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01.12.2013

Solar- und Windenergie für den größten Inselstaat der Welt?
Indonesische Fachleute schließen Studienprogramm mit vielen neuen Erkenntnissen abDie Fieberkurve steigt: wer wird SolarMobil-Meister 2014?

Vom 17. bis 29. November hielt  sich eine Delegation aus Indonesien, darunter  Vertreter des Technologieministeriums und des Forschungsprojektes Pandansimo im nördlichen Landesteil sowie Dänemark auf. Ziel war der fachliche Austausch zur Energieversorgung mit Solar- und Windenergie mit und ohne Netzanschluss, um für abgelegene Regionen eine zuverlässige und klimaneutrale Energieversorgung aufzubauen. Der Begriff „Inselbetrieb“ erhält dabei eine ganz andere Dimension: „Indonesien besteht aus etwa 15000 Inseln, von denen viele bisher nur über Dieselgeneratoren oder gar nicht mit Strom versorgt werden können.“ erläuterte Prakoso Sawarda Mandala. „Da besteht ein riesiges Potential für Solar- und Windkraftanlagen.“

Entsprechend hatte Werner Kiwitt von artefact, dem Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg, ein Programm zusammengestellt, welches das technische wie pädagogiscche Know how der Grenzregion mit Theorie und Praxis einbezog. Anfangend von den energiepolitischen Zielen der EU und Schleswig-Holsteins über die verschiedenen Marktánreizprogramme ging´s in die physikalischen Grundlagen der Photovoltaik und Windenergie mit Vorträgen in Glücksburg und auf dem Campus der Flensburger Hochschulen. Das Präsidium der Fachhochschule  um Prof. Zickfeld liess es sich nicht nehmen, die Delegation dort persönlich zu begrüßen.

Auch die Süddänische Universität wurde bei einem Besuch in Sonderborg vorgestellt, wo die Forschung im Bereich Photovoltaik und das CO²-Ausstiegskonzept von „Project Zero“ im Mittelpunkt standen. In Flensburg und Nordfriesland wurden Unternehmen wie der Wechselrichterhersteller Fecon, die Solarfirma gpjoule und der Kleinwindkraftanlagenhersteller easywind  aufgesucht. Kleine und große Anlagen, Netzausbau und Insellösungen wurden in der Praxis aufgesucht. Auch die kommunale und Bürgerbeteiligung  und die Abwägungsprozesse etwa mit Konflikten im Naturschutz wurden als wichtige Voraussetzungen für die breite Akzeptanz in der Bevölkerung thematisiert. Höhepunkte des Programms, das keinen Ruhetag zuliess, waren eine Exkursion zum Windtestpark des Folkecenter Thy in Dänemark und der Aufstieg in einer Großwindkraftanlage.

„Was sich hier in zwanzig Jahren entwickelt hat, ist weltweit beispielhaft. Das deutsche Energieeinspeisegesetz  ist bereits in 62 Ländern weltweit aufgegriffen worden, vielleicht kommt demnächst eines dazu.“ meinte Sigit Santa von Ristek aus Djakarta: „Die Eindrücke und Erfahrungen hier sind für mich ein Motivationsschub wie Doping fürs Marathonlaufen.“

 

21.11.2013

Indonesische Fachleute zu Gast auf dem Campus

Die Fieberkurve steigt: wer wird SolarMobil-Meister 2014?Gäste aus Indonesien werden am Dienstag, dem 26.11. 12 Uhr vom Präsidium der Fachhochschule auf dem Campus begrüßt.

Vom 17. bis 29. November hält sich eine Delegation des 1000-Inseln-Staates in Schleswig-Holstein und Dänemark auf,  um die Forschungs- und Bildungskonzepte sowie  Praxiserfahrungen beim Umstieg auf Wind- und Solarenergie kennenzulernen, denn  „Energiewende made in Schleswig-Holstein“ hat längst weltweit einen guten Ruf. Zudem gibt es seit Jahrzehnten verschiedenste Kontakte und Kooperationen.

Der verheerende Taifun „Haiyan“tobte nicht in Indonesien, sondern in den benachbarten Philippinen, doch auch im größten Inselstaat der Welt häufen sich in den letzten Jahren Katastrophen, die wohl nicht allein die Natur sondern auch den Menschen als Verursacher haben. Schäden durch Überflutungen und Stürme belegen längst, dass dem Klimawandel energischer entgegengetreten werden muss. Deshalb wird auch in Indonesien verstärkt auf Alternativen zu fossiler Energie wie Geothermie und Photovoltaik gesetzt. Für hunderte Inseln und isolierte Gebiete werden  Hybridanlagen mit Solar- und Windenergie getestet. Daran beteiligt ist auch der Ingenieur Didiek Notosudjono, der vor 20 Jahren in Flensburg und Glücksburg „Sustainable Energy Systems and Management“ studierte und später an der frisch gegründeten Universität promovierte.

Acht Fachleute aus Ministerien und Forschungsprojekten nehmen nun neueste Entwicklungen in Schleswig-Holstein unter die Lupe. Ausgangsort ist wie vor 20 Jahren das Zentrum für nachhaltige Entwicklung , artefact in Glücksburg, wo schon zu Notosudjonos Studienzeit viele Praxiseinheiten durchgeführt wurden.

Neben Grundlagenseminaren zu Solar- und Windenergie, aber auch verschiedenen ökonomischen Instrumenten und energiepolitischen Zielen in Deutschland und der Europäischen Union stehen zahlreiche Exkursionen zu Akteuren in Wirtschaft und Qualifizierung auf dem Programm. Das Know how von Fachhochschule und Universität wird dabei ebenso einbezogen wie von Ausbildungsgängen der Eckenerschule und am BZEE Husum. Unternehmen der Kleinwindkraftbranche und Solarparkplanung werden vor Ort ebenso aufgesucht wie spezialisierte Wechselrichterhersteller. Dänische Erfahrungen fließen u.a. ein beim Besuch der Solarforschung an der süddänischen Universität in Sonderborg.

Gerade die erfolgreiche Verzahnung von Forschung und Entwicklung mit Praxisanwendung in der regionalen Wirtschaft beeindruckte die Teilnehmer, ebenso die große Dynamik bei dem Umstieg auf erneuerbare Energien.  Deshalb kamen die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie das Energieeinspeisegesetz genauso zur Sprache wie technische Innovationen.

Bereits zum Start des Seminars am 18.11. betonte Gorm Casper von der IHK zu Flensburg das erfolgreiche Zusammenspiel unterschiedlicher  Akteure im Land. Prof. Bernd Möller vom Studiengang Energy and Environmental Management stellte das interdisziplinäre und hochschulübergreifende Ausbildungskonzept vor. Eine indonesische Studentin im Studiengang  konnte ihren Landsleuten gleich auf amüsante Art die besonderen kulturellen Unterschiede und ihre Erfahrungen in Flensburg  vorstellen. Die zahlreichen Kontakte entwickeln sich sehr positiv weiter.

 

16.09.2013

Die Fieberkurve steigt: wer wird SolarMobil-Meister 2014?

Die Fieberkurve steigt: wer wird SolarMobil-Meister 2014?Am Freitag steigt das Rennen des Jahres für alle Solartüftler zwischen 10 und 18 Jahren: das SolarMobil-Finale findet auf dem Frankfurter Römerberg statt. Daniel und Daniela Düsentriebs aus ganz Deutschland treffen in der Kreativ- und Ultraleichtklasse aufeinander. Mit dabei: die schleswig-holsteinischen Pokalsieger von Niebüll bis Pinneberg.

„Förde-Pieper“ heißt das originelle Fahrzeug, das von Marie, Helena, Katha, Denis und Xenia gebaut wurde. Zwei kleine Zellen, ein Motor, jede Menge Spaß und Zeit zum Tüfteln waren notwendig, um im Juni bei den Landesmeisterschaften in Glücksburg an der Flensburger Förde die Nase vorn zu haben mit ihrersolar angetriebenen Kukucksuhr. Nun fahren die Pinneberger Schüler für zwei Tage nach Frankfurt, um sich dort mit den Siegern 13 anderer Landes- und Regionalwettbewerbe zu messen.

Erstmals führte das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, 2009 einen Solarbauwettbewerb durch, so wie andere Pioniere in Kassel und Chemnitz. Im Folgejahr griffen das Bundesforschungsministerium und der Verband der Elektrotechnik die Idee auf und luden zum ersten SolarMobil Deutschland -Wettbewerb mit Teilnehmern aus bereits sechs Bundesländern. Erster deutscher Meister wurde der elfjährige Till Opitz aus Schleswig.

Seitdem ist das Solarfieber stetig gestiegen. Bundesweit werden alljährlich Zellen und Fahrzeuggrößen, Tunneldurchfahrten für die Startklasse 2 und andere Details festgelegt, um die Vergleichbarkeit in der Ultraleichtklasse zu garantieren. Das Flensburger Team „Goest“ vertritt 2013 die Ehre der Nordlichter in der Startklasse der 14-18jährigen und tüftelte dafür lange an Modulverschaltungen und dem Einbau eines Kondensators. Die Teilnehmerzahl hat sich von Jahr zu Jahr verdoppelt, die Begeisterung für erneuerbare Energien und die Möglichkeit, damit selber zu einer zukunftsfähigen Welt beizutragen, ist bei den Jugendlichen ungebrochen.
Die Teilnehmer des SolarMobil Deutschland sind am Samstag zur Internationalen Automobilausstellung eingeladen. Ob auch dort der Weg zu erneuerbaren Elektrofahrzeugen so engagiert eingeschlagen wird wie von den jungen Solarmobilisten, muss sich allerdings noch zeigen. Die „ Förde-Pieper“ wollen in jedem Fall im nächsten Jahr den Schleswig-Holstein Solarcup verteidigen - und vielleicht sogar die Bundestrophäe.

 

 

12.09.2013

Lebhafte Diskussionen um Strompreisgestaltung

Glücksburger Gespräche räumten mit Falschinformationen auf

Nicole Knudsen beim VortragStromnetze, die kurz vor dem Kollaps stehen, immer teurer werdender Solarstrom - eine bunte Collage von Zeitungsmeldungen aus den letzten Wochen bildeten den Einstieg in die Glücksburger Gespräche 2013, die seit 2004 im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, zu aktuellen klima- und energiepolitischen Fragestellungen stattfinden. Ernerubare Energein und die Stromkosten - von
Nicole Knudsen, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Windenergie Schleswig-Holstein,
griff einige Halbwahrheiten auf, die in den letzten Monaten gezielt in den Medienmarkt eingespeist wurden, um die hohe Akzeptanz für erneuerbare Energien zu diskreditieren. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Energie-Einspeisegesetzes, der Ausbau von Übertragungsnetzen und Speicherkapazitäten ist dafür dringend erforderlich, droht aber auf Kosten der privaten Stromverbraucher verzögert zu werden. Knudsen stellte in einem faktenreichen Vortrag dar, wie der Zubau von Wind- und Solarkraftanlagen zum Anstieg der EEG-Umlage beiträgt, dass aber Energiesteuer, Umlagen von Netzausbaukosten und Befreiungen für immer mehr Betriebe diese Beträge weit übertreffen. Die komplexen Abläufe an der Strombörse unter dem Begriff „Merit Order“ wusste sie differenziert zu erläutern. Paradoxerweise steigt die Belastung des Endkunden bei Niedrigpreisen durch ein hohes Solar- oderWindstromangebot, da die Tiefpreise vom Handel nicht an den privaten Stromkäufer weitergegeben werden. Industriestrom ist demgegenüber im Unterschied zu allen Nachbarländern in Deutschland billiger geworden. Neu für viele Zuhörer im gut gefüllten Vortragsraum, darunter auch die Flensburger Stadtpräsidentin, Swetlana Krätzschmar, war auch, dass trotz abgeschalteter Atomkraftwerke der Export insbesondere von Kohlestrom in Nachbarländer aufgrund von billigen Verschmutzungszertifikaten stark angestiegen ist.

Dass Solarstrom aus neu installierten Anlagen kaum noch teurer ist als der Durchschnittspreis und in Deutschland preiswerter als in Ländern mit dem Quotenmodell, wurde in der folgenden Diskussion deutlich. Durch steigenden Eigenverbrauch werden zudem auch die Netze entlastet. „Der drohende Machtverlust weniger großer Energiekonzerne ist der Hauptgrund für deren Kampagne gegen die Erneuerbaren.“ assistierte Jörg Krautwurst von der Europa-Union mit Hinweis auf eine aktuelle Analyse in der „Zeit“. Mit einem Hinweis auf die energiepolitischen Wahl-Prüfsteine der bundesweiten Klima-Allianz beendete Werner Kiwitt, Geschäftsführer des artefact-Zentrums, die Diskussionsrunde, die noch lange in Einzelgesprächen fortgeführt wurde: „Fühlen Sie Ihren Kandidatinnen und Kandidaten auf den Zahn, denn die Weiterentwicklung einer Energiewende, die den Namen verdient, ist entscheidend für die Chancen der nächsten Generationen.“

 

21.08.2013

Glücksburger Gespräche

Erneuerbare Energien und die Stromkosten - Von Preistreibern und Trittbrettfahrern"

Dienstag, 10. September
 18:00 - 20:00
im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact
Impulsreferat: Nicole Knudsen, Bundesverband Windenergie
Anschließend: Podiumsdiskussion und offene Diskussion

Die Strompreise explodieren, haben manche Medien und Lobbyoganisationen festgestellt. Tatsächlich sind die Strompreise in den letzten Jahren angestiegen, wenn auch nicht so stark wie Heizkosten und Großstadtmieten. Als Verantwortliche werden  erneuerbare Energien genannt. Doch wie weit ist das richtig? Welche Rolle spielen Strombörsen, Umlagen für nicht eingespeiste Energie, Freistellungen und Verschmutzungszertifikate?
Die komplexe Thematik, die längst nicht nur Insider interessiert sondern für die Chancen von  Energiewende und Klimaschutz  weltweit von großer Bedeutung ist, wird bei den diesjährigen Glücksburger Gesprächen im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, vorgestellt. Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Windenergie in Schleswig-Holstein, Nicole Knudsen, wird mit einem Einstiegsreferat die Zusammenhänge der Energiepreisgestaltung darstellen. Anschließend wird mit weiteren Podiumsgästen und Besuchern über die Anforderungen  an ein weiterentwickeltes Energieeinspeisegesetz und an die Energiepolitik der nächsten Bundesregierung diskutiert.
Die Veranstaltung beginnt am 10. September um 18 Uhr  im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg. Weitere  Infos und Anmeldung  über info@artefact.de.

zu Nicole Knudsen
Studium (MSc) Integrierte Kommunikation (PR, Marketing, Journalismus) an der Fakultät für Kommunikation und Globalisierung, Krems

 

 

29.07.2013

2900 km für die Energiewende: der Rennradfahrer Sebastian Bock besucht artefact und Kinder-Triathlon in Glücksburg

Werner Kiwitt, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Swetlana Krätzschmar und Sebastian Bock vor der archimedischen Schlauchwinde im artefact PowerparkDie gesamte Flensburger Förde ist wieder im Triathlon-Fieber und freut sich auf den 12. „Ostseeman“ in Glücksburg.  Neben sportlichem Ehrgeiz treibt den Rennradfahrer Sebastian Bock noch eine weitere Motivation zu Höchstleistungen über noch ganz andere Entfernungen: 2900 km fährt er kreuz und quer durch Deutschland, von Pilotprojekten wie Bürgerwindparks zu Vorzeigegemeinden, die alle erfolgreich zum Gelingen einer effizienten Energiewende beitragen. 

Am Samstag, dem 3. August wird Sebastian Bock im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, erwartet, um sich bei einer Führung von Geschäftsführer Werner Kiwitt über die Aktivitäten des Bildungszentrums zu informieren und die eigenen Erfahrungen auf den zurückliegenden Etappen vorzustellen. Gäste (und Pressevertreter) sind zu dem Rundgang um 10:30 willkommen.

2900 km  - diese Zahl kommt nicht von ungefähr. 2900 Megawatt ist das Ausbauziel für zusätzliche Windkraftanlageninstallation  im Jahr 2013 allein an Land. Zum Vergleich: ein herkömmliches Atomkraftwerk hat eine Nennleistung von 400 MW. Durch die Deutschland-weite Rundfahrt, die medial vom Bundesverband Windenergie  unterstützt wird, will Bock aufmerksam machen auf die Notwendigkeit und die großen Chancen, mit erneuerbaren Energien das Abbremsen des Klimawandels zu erreichen. Vor allem die örtliche Beteiligung bei Bürgersolar- und Windparks haben es dem Rennradfahrer dabei angetan. Die monatelange Rundtour kann mit Routenplan, zahllosen Fotos bei Zwischenstopps und anderen Highlights im internet verfolgt werden.

Ein weiterer ungewöhnlicher Zwischenstopp ist für den Samstag Nachmittag in Glücksburg vorgesehen. Nach kurzer Tandem-Fahrt zur Glücksburger Kurpromenade werden dort Sebastian Bock und Werner Kiwitt ab 14 Uhr die Kinder bei Start und Zieleinlauf anfeuern, die sich beim Kinder- Triathlon auf der Schwimm-, Rad- und Laufstrecke ins Zeug legen.

 

 

10.07.2013

Neue Einblicke und Perspektivenwechsel zur Ausstellungseröffnung:
“Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg”

Wann begann der 2. Weltkrieg?  Alle Teilnehmer des Eröffnungsworkshops waren sich spontan einig: „Na klar, Beschuss der Westerplatte vor Danzig im September 1939!“ Nicht nur diese Gewisshaft wurde erschüttert durch den Eröffnungs-Workshop der Wanderausstellung „Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“, der unter Leitung des Kurators Karl Rössel im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, in Glücksburg stattfand.

Soldaten aus 17 Nationen waren bereits seit 1935 in einem Krieg in Ostafrika im Einsatz, mit dem die Kolonialmacht Italien versuchte, das noch unabhängige Abessinien zu unterwerfen. Japan führte bereits Krieg gegen asiatische Nachbarn, bevor der Weltkrieg auch Europa erreichte.

Weit über zehn Jahre recherchierten der Journalist Karl Rössel und weitere Aktive auf fünf Kontinenten, um nicht nur Zahlen, sondern auch eindrucksvolle, oft bedrückende Aussagen und Bilder von Zeitzeugen zusammenzutragen, die weder für die ehemaligen Achsenmächte noch für die Allierten des zweiten Weltkriegs angenehm sind. Millionen von Soldaten  wurden weltweit in sogenannten Entwicklungsländern zwangsrekrutiert und meist als Kanonenfutter in die ersten Frontreihen geschickt. Die strategische Kontrolle von rohstoffreichen Regionen war meist wichtiger als Menschenrechte. Hunderttausende Frauen aus China, Südkorea, Phillippinen und anderen asiatischen Ländern, die von der japanischen Armee als Zwangsprostituierte gehalten wurden, fehlen in den meisten Statistiken ebenso wie die Angriffe auf Nachbarländer weit vor 1939. Im europäischen Geschichtsunterricht zählen bis heute oft nur europäische Tote.

Lena Seehausen, die die Wanderausstellung nach Glücksburg holte, war  bei der Eröffnung erfreut über Gäste aus der Region und darüberhinaus. Vom landesweiten Bündnis Eine Welt war u.a. die Vorsitzende Irene Fröhlich gekommen, die trotz erheblichen Vorwissens erschüttert und tief beeindruckt war von vielen Details der sorgfältig recherchierten Ausstellung. Der Blickwinkel für ihre Unabhängigkeit streitender Afrikaner, Asiaten oder Ozeanier wird durch bislang kaum veröffentlichte Dokumente und Zeitzeugen-Aussagen deutlich und hält dem Betrachter einen Spiegel vor. So mancher eingetretene Denkweg wird durch unbequeme Wahrheiten in Frage gestellt, wenn je nach Perspektive  Opfer auch Täter, Befreier oder Kollaborateure sein können.

„Sehr empfehlenswert für jeden Geschichtskurs - und nicht nur die“ war die einvernehmliche Meinung der Workshopteilnehmer. Eine Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs wird empfohlen und angeboten. Der Besuch der Ausstellung „Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ ist während der regulären Öffnungszeiten des artefact Powerpark möglich: wochentags von 9 bis 18 Uhr, an Wochenenden und im Oktober ab 10 Uhr. Der Eintritt  beträgt für die Ausstellung € 3 bzw. € 4 je Person inkl. Powerpark-Besuch. Für Einzelpersonen besteht immer donnerstags (Ausnahme: 1.8.) um 15 Uhr die Möglichkeit, an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen, Gruppen können auch andere Termine vereinbaren. Weitere Infos und Anmeldung  über nicole.gifhorn@bei-sh.org  oder lena.seehausen@artefact.de.

“Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg”
Ort: artefact gGmbH, Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg
mo-fr 9-18:00 , sa/so , Okt. 10-18:00

 

 

07.07.2013

Pedelecs für Glücksburg-Urlauber

Pedelecs für Glücksburg-Urlauber„Mann, ist das gebirgig bei euch!“ staunte Familie Bierstedt  nach der ersten Fahrradtour durch die  Ostseestadt Glücksburg. Bei längeren Touren oder mit Fahrrad-Anhänger für kleinere Kinder können die „Angelner Alpen“ und die „Schwansener Schweiz“ schnell an die Belastungsgrenze führen.

Aus der Not macht das Gästehaus artefact in Glücksburg nun eine Tugend. “Seit fünf Jahren haben wir bereits eine kostenlose Elektrotankstelle für unsere Übernachtungs- und Powerpark-Gäste.“ erläutert der Geschäftsführer des ungewöhnlichen Besucherzentrums, Werner Kiwitt. „Über eigene Elektrofahrzeuge verfügen wir aber nicht. Um unseren Gästen den Umstieg vom Auto auf umwelt- und gesundheitsfreundlichere Fortbewegung zu erleichtern, haben wir in diesem Sommer erstmals mehrere Pedelecs von der Schleswiger Firma Movelo geliehen, die nun unsere Hausgäste mieten können. Durch einen 10 Prozent-Rabatt auf den einwöchigen Urlaub bei Anreise mit dem Zug, an dem sich der Reiseveranstalter renatour beteiligt,  konnten wir den Anteil der Bahn-Anreisenden in den letzten Jahren bereits verdoppeln. Aber jetzt können wir über die Busnutzung und den örtlichen Fahrradverleih hinaus auch für Familien und Genuss-Radler bei der Mobilitätswahl eine Lücke schließen.“

Wenn die Nachfrage sich positiv entwickelt, werden vielleicht dauerhaft einige Pedelecs angeschafft, die im Unterschied zu reinen Elektrofahrrädern den Motor nur zuschalten, wenn man selber in die Pedale tritt.  Bei artefact, das derzeit Glücksburgs einziger Bett&bike-Betrieb mit Übernachtungsangebot für Radwanderer ist, wird nur Solar- und Windenergie getankt. Damit macht das Bezwingen der Angelner Endmoränen-Gipfel natürlich noch mehr Spaß...

 

 

27.06.2013

Tour de Flens 2013

Tolle Aus- und Einblicke bei der dritten Tour de Flens

Die fast vierzig Teilnehmer waren sich bei der Finisher-Party mit Flens und Grillgut einig: auch die dritte CO2-neutrale 50-km-Törn um die Flensburger Förde war wieder eine runde Sache. Eine Vielfalt an Fahrzeugen so groß wie nie, bei durchweg trockenem Wetter zuweilen traumhafte Ausblicke etwa auf die Ochseninseln und den Glücksburger Strand, und dazu auch für Insider unter den Elektromobil-Pionieren erstaunliche Einblicke in spannende Projekte.

Mit Schwarzbrot- und Elektropower zum Zwischenstopp bei der Energiegenossenschaft GrastenSchon der Start in Sonderborg war eine Überraschung. Mit Blick auf die Universität auf der Festlandseite des Alsensundes stellte der Dänisch-Kanadier Ron Bader die Ideenschmiede iFAbrikken vor, wo Tüftler etwa mit Drei D-Druckern der Aero- und Aquadynamik beim Design von Solarfähren auf die Schliche kommen.

Doch auch das Teilnehmerfeld hatte es in sich. Während die Lokalmatadoren der Stadtwerke sonderborg mit mehreren Renault Kangoo ZE starteten , wollten Olivia Gade und ihre Freundin aus Tondern zeigen, was Danish Dynamite mit Frauenpower zu tun hat: „Wir fahren mit Schwarzbrot statt Strom“ war ihre sportliche Devise - und gleichauf mit Pedelecs und dem futuristischen QuestVelomobiel des Flensburgers Tillmann Lunde bewältigten sie souverän die einzelnen Etappen.

Die hatten es nicht nur landschaftlich in sich. Spanien oder Griechenland - wo vermuten Sie Europas größte Solarkollektoranlage? Natürlich in Dänemark, nahe der Sommerresidenz der dänischen Königin. Doch in Grasten war nicht durch das Staatsoberhaupt sondern von 1400 Familien eine Energiegenossenschaft initiert worden, die nun mit Solarthermie, Stroh und Pellets einen ganzen Ortsteil energieautark mit Wärme versorgt. Bei einer Führung durch die Anlagen war zu erfahren, wie durch das dänische Verbot neuer fossiler Heizanlagen eine Welle von Eigeninitiativen ausgelöst wurde, die nun zu günstigen Nahwärmepreisen unterschiedliche regenerative Energien kombinieren.

Der nächste unvermeidliche Stop beim Hotdog-Mekka in Sonderhav wurde zum Fachsimpeln genutzt. Vom serienmäßigen zwanzigjährigen Elektro-Golf über Fiat- und Beetle-Umrüstungen bis zum E-Smart, vom Mitsubishi-IMiev über verschiedenste Elektro-Renaults und eine ganzen Flotte polnischer VoltMobils bis zu den Klassikern City-El, Twike und Tazzari reichte die Palette der privat oder gewerblich genutzten Fahrzeuge.

Ohne Zoll und Zwischenstopp ging´s dann über Krusau in Flensburgs Nordstadt, wo bereits der Mobilitätstag auf Touren lief: Initiiert vom Flenburger Klimapakt und dem städtischen Busunternehmen, konnte dort neben Verpflegungs- und Mitmachangeboten auch eine Testfahrt mit einem Wasserstoffbus wahrgenommen werden. Die Tour-Fahrer revanchierten sich mit Testfahrten in ihren Gefährten rund um die Elektrotankstelle der benachbarten Stadtwerke.

Nach einer Bergtour durch die historische Toosbuystraße wurde der Campus der Flensburger Hochschulen angefahren, wo Prof. Wendiggensen die Erfahrungen mit ihrer Wind-Photovoltaik-Ladestation vorstellte.

Pünktlich zum Eintreffen auf der neuen Glücksburger Strandpromenade gab´s dann die verdiente Sommersonne, die zu einem imposanten Elektromobil-Korso einlud.

So mancher Fahrer war dennoch erleichtert, wenig später ins Ziel zu kommen, um im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, eine freie Steckdose für Wind- Solar- und Wasserkraftbetankung zu ergattern. Die eigenen Akkus konnten die „Finisher“ dann mit Spezialitäten vom Angler Sattelschwein und dem ein oder anderen Hopfenblütentee mit Plop-Verschluss aufladen, bestand doch die Möglichkeit, gleich im energeiautarken Gästehaus zu übernachten und am nächsten Tag dem elektromobilen Nachwuchs über die Schulter zu schauen: denn dann fanden die fünften Landesmeisterschaften im Solarmobilbau unter dem Motto „Energiewende selber machen“ statt. Der Weg um den „Fjord der Ideen“ hin zu einer nachhaltigen Fortbewegung hat gerade erst begonnen...

 

05.06.2013

Tour de Flens 2013

Mit Sonne, Wind und Spaß um den Fjord der Ideen:
Nachhaltige infotainment - Tour am 22. Juni !

Auch die Fahrt mit dem Pedelec ist möglich!Was haben Olivia aus Tondern, Matthias aus Kiel, Andreas aus Gravenstein und Feline aus Flensburg gemeinsam? Sie alle werden sich gemeinsam mit vielen anderen Sportsfreunden und Klimaschützern erstmals am Morgen am 22. Juni im dänischen Sonderborg treffen, um mit Fahrrädern, Pedelecs oder Autos Elektro-Fahrzeugen auf eine ungewöhnliche Rundreise zu beginnen: die Bürger-Bewegung „Tour de Flens“.

Bereits zum drittenmal radeln und fahren Bewohner und Gäste des Grenzlandes mit Muskel-, Wind- und Sonnenpower am 22. Juni von Sonderborg nach Glücksburg. Neben persönlicher Fitness und herrlichen Ausblicken über die Flensburger Förde lockt viele Teilnehmer auch die Möglichkeit, ein wenig an den Mobilitätskonzepten für morgen mitzustricken: drei beispielhafte Klimaschutzprojekte beiderseits der Grenze wollen beitragen zur Entwicklung einer nachhaltigen Fortbewegung in Alltag und Freizeit. Immer mehr Bürger warten nicht auf die oft allzu zaghafte Unterstützung durch die Berliner Politik, sondern steigen selber um und auf. Kommunale Initiativen und spannende Leuchtturmprojekte an der Strecke zeigen, was möglich ist. Zur kostenlosen Mitfahrt ist jeder eingeladen.

Treffen der Tour de Flens TeilnehmerOb und wie die Bundesregierung ihr selbstgestecktes Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen so bald erreichen wird, ist ungewiss. So lange wollen das Sonderborger Project Zero, der Klimapakt Flensburg und und das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, jedenfalls nicht warten. „Energiewende selber machen“ ist das Motto der Initiatoren, die auf Basisarbeit vor Ort setzen und allen Bürgern ein erstes Ausprobieren neuer Fortbewegungsmittel nahebringen. So fahren einige Teilnehmer überhaupt zum ersten mal mit einem Pedelec oder einem Elektrofahrzeug. Vom selber umgebauten E-Beetle bis zum serienmäßigen Elektro-smart reicht diePalette der vierrädrigen Mitmacher. Auch Mitfahrgelegenheiten versuchen die Organisatoren möglich zu machen.Ganz Sportliche fahren mit Rädern ohne Hilfsmotor - die Hauptsache ist, ohne CO2 dabei zu sein. Ein morgendlicher Fahrrad-Shuttle nach Sonderborg ist geplant.

Gestartet wird ab 9:30 Uhr an Sonderborgs Ideenschmiede I-Fabrikken, wo die Batterien der Twikes, City-Els und VoltMobile nochmal aufgeladen werden können.

Hätten Sie gewusst, dass Nordeuropas größtes Solarkollektorfeld gerade erst durch eine Energiegenossenschaft der Bewohner in Gravenstein/Grasten in Betrieb genommen wurde und zusammen mit Biomasse einen ganzen Ortsteil mit Wärme versorgt? Bei einem Zwischenstopp mit Führung können die Teilnehmer ymehr dazu erfahren. Entlang von Fjordvej und Ochseninseln geht´s dann nach Flensburg, wo bereits der Mobilitätstag beim Aktivbus-Gelände auf vollen Touren ist. Eine mögliche Zukunftsperspektive des ÖPNV kann dort bei einer Probefahrt mit einem Wasserstoffbus kennengelernt werden. Auch Elektrofahrzeuge stehen Interessierten für eine Testrunde zur Verfügung.
Eine weitere Etappe führt dann zum Campus der Flensburger Hochschulen, wo eine Wind&Sonnen-Ladestation für Elektrofahrzeuge vorgestellt wird.

Die letzten 12 von 50 Streckenkilometern führen dann nach Glücksburg, wo bei der Finisher-Party im artefact-Zentrum mit dem Namensgeber der Tour angestoßen werden kann, denn wer noch am Folgetag bei naturtec und Solarcup eine Runde drehen will, kann sich im Gästehaus einquartieren: so macht Energiewende noch mehr Spaß! Unterstützt wird die 3. Tour de Flens von der gleichnamigen Brauerei, dem Energiewendeministerium und der EKSH aus Kiel.

Die kurzfristige Anmeldung zur Teilnahme an der ersten grenzüberschreitenden erneuerbaren Bürgerbewegung ist noch möglich unter Veranstaltungen » Tour de Flens.

 

05.06.2013

Tour de Flens 2013

Mit Sonne, Wind und Spaß um den Fjord der Ideen:
Nachhaltige infotainment - Tour am 22. Juni !

Bereits zum drittenmal radeln und fahren Bewohner und Gäste mit Muskel-,Wind- und Sonnenpower am 22. Juni von Sonderborg nach Glücksburg. Neben persönlicher Fitness und herrlichen Ausblicken über die Flensburger Förde lockt viele Teilnehmer auch die Möglichkeit, ein wenig an den Mobilitätskonzepten für morgen mitzustricken: drei beispielhafte Klimaschutzprojekte beiderseits der Grenze wollen beitragen zur Entwicklung einer nachhaltigen Fortbewegung in Alltag und Freizeit. Immer mehr Bürger warten nicht auf die oft allzu zaghafte Unterstützung durch die Berliner Politik, sondern steigen selber um und auf. Kommunale Initiativen und spannende Leuchtturmprojekte an der Strecke zeigen, was möglich ist. Zur kostenlosen Mitfahrt ist jeder eingeladen.

Ob und wie die Bundesregierung ihr selbstgestecktes Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen so bald erreichen wird, ist ungewiss. So lange wollen das Sonderborger Project Zero, der Klimapakt Flensburg und und das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, jedenfalls nicht warten. „Energiewende selber machen“ ist das Motto der Initiatoren, die auf Basisarbeit vor Ort setzen und allen Bürgern ein erstes Ausprobieren neuer Fortbewegungsmittel nahebringen. So fahren einige Teilnehmer überhaupt zum ersten mal mit einem Pedelec oder einem Elektrofahrzeug. Auch Mitfahrgelegenheiten versuchen die Organisatoren möglich zu machen.Ganz Sportliche fahren mit Rädern ohne Hilfsmotor - die Hauptsache ist ohne CO2 dabei zu sein. Ein morgendlicher Fahrrad-Shuttle nach Sonderborg ist geplant.

Gestartet wird ab 9:30 Uhr an Sonderborgs Ideenschmiede I-Fabrikken, wo die Batterien der Twikes, Elektro-Beetles und VoltMobile nochmal aufgeladen werden können.

Hätten Sie gewusst, dass Nordeuropas größtes Solarkollektorfeld gerade erst durch eine Energiegenossenschaft der Bewohner in Gravenstein/Grasten in Betrieb genommen wurde und zusammen mit Biomasse einen ganzen Ortsteil mit Wärme versorgt? Bei einem Zwischenstopp mit Führung können die Teilnehmer ymehr dazu erfahren. Entlang von Fjordvej und Ochseninseln geht´s dann nach Flensburg, wo bereits der Mobilitätstag beim Aktivbus-Gelände auf vollen Touren ist. Eine mögliche Zukunft des ÖPNV kann dort bei einer Probefahrt mit einem Wasserstoffbus getestet werden. Auch Elektrofahrzeuge stehen zur Verfügung.

Eine weitere Etappe führt dann zum Campus der Flensburger Hochschulen, wo eine Wind&Sonnen-Ladestation für Elektrofahrzeuge vorgestellt wird.

Die letzten 12 von 50 Streckenkilometern führen dann nach Glücksburg, wo bei der Finisher-Party im artefact-Zentrum mit dem Namensgeber der Tour angestoßen werden kann, denn wer noch am Folgetag bei naturtec und Solarcup eine Runde drehen will, kann sich im Gästehaus einquartieren: so macht Energiewende noch mehr Spaß! Unterstützt wird die 3. Tour de Flens von der gleichnamigen Brauerei, dem Energiewendeministerium und der EKSH aus Kiel.

Die kurzfristige Anmeldung zur Teilnahme an der ersten grenzüberschreitenden erneuerbaren Bürgebewegung ist noch möglich unter Veranstaltung » Tour de Flens.

 

14.05.2013

Daniela Düsentrieb - bitte melden:
Anmeldungen zum ´13 sind noch bis zum ersten Juni-Wochenende möglich

Endlich spielt auch das Wetter mit:  „Je Sommer desto Solarcup !“ stellt  Werner Kiwitt von artefact fest: „Seit der lange Winter vorbei ist, gab´s noch mal einen kräftigen Schwung an Anmeldungen.“  Weit über hundert  Kinder und Jugendliche haben sich bereits Bausätze schicken lassen, um in der Solarboot-, Ultraleicht- oder Kreativklasse mit selbst gebauten „Licht-mobilen“ am 23. Juni für Furore zu sorgen: dann finden in Glücksburg im artefact Zentrum für nachhaltige Entwicklung die fünften Landesmeisterschaften statt. Einige Pokalsieger des letzten Jahres sind bereits angemeldet und wollen den begehrten Wanderpokal verteidigen. Doch die Konkurrenz schläft nicht: von Niebüll bis Lübeck und von Pinneberg bis Flensburg ist ganz Schleswig-Holstein bei den Anmeldungen vertreten. Sogar aus dem dänischen Sonderborg hat sich ein Team angemeldet. „Von manchen Schulen wie aus Heikendorf haben sich gleich zehn Teams angemeldet, anderswo könnten Dutzende  Teams verschiedener Schulen schon  eigene Stadtmeisterschaften durchführen.“ freut sich Kiwitt über die rege Beteiligung. Und es können noch viel mehr werden: noch bis zum 2. Juni läuft die Anmeldefrist  zur Bestellung der Bausätze aus Motor, Modulen und - bei den älteren Tüftlern- erstmals ein Kondensator für eine Tunneldurchfahrt. Um Zeit für den Postweg zu sparen, können sich die Nachwuchsingenieure den Bausatz auch persönlich abholen: bei artefact in Glücksburg und, am 1. und 2. Juni, bei der NDR Landpartei am Plöner Schloss: dort ist artefact mit einer Solar-Demobahn vertreten und freut sich über interessierte Gäste. Weitere Infos gibt´s unter Veranstaltungen » solarcup.

 

08.03.2013

Anmeldebeginn zum 5. Schleswig-Holstein

Auf der „New Energy“ 21.-24.03. in Husum

Nun beginnt wieder die Sonnenzeit: von jetzt an können sich Daniel und Daniela Düsentrieb anmelden zum 5. Solarcup und bis zu den Meisterschaften im Juni tüfteln, experimentieren und probefahren.

Während der vier Messe-Tage lädt das artefact Solarcup-Team Kinder und Jugendliche, Schulklassen und Lehrer ein zu Schnupperkursen im Bau von kleinen Solar-Vehikeln aller Art.

Wer sich dann gleich anmeldet, kann den aktuellen Bausatz sofort mitnehmen und loslegen mit Karosseriebau und Verschaltung der vier Spezialmodule: am 23.Juni gipfelt Deutschlands einziger landesweiter Solarbau-Wettbewerb mit den Finalläufen in Glücksburg, wo dann 10- bis 18jährige Tüftler und Tüftlerinnen aus Schleswig-Holstein und dem südlichen Dänemark mit ihren Ultraleicht- und Kreativ-Fahrzeugen an den Start gehen, um einen der begehrten Wanderpokale und andere Preise zu gewinnen.

Seit 2009 finden alljährlich die Landesmeisterschaften im Solarmobil-Bau statt. 2012 wurde der Solarcup vom Bundespräsidenten als „Ort der Ideen“ ausgezeichnet.

Inzwischen gibt es bundesweit acht Regionalwettbewerbe, deren Sieger im September auf dem Frankfurter Römerberg zum Finale um den Pokal der Pokale antreten können.

Doch bis dahin ist´s ein langer Weg. Vom März bis zum Juni informiert das artefact-Team landauf- landab auf Messen und Veranstaltungen wie der NDR Landpartie mit Workshops und Mitmachaktionen über den Wettbewerb, der von Jahr zu Jahr mehr Tüftler und Tüftlerinnen in seinen Bann schlägt. Doch auch “alte Hasen“ müssen erneut kerativ sein, da auch im Jahr 2013 ein ganz neuer Bausatz zum Einsatz kommt. Mit vier Zellen, einem Motor und einigen Übersetzungen erhalten die 10-14Jährigen einen „Starter-Kit“, der viel Raum lässt für verschiedene Verschaltungen, eine aerodynamische Karrosserie und Leichtbaufelgen aus selbst gewählten Materialien. Noch kniffliger wird´s diesmal für die 15-18jährigen, die zusätzlich mithilfe eines mitgelieferten Kondensators Strom speichern müssen für eine kurze Tunneldurchfahrt auf der Rennstrecke.

Die gleiche Grundausstattung, aber mehr Raum für witzige Ideen und liebevolle Detailgestaltung bietet die Teilnahme in der Kreativklasse, die im letzten Jahr wieder mit besonders abgefahrenen Fahr- und Drehzeugen auffiel: ob ein solar rotierender Filzgarten oder ein komplett aus Einwegdosen recycltes Lichtmobil, mit der Teilnahme einiger Titelverteidiger mit wiederum neuen Ideen ist zu rechnen.

Je früher sich ein Team anmeldet, umso mehr Zeit zum Tüfteln und Testen steht zur Verfügung.
Also nichts wie hin zur New Energy nach Husum! In der Folge kann der Bausatz per Post bestellt oder im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung abgeholt werden. Weitere Infos gibt´s bei Solarcup-Projektleiterin Lena Seehausen (solarcup@artefact.de) und unter Veranstaltungen » solarcup Schleswig-Holstein.

Start der Anmeldephase zur Bestellung von Solar-Bausätzen:

21. März 2013 auf der New Energy-Messe Husum

Vorläufe und Finale am Sonntag, 23.Juni 2013
im artefact Zentrum in Glücksburg

 

08.02.2013

„Energiewende made in Schleswig-Holstein“„Energiewende made in Schleswig-Holstein“:
Amerikaner kommen zum Technik- und Politikaustausch nach Glücksburg

„It´s amazing“ ruft die zweiundzwanzigjährige Deborah Vernon wieder und wieder beim Blick über die weiten Koppeln und vereisten Gräben, die sich unter ihr bis zum Horizont erstrecken: sie steht in der Gondel einer 2MW-Windkraftanlage, recht genau in 70 Meter Höhe über dem Boden. Die Höhe weiß sie deshalb so genau, weil exakt 220 Leiterstufen zu bewältigen waren bis  zur Belohnung durch einen traumhaften Rundumblick. Weitere Details zur Region und der Struktur des Windparks Ellhöft erläutert dessen Geschäftsführer, Christian Carstensen.

Gemeinsam mit sechsundzwanzig  anderen Studenten aus den USA reist die junge Frau aus Ohio nicht als Touristin durch Deutschland, sondern im Rahmen eines Studiengangs für nachhaltiges Resourcen-Management an der Universität Kopenhagen. Im Bus referierte sie selber kurz zuvor noch über ihre Recherchen zu Naturschutz-Auflagen bei der Planung von Windparks in Dänemark. Am Vortag standen im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, die energiepolitischen Klimaschutzziele der Europäischen Union auf dem Programm. Besonders spannend fanden die Amerikaner die konkrete Umsetzung in Deutschland: wie funktioniert das Energie-Einspeisegesetz, wie agieren private Investoren, Staat und Energieversorger, welche Korrekturen sind zu empfehlen? Wieso hat auch nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken Deutschland noch einen Stromüberschuss für den Export?

Bei „typisch deutsch“ fielen Amerikanern oder Franzosen noch vor wenigen Jahren Begriffe wie „the Waldsterben“  und „German Angst“ ein, doch inzwischen reden sie voller Hochachtung von der „German Energiewende“: Hat die stabile wirtschaftliche Lage damit zu tun, dass immer weniger Geld für Öl und Kohle ins Ausland fließt, stattdessen in einheimische Energien investiert wird? Wenn das im Industrieland Deutschland funktioniert, ist das vielleicht ein übertragbares Erfolgsrezept?

Der artefact-Geschäftsführer Werner Kiwitt stellt ein deutlich wachsendes Interesse an den Erfahrungen fest, die insbesondere in Schleswig-Holstein gemacht werden: „Bei vielen Techniken, aber auch unterschiedlichen Beteiligungsmodellen, ist der Norden führend, können Andere von Erfolgen, aber auch aus Fehlern eine Menge lernen. Da artefact als unabhängiger Bildungsträger auch im Ländervergleich Deutschland-Dänemark unterschiedliche Ansätze herausarbeiten kann, hat Schleswig-Holstein für viele Themen eine zentrale Lage.“
 
So organisierte die Glücksburger Einrichtung im vergangenen Oktober im Auftrag des United Nations Development Programme, UNDP, eine zweiwöchige Fortbildung für Bau- und Energieministerien aus Turkmenistan. Thema waren Ziele energie-effizienten Bauens und deren Umsetzung im Ländervergleich. „Die ambitionierten Sanierungskonzepte von Klimapakt und Selbsthilfebauverein Flensburg einerseits und Project Zero in Sonderborg andererseits trafen dabei auf mindestens so viel Interesse wie Großprojekte in Kopenhagen oder die IBA in Hamburg“ ergänzt der Technikpädagoge.

Die amerikanische Studentengruppe, die bereits als fünfte in Folge nach Glücksburg kam, besucht außer dem Windpark auch eine Biogasanlage im nordfriesischen Sonnebüll, deren Betreiber, Hans-Ulrich Martensen, neben Mais, Rinder- und Schweinegülle auch Grasschnitt und Zuckerrüben für die Methangasproduktion einsetzt.  Die Wärme versorgt nicht nur den eigenen Hof, sondern auch eine Klinik und eine Schlachterei. Gerade die energie-effizienten Lösungsansätze sind von besonderem Interesse für die Gäste aus den USA, wo nur selten die kostbare Abwärme genutzt wird.

„Aber am beeindruckendsten war für mich der Blick von der Windkraftanlage“ meint Deborah Vernon beim Abschied,  „und wie sich die gesamte Bevölkerung an der Energiewende beteiligen kann.“

 

 

28.01.2013

Erfolgreiche Prüfungen zum Solarfachberater

Der Prüfungsstress hat sich gelohnt: im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, erhielten bei winterlichen Temperaturen die erfolgreich getesteten Kursteilnehmer des 50. Solarschul-Durchgangs ihre Urkunden. Als zertifizierter Weiterbildungsträger und Partner der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie ist artefact seit nunmehr 13 Jahren die nördlichste Solarschule Deutschlands. „Diesmal waren die Prüfungsergebnisse im Bereich „Photovoltaik“ besonders erfreulich“ berichtet Solarschulleiter Werner Kiwitt: „Die meisten Kandidaten erreichten mit mehr als 70 Prozent der maximalen Punktzahl die Qualifizierung  Solarfachberater.“ Die Winterpause wurde auch vermehrt von Mitarbeitern  bereits im Bereich erneuerbarer Energien engagierter Betriebe zur Weiterbildung genutzt. So nahmen gleich vier Mitarbeiter der Struckumer Firma S.A.T.  am DGS-Kurs und freuten sich über ihre Zertifikate. Jahrgangsbester wurde mit 89,1 Prozent Thomas Josten aus Husby, der es sich nicht nehmen liess, die Urkunde persönlich in Empfang zu nehmen. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die Erfolgsgeschichte der Solarenergie weiter gehen muss und weitergehen wird, trotz zuletzt oft irritierender Vorschläge aus der Berliner Politik. „Dabei erhält heute jeder Stromverbraucher pro Cent schon viermal soviel Solarstrom wie noch vor 10 Jahren“ rechnet Kiwitt vor .“Fossile Energien werden stattdessen immer knapper und teurer.“ Kein Wunder, dass sich bereits jetzt die ersten Interessenten für die nächsten Schulungen im Jahr 2013 anmelden: im April und Mai bietet die Solarschule artefact wieder viertägige Intensivkurse zu Photovoltaik und zu Thermischen Anlagen an. Weitere Informationen unter www.artefact.de .

 

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