisegruppen kamen im Laufe diesen Jahres wohlbehalten, doch übervoll mit neuen Erfahrungen und weiterführenden Anregungen  zurück von unseren Partnerorganisationen in Tansania, Ruanda, Kenia und Uganda.. Im Februar/März hatte ich mir selbst im Rahmen eines Zwischenseminars vor Ort viele neue Eindrücke mitnehmen können.
Derzeit sind 28 solar volunteers im Einsatz. Wir hoffen, die Ausreisezahlen pro Jahr trotz der Einsparpläne beim BMZ mindestens auf diesem Niveau halten zu können, um fachlich wie organisatorisch-ökonomisch Qualität und Aufwand in Balance halten zu können. Unter www.solivol.org werden die geplanten Einsatzstellen 2011 beschrieben.

Das dominierende Ereignis auf dem artefact-Gelände war 2010 zweifellos der Solarcup am 20. Juni: aus allen Landesteilen kamen Kinder und Jugendliche mit ihren selbst gebauten solaren Kleinfahrzeugen, um in der Ultraleicht- oder Kreativklasse an den Start zu gehen. Unterstützt durch die Bingo Umweltlotterie und Sponsoren von Solarwirtschaft bis Sparkasse  und koordiniert von unserem Projektleiter Heiko Rux wurde der Cup nun zum Landeswettbewerb, über den zahlreiche Medien berichteten. Der Schleswig-Holstein-Meister Till Opitz aus Berend gewann beim  ersten bundesweiten Solarmobil-Cup in Berlin im September zu unserer Freude auch den ersten gesamtdeutschen Titel.
Eingebettet war der Solarcup, für den wir erstmals die neue Jugendprojektwerkstatt mit elektrischer Reservesonne nutzen konnten, wieder in die Bau- und Energiemesse  naturtec´10, die erstmals „umsonst und draußen“ viele zusätzliche Gäste zu artefact führte.
Mit und ohne Solarrennbahn waren wir im Laufe des Jahres bei zahlreichen Veranstaltungen und Messen von Husum und Elmshorn über Schleswig bis Neumünster vertreten, bei Tagen der Offenen Tür unserer Wettbewerbs-Sponsoren und Lehrerfortbildungen.
 

Der Powerpark ist im Jahr 2010 um einige Attraktionen reicher geworden: sieben neue Stationen bzw. Infotafeln bilden einen neuen dreisprachigen Solarlehrpfad. Die archimedische Schlauchwinde dreht sich inzwischen runderneuert auf dem „Wasserberg“, der noch für weitere Wasserkraftanwendungsbeispiele  herhalten soll. Schon in 2010 waren bei Solardusche und Schlauchwinde Schülerprojekte aktiv, eine Wasserwippe wurde im Rahmen einer Maßnahme installiert.
Eine Selbstbau-Kleinwindkraftanlage wurde im Sommer von Tansania-Rückkehrern und unserem Kollegen Kai Dobbeck aufgebaut und soll im nächsten Jahr „Bienenhaus“ und Schweinegehege mit Strom versorgen.
Das im Frühjahr eröffnete neue Eingangshaus mit Cafeteria und Solarspielzeug-Präsentation hat sich bereits bewährt bei Gruppenankünften und Souvenir-Verkauf. Andrea Lauer und Harald Behnke sowie Holger Kokowski im Außenbereich haben mit administrativem „backing-up“ durch Marina Lange im Büro die Powerpark-Gäste voll im Griff.

Das Powerhaus, unsere bisherige Energiezentrale, ist auf dem Weg zum Sonnenhaus als weiteres Gästehaus auf der Zielgeraden: eine neue 65 KW Hackschnitzelheizung versieht nach ersten Anlaufschwierigkeiten ihren Dienst  und hat den Ölkessel nun komplett ausgemustert. Eine solarthermische Anlage (Paradigma- Vakuumröhren) übernimmt nun den Sommerbetrieb.  Mit Fremdfirmen und Eigenleistungen wurden fünf Gästezimmer und zwei Gemeinschaftsräume auf zwei Ebenen geschaffen. Verschiedene ökologische Dämmstoffe  kommen, zum Teil mit Sichtfenstern, dabei zur Geltung. „Urlauben im Sonnenhaus“ ist also im nächsten Sommer angesagt! Gleichwohl sind noch zahlreiche Ausbauarbeiten und Details von der Innengestaltung und Möblierung bis zur aufwendigen zusätzlichen Außendämmung mit zukunftsweisenden Standards im kommenden Frühjahr abzuarbeiten. Dreh- und Angelpunkt der Eigenleistungen auf den diversen Baustellen ist stets unser Hausmeister und „Holzwurm“ Jürgen Lassen, der bis zum Sommer von unseren FÖJlern Jakob Stein und Phillip Wienecke, ab August von Matthias Nowc und Simon Ottrand unterstützt wurde/wird. Dazu kamen wochenlang Kai Dobbek und Stefan Stahl. Auch die verschiedenen Kurz- und Langzeit-PraktikantInnen, die, wie Paloma Cutter aus Cottbus, teilweise mehrere Monate bei uns waren, packen immer gern mal mit an, ob auf der Baustelle oder bei der Durchführung von Ferienpassaktionen für weit über hundert „Lehmbau-Kinder“.
Die Finanzierung der genannten Ausbaumaßnahmen wäre undenkbar ohne die Unterstützung von Bingo, der Stiftung Deutsche Jugendmarke und dem Jugendminsterium Schleswig-Holstein. Trotzdem kommen wir mit den Anforderungen an Eigenleistungen und -mittel an unsere Grenze. Nach wie vor sind wir der wohl einzige gemeinnützige Bildungsträger des Landes, der für seine Arbeit keine teilnehmer- oder leistungsgekoppelten Zuschüsse erhält. Da die 2004 für Übernahme und Sanierung des Zentrums aufgenommenen Kredite noch viele weitere Jahre zu tilgen sind,  versuchen wir, weitere zinsträchtige Kreditaufnahmen zu vermeiden.

Dies gilt umso mehr für eine weitere doppelt sinnvolle Zukunftsinvestition:

Die neue Projektwerkstatt im Naturerlebnisraum hat eine Dachfläche, die geradezu ruft nach einem Photovoltaik-Dach von etwa 20 KW. Durch die drastischen Absenkungen beim Energieeinspeisegesetz - ab dem 1.1. 2011 um weitere 13 % - soll Solarstrom zwar immer schneller an den Kohlestrompreis angeglichen werden, ohne Eigenkapital ist eine (für unsere Bildungsarbeit hochwillkommene) Rendite aber nun kaum noch zu erzielen. Dazu kommt die fachliche Herausforderung des Energiemanagements: mit bestehender 15 KW- Solaranlage und 30 KW- Windkraftanlage produzieren wir statistisch zwar bereits mehr Strom als wir verbrauchen, aber leider meist nicht zeitgleich. Die genaue Planung von Energieflüssen, -einspeisung und evtl. Zwischenspeicherung in einem smart grid  ist eine auch strategisch zukunftsweisende energiewirtschaftliche Herausforderung, die wir mit einer Diplomarbeit und einer zusätzlichen Photovoltaikanlage in die Praxis umsetzen wollen. Wir rechnen mit einem Investitionsbedarf von 50-80.000 Euro.

Freunde und Unterstützer sind herzlich eingeladen,  sich mit einem längerfristigen zinslosen Kredit an dieser Zukunftsinvestition zu beteiligen, die gleichzeitig durch das EEG und die PV-Anlage selbst eine  krisensichere  Absicherung bedeutet. Für weitere Informationen und Ideen bin ich gern jederzeit ansprechbar!

Darüberhinaus haben wir einiges vor in 2011:

Am 19. Juni 2011 soll der dritte Schleswig-Holstein - Solarcup stattfinden. Bereits im März ist im Rahmen der New Energy in Husum der Start für Anmeldungen und zahlreiche dezentrale Auftaktveranstaltungen und Workshops mit Schülern, Konfirmanden und anderen Initiativen vorgesehen.
Mehrere  Sponsoring-Partner des Vorjahres haben bereits ihre Unterstützung für den nächsten Wettbewerb zugesagt,  weitere sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Auch für den Blick und Ausbau über die Flensburger Förde gibt es die ersten Ideen...

Auch die stetige Weiterentwicklung von Jugendbildungsangeboten und Powerpark ist geplant, könnte aber durch zwei Entwicklungen erschwert werden: mit dem Jugendhof Schwennau schloss zum Jahreswechsel  das größte Übernachtungsangebot Glücksburgs seine Pforten, Auswirkungen sind zu erwarten.  Außerdem fällt durch die Kürzungen des Landes eine von zwei FÖJ-Stellen bei artefact weg. Das neue Freiwilligengesetz erfordert für eine Stelle einen Trägerbeitrag von mindestens € 6000,-/Jahr.
Die Arbeit wird also trotz „Ankommens“  unserer  Themen im mainstream nicht automatisch einfacher. 
Doch konnten wir bereits Vieles erreichen, Mut machen, zum Selber aktiv werden motivieren.

Auch wir selber brauchen dafür  Motivation und Unterstützung,  um Vieles weiter und manches noch besser zu machen. Allen haupt- und ehrenamtlichen Unterstützern, ob hier vor Ort bei Geländeentwicklung und Kaffeekochen oder bei der Werbung im Kollegenkreis, ob als Mitglied im Förderverein oder „von Fall zu Fall“  an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für handfeste oder moralische Unterstützung! Bleiben Sie uns gewogen!

 

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