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01.10.2014

Vierte "Tour de Flens" mit Teilnahmerekord: Elektromobilität nimmt Fahrt auf

 

„Sonne satt“ gab es zur vierten „Tour de Flens“, die am Wochenende überall zufriedene Gesichter hinterliess: auf vierzig Fahrzeuge und mehr als fünfzig Mitfahrer war in den letzten Tagen noch das Teilnehmerfeld in die Höhe geschnellt. Achtzehn verschiedene Fahrzeugtypen nahmen an der grenzübergreifenden Informationsfahrt teil, die das Ziel hat, die umweltfreundliche Fortbewegung mit erneuerbaren Energien populär zu machen und ein Ladenetzwerk mit kompatiblen Steckern und Stromtankstellen auf den Weg zu bringen.

Nur so macht sie Sinn: Elektromobilität und erneuerbare Energien  gehören zusammen. Zwischenstop der Tour de Flens bei Süddänemarks größter PV-Anlage.Dass Elektromobilität immer zuverlässiger und die Fahrzeuge immer ausgereifter und für verschieden Kundenwünsche differenzierter wird, wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Schon vor dem Start in Sonderburg sammelten sich die unterschiedlichsten Fahrzeuge von Twike bis BMW i, die zum Teil bereits 100 km Anfahrt hinter sich hatten und erst einmal „Strom saugen“ wollten. Die drei teilnehmenden Tesla-Piloten konnten bei einer Reichweite von 400 km darüber nur schmunzeln. Auch andere Hersteller investieren inzwischen in leistungsfähigere Batterien.
Nach Frühstück und Begrüßungsworten durch die Veranstalter von Forsyning Sonderburg und artefact Glücksburg griff das dänische Multitalent Richardt Nielsen in die solarelektrisch verstärkten Saiten, um sein neues Lied „Grüner Planet“ gleich mehrsprachig zu singen.

Dann rollte die Karawane fast geräuschlos durch die Innenstadt von Sonderborg und über den Alsensund, um auf historischem Grund einen ersten Zwischenstopp einzulegen: neben den Düppeler Schanzen , vor 150 Jahren Ort der Entscheidungsschlacht zwischen preußischen und dänischen Truppen, wurde ein großer Kreis mit allen deutschen und dänischen Fahrzeugen gebildet und den Pressefotografen ein beeindruckendes Motiv geboten.

Nach 20 Kilometern Fahrt durch die abwechslungsreiche Hügellandschaft und entlang dem Gravensteiner Schloss fand der nächste Stopp an mit 1,73 Megawatt installierter Leistung Süddänemarks größter privater Photovoltaikanlage statt, an der Nicolai Andresen von AT Solar erläuterte, wie sich eine solche Investition auch unter dänischen Rahmenbedingungen rechnen kann. Was sehr viel kleinteiliger auch Privathaushalte machen können, erläuterte gleich nebenan Karin Festersen, deren Wohnhaus mit Solarthermie, einem Pelletkessel und einer Easywind-Kleinwindkraftanlage mit Heizpatrone autark mit Wärme versorgt wird.

Nach der klassischen hot-dog-Pause bei den Ochseninseln ging es über die Grenze und durch die Flensburger Altstadt zum ersten Elektromobilitätsmarkt der Fördestadt, wo bereits Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar den Konvoi erwartete. Nach einem weiteren Lied von Richardt Nielsen wurden den zahlreichen Messebesuchern Probefahrten angeboten oder während des Ladevorgangs weitere Infos gegeben. Mit Fahrzeugen von Twike, city-el, Framo, Fiat 500, VW, Mercedes, Citroen, Renault, Peugeot, Voltmobil, BMW und Tesla in Original - oder Umrüstversionen war die Palette der Fahrzeugtypen so groß wie nie, durch die bunte Mischung der Fahrer von Technikpionieren und Firmenvertretern über Paare bis zu ganzen Familien, dazu für Testfahrten gut genutzte Scuddies, Segways und Pedelecs der weiteren Austeller machte sich emobiler Volksfestcharakter breit.

An der Glücksburger Fördelandtherme freute sich Bürgermeisterin Kristina Franke, eine frisch installierte Außensteckdose als Beitrag zum Lemnet-Netzwerk einbringen und die Tour-Fahrer zum Wiederkommen einladen zu können.
Im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, konnte sich Geschäftsführer Werner Kiwitt am Rande einer Führung durch den Energieerlebnispark über ein neues Ausstellungsstück zum Thema Wasserstoff freuen, das von der Firma gp joule zur Verfügung gestellt wird. Zu den weiteren Unterstützern der Tour, die unter der Schirmherrschaft von Robert Habeck statfand, gehören das Energiewendeministerium  und die EKSH in Kiel, fecon und die Flensburger Brauerei.

Zum Abschluss war genügend Zeit zum Fachsimpeln bei Grillgut vom Sattelschwein und Gerstenkaltschale des Flensburger Brauhauses: Ideen wurden geschmiedet für die weitere Entwicklung des emobilen Netzwerkes für einheimische wie touristische Nutzer, denn darin waren sich Alle einig: der Durchbruch der Elektromobilität mit einheimischen Energiequellen ist überfällig und möglich - und nach der Tour ist vor der Tour!

 

05.09.2014

Die Bayern machen's vor: auch auf dem Land macht Elektromobilität Sinn

"Wenn es bei uns geht, dann geht es überall!" stellte Otto Loserth gleich zu Beginn eine These auf, der viele Anwesende zunächst nicht folgen wollten: im reichen Bayern mag so etwas machbar sein, die Bevölkerungsdichte und Kaufkraft sehr viel günstiger als im ländlichen Schleswig-Holstein, so die Vorbehalte mancher Gäste einer ungewöhnlichen Veranstaltung im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact. Nach kompetentem Vortrag und intensiver Diskussion waren auch die Skeptiker überzeugt, dass auch im Norden der Republik entsprechende Initiativen erfolgreich sein können.

Otto Loserth, Geschäftsführer der E-Wald GmbH , stellte vor, wie im Bayrischen Wald sechs Landkreise, die entlang der tchechischen Grenze schwierige Ausgangslagen wie saisonale Arbeitslosigkeit und Abwanderung Jüngerer haben, mit Passau die einzige Stadt mit mehr als 50.000 Einwohnern, vor einigen Jahren die Entscheidung trafen, eine gemeinsame Initiative zum Aufbau eines Elektromobilitätsnetzes zu ergreifen. Hunderte Ladestationen wurden auf Nachfrage von Gemeinden und Betrieben installiert, an Bahnhöfen können Elektrofahrzeuge geliehen werden. Inzwischen ist eine große Zahl von Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller im Einsatz, meist durch Car-sharing etwa von Berufspendlern, in den Urlaubsmonaten auch durch eine steigende Anzahl von Touristen. Deshalb legen immer mehr Hotels und Restaurants Wert darauf, mit dem Angebot einer Stromtankstelle zusätzliche Gäste zu gewinnen. Die Reichweite der meisten Fahrzeuge ist für den Alltagsgebrauch meist ausreichend, das gute Ladesäulennetz erhöht aber das Gefühl der Versorgungssicherheit noch mehr und ermuntert dadurch immer mehr Einheimische wie Urlauber, tatsächlich umzusteigen.", so Loserth. Paketangebote mit Bundesbahn-Tickets und andere Ideen wurden aus den laufenden Erfahrungen heraus entwickelt.

Die bayrischen Pionier-Aktivitäten waren ideale Steilvorlage für Jens Sandmeier, Landeskoordinator für Elektromobilität bei der Wirtschaftsförderung Schleswig-Holstein, der im Anschluss die zunehmenden Aktivitäten im Land skizzierte, darunter das kostenlose E-Mobil-Schnupper-Angebot, für das man sich noch bis zum 15. September unter www.ependler-schleswig-holstein.de bewerben kann. Jördes Wüstermann von der Universität Flensburg berichtet von der aktuellen Datenerhebung zu Mobilität im Flensburger Umland, aus der ein weiterführendes Konzept für öffentlichen und Privatverkehr entstehen soll. Fachleute im Publikum wie Jens Schröder von der Fachhochschule Flensburg und Jörg Wulff von den Stadtwerken ergänzten mit Einblicken in aktuelle Entwicklungen. Werner Kiwitt von artefact wies auf den ersten E-Mobilitätsmarkt Flensburgs hin, der Ende September von zahlreichen Akteuren organisiert wird sowie auf die Rundfahrt "Tour de Flens", zu der alle elektrisch Mobilen über www.tour-de-flens.eu eingeladen sind: vom umgerüsteten Oldtimer bis zum brandneuen Tesla sind bereits jetzt mehr Fahrzeugtypen angemeldet als im Vorjahr. Denn immer Mehr sind sich sicher: "Wenn es bei den Bayern geht, geht´s auch bei uns!"

 

30.08.2014

Qualifizierung zum DGS Photovoltaik Eigenstrommanager

Erstmaliger Kurs im Dezember eröffnet Solarfirmen neue Handlungsfelder

kompletter Netzeinspeisung des Solarstroms zum garantierten Festpreis sind vorbei. Was aber heißt das für die Planung und Wirtschaftlichkeit neuer Photovoltaikanlagen? Die Verunsicherung bei privaten wie gewerblichen Endkunden ist groß - und vielfach auch bei Anlagenplanern und Verkäufern. „Rechnet sich das jetzt überhaupt noch?“ ist die meistgestellte Frage.

Tatsächlich lässt sich diese Frage nicht mehr pauschal beantworten. „Bei neuen Anlagen ist nicht mehr entscheidend, wie viele Kilowattstunden ich in der Mittagszeit ins Netz einspeisen kann, sondern wie viel Strom ich selber unmittelbar oder über eigene Zwischenspeicher verbrauche, denn selbst erzeugter Solarstrom ist inzwischen nur noch halb so teuer wie eingekaufter Strom.“ erläutert Werner Kiwitt, Leiter der Solarschule im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact
in Glücksburg. „Das macht Photovoltaik sehr attraktiv für Hauseigentümer, aber auch Gewerbetreibende mit tagsüberlaufenden Maschinen, Betriebe mit Kühlhäusern und -truhen und andere.

Auch die Stromabgabe an Mieter und Nachbarn kann sich nun für alle Beteiligten rechnen.“ Dies erfordert aber die Weiterbildung von Solarfachberatern und Planern, denn die Dimensionierung von Anlagen und Speicher sowie die Ausrichtung der Anlage könnte ganz anders ausfallen als beim alten EEG. Bei artefact, Deutschlands nördlichster Solarschule unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie, DGS, wurden in den letzten zwölf Jahren bereits etwa fünfhundert Solarberater in Photovoltaik und Solarthermie weitergebildet. Dort wird nun erstmals die Qualifizierung zum DGS Eigenstrommanager angeboten. Ein Expertenteam der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie Franken hat komplett neues Lehrmaterial ausgearbeitet, das die aktuellen Herausforderungen des neuen Energieeinspeisegesetzes vermittelt. Auslegung, Wirtschaftlichkeit und Betrieb von Eigenverbrauchs - und Mieteranlagen werden mit den Referenten aus Franken ebenso behandelt wie Mess-, Regel- und Speichertechnologien. Der intensive Viertages-Kurs, der erstmals nördlich der Elbe angeboten wird, baut bereits auf Grundlagenkenntnissen der Photovoltaik auf, die die Teilnehmer mitbringen sollten. Das Bestehen der folgenden Prüfung berechtigt zum Titel DGS Eigenstrommanager. Der Kurs findet statt vom 2. bis 5. Dezember 2014 im artefact-
Zentrum in Glücksburg/Ostsee, am folgenden Tag ist die Prüfung abzulegen.

Weitere Informationen unter Veranstaltungen » Solarschule

 

07.08.2014

2. September 19:00,  Zentrum für nachhaltige Entwicklung, Glücksburg

Monat September im Zeichen der Elektromobilität
Flensburger E-Mobilitätsmarkt und „Tour de Flens“ als Highlights

Infos und Aktionen rund um zukunftsfähige Mobilität bieten zahlreiche Veranstaltungen in Schleswig- Holstein. Gleich am 1.September lädt die elektromobile Genossenschaft ee4mobile zum Thema „Möglichkeiten des eCarsharings in Nordfriesland“ zum Greentec-Campus nach Enge-Sande, wo Otto Loserth das bayrische Pilotprojekt E-Wald vorstellt.

„Möglichkeiten des eCarsharings in Nordfriesland“

Otto Loserth von der E-Wald GmbH zeigt neue Wege auf
01.09.14 19 Uhr GreenTEC Campus
Lecker Straße 7, 25917 Enge-Sande
- Eintritt frei, 4 Stromtankstellen vorhanden auf dem Gelände des GreenTEC Campus
- Um Anmeldung unter sw@ee4mobile.de wird gebeten


Nachhaltig unterwegs: Elektromobilität im ländlichen Raum - eine Utopie?

Am 2. September begrüßt das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact zu den Glücksburger
Gesprächen Otto Loserth von der E-Wald GmbH mit seinen Erfahrungen von Deutschlands größtem Elektromobilitätsprojekt im Bayrischen Wald. Anschließend diskutieren Jens Sandmeier von der Landeskoordination Elektromobilität, Jördes Wüstemeier von der Úniversität Flensburg und die Gäste mit. Infos und Anmeldung

www.ependler-schleswig-holstein.de

Schleswig-Holsteins Berufspendler können sich bis zum 15.September für eine einwöchige kostenlose Testphase mit einem Elektrofahrzeug bewerben (Infos: pp-agenda.de und eksh.org)

Vom 26. bis 28. September dreht sich beim ersten Flensburger E-Mobilitäts-Markt alles um “Mobilität von heute - erfahren und erleben“:

Wie schafft Flensburg die CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050 ? Wie die Energiewende im Verkehr aussehen könnte, zeigt ein Aktionsbündnis aus Klimapakt und Energie-Genossenschaft Flensburg, dem Glücksburger artefact-Zentrum und der nordfriesischen Genossenschaft eE4mobile vom 26. bis 28. September im Flensburger Förde-Park. Erstmals findet dort ein Markt zum Thema E-Mobilität mit vielfältigen Aktivitäts- und Informationsangeboten statt. Elektro-Autos werden nicht nur ausgestellt , sondern können ebenso wie E-Bikes, E-Segways und E-Scuddys probegefahren werden. Sogar ein Elektrobus lädt zum Mitfahren ein. Unter www.klimapakt-flensburg.de findet sich das gesamte Programm.


Mit Fahrrad, Pedelec oder E-Mobil von Sonderborg bis Glücksburg:
am 27.09.2014

Als ein besonderer Höhepunkt des Flensburger E-Mobilitätsmarktes wird dort am Samstag, dem 27. 09. gegen 14 Uhr eine bunte Schar verschiedenster Fahrrad- und Autofahrer erwartet, deren Vehikel eines gemeinsam haben: sie alle sind ohne CO2 unterwegs. Vom elektrisch umgerüsteten Oldtimer „Framo“ bis zum Roadster von Tesla reicht die Palette der bereits angemeldeten Fahrzeuge, die inzwischen alle im Flenburger Raum im Einsatz sind - und es werden immer mehr! Alle Fahrrad-, Pedelec- und Elektroauto-Pioniere sind zur kostenlosen Mitfahrt an der Info-Tour eingeladen, die unter der Schirmherrschaft von Energiewendeminister Robert Habeck steht . Ob Privatpersonen, Stadtwerke- oder Firmenfahrzeuge: Ziel der Tour ist, auch Neulingen die Möglichkeit zu geben, die Vorzüge elektrischer Mobilität zu testen. „Ob in der ambulanten Pflege oder beim Pizza-Service - für Stadt und Land gibt es im privaten wie gewerblichen Bereich zahllose Beispiele, wo umweltfreundliche Mobilität sinnvoll und oft auch schon kostengünstiger ist als ein fossiles Fahrzeug.“ ist Werner Kiwitt von artefact überzeugt. „Bei der „Tour de Flens“ und beim Mobilitätsmarkt besteht die Gelegenheit, beim Testfahren zu entdecken, dass Elektromobilität zudem auch richtig Spaß machen kann.“

Dafür sorgt auch der dänische Liedermacher Richardt Nielsen,der sein neues Lied „Grüner Planet“ solarelektrisch verstärkt mit auf die Tour nimmt, die vom Energieministerium, der EKSH und der Flensburger Brauerei unterstützt wird. Zwischenstopps sind u.a. geplant bei der Windmühle Dübbel und der größten privaten Photovoltaikanlage Dänemarks. Beim E-Mobilitätsmarkt im Flensburger Fördepark können ab 14 Uhr die Fahrzeuge bestaunt, getestet oder aufgetankt werden.

Die letzte Etappe um den Fjord der Ideen führt dann nach Glücksburg zum artefact-Zentrum.
C02-freie Anmeldungen sind derzeit noch möglich. Weitere Information unter Tour de Flens.

 

 

07.08.2014

2. September 19:00,  Zentrum für nachhaltige Entwicklung, Glücksburg

Einstieg in die Mobilität von morgen: artefact lädt ein zum Austausch mit dem bayrischen Pilotprojekt „E-Wald“

Ob Autobahn-Maut für Ausländer oder Busstreifen für Elektromobile:  nicht alles, was von bayrischen Verkehrspolitikern zu hören ist, vermag im „echten Norden“ gleich zu überzeugen. Doch auch beispielhafte Leuchtturmprojekte wurden von den Südlichtern entwickelt, die überregional für Aufsehen sorgen: gleich sechs Landkreise im Bayrischen Wald beteiligen sich am Elektromobilitätsprojekt „E-Wald“, das gleichermaßen die Mobilität für Einheimische auf dem Land wie für Touristen verbessern und nachhaltiger gestalten soll. Bahnverkehr, Busse und Car-Sharing  ziehen an einem Strang. Elektro-Autos können direkt an Bahnhöfen geliehen werden, achtzig Elektro-Zapfsäulen sind derzeit kostenfrei im Angebot durch Anschubfinanzierungen, die über kommunale Klimaschutz-Fördermittel von Bund und EU auch in Schleswig-Holstein nutzbar sind.

Otto Loserth, der Geschäftsführer der „E-Wald“ GmbH berichtet am Dienstag, dem 2. September im RAhmen der „Glücksburger Gespräche“ im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact,  von Konzepten , Erfahrungen und Ideen zur Weiterentwicklung des bundesweit größten Elektromobilitätsprojektes. Die Herausforderungen durch demographischen Wandel,  umweltbewußte Touristen und ein hohes Angebot an erneuerbaren Energien dürften (nicht nur) im Landesteil Schleswig dürften mit denen im Bayrischen Wald durchaus vergleichbar sein.. Die Teilnahme an der Veranstaltung  ist kostenlos. Sie bildet den Auftakt zur elektromobilen Rundfahrt „Tour de Flens“ und der ersten Flensburger Elektromobilitätsmesse vom 26.- 28.September.
Um Anmeldung für den 02.09. wird gebeten unter 04631-61160  info@artefact.de

Tour de Flens Auftaktveranstaltung zur 4. Tour de Flens am 27.09.2014

 

Auf dem Land und im Urlaub nachhaltig mobil  - bayrische Ideen für Schleswig-Holstein?

Erfolge, Erfahrungen und Anregungen von "E-Wald" im kommunalen Klimaschutz

Dienstag, 02. September 19:00 Uhr

im Zentrum für nachhaltige Entwicklung,  artefact; Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg

Otto Loserth, Geschäftsführer der E-Wald GmbH, Bayrischer Wald, stellt Deutschlands größtes Projekt zur Elektromobilität vor.
Anschließend Diskussion zur Entwicklung in Schleswig-Holstein, Möglichkeiten der Anschubfinanzierung durch Bundes - und EU-Mittel für Kommunalen Klimaschutz u.a. mit den Gästen sowie
- Jens Sandmeier, dem Landeskoordinator Elektromobilität Schleswig-Holstein/WTSH
- Jördes Wüstermann, Integriertes Klimaschutzkonzept Region Flensburg/SCS Hohmeyer u. Partner GmbH

Flyer herunterladen

 

 

07.08.2014

26. bis 28. September 2014
*Flensburger E-Mobilitäts-Markt im Förde Park
*Mobilität von heute - erfahren und erleben

Vom 26. bis 28. September gehts´s rund - im doppelten Sinn:
- Auf Flensburgs erstem E-Mobilitätsmarkt dreht sich alles um´s Thema Elektrofahrzeuge
- Rund um die Flensburger Förde von Sonderborg bis Glücksburg sind am 27.09. Elektrorad- und -autofahrer unterwegs auf der vierten „Tour de Flens“. 

Bis zum Jahre 2050 strebt Flensburg die CO2-Neutralität an. Da 23 % der CO2-Emissionen in Flensburg dem Verkehr zuzuordnen sind, ist die zügige Umsetzung der E-Mobilität ein wichtiger Beitrag zur Zielerreichung. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Aktionsgemeinschaft Klimapakt Flensburg e.V., Energie-Genossenschaft Flensburg e.G. i.G., das artefact-Zentrum aus Glücksburg und eE4mobile eG vom 26. bis 28. September im Flensburger Förde-Park eine breit angelegte Messe zum Thema E-Mobilität. Auf der unter Schirmherrschaft der Flensburger Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar stattfindenden Messe werden vielfältigste Aktivitäts- und Informationsangebote präsentiert, wie z.B.:

Mehr Informationen unter www.klimapakt-flensburg.de

Tour de Flens am 27.09.2014

Als ein besonderer Höhepunkt des Flensburger E-Mobilitätsmarktes wird dort am Samstag, dem 27. 09. gegen 14 Uhr eine bunte Schar verschiedenster Fahrrad- und Autofahrer erwartet, deren Vehikel eines gemeinsam haben: sie alle sind ohne CO2 unterwegs. Vom elektrisch umgerüsteten Oldtimer  „Framo“ bis zum Roadster von Tesla  reicht die Palette der bereits angemeldeten Fahrzeuge, die inzwischen alle im Flenburger Raum im Einsatz sind - und es werden immer mehr!Alle Fahrrad-, Pedelec- und Elektroauto-Pioniere der Region sind zur kostenlosen Mitfahrt an der Info-Tour rund um den „Fjord der Ideen“ eingeladen. Ob Privatpersonen, Stadtwerke- oder Firmenfahrzeuge: Ziel der Tour ist, auch Neulingen die Möglichkeit zu geben, die Vorzüge elektrischer Mobilität zu testen. „Ob in der ambulanten Pflege oder beim Pizza-Service - für Stadt und Land gibt es im privaten wie gewerblichen Bereich  zahllose Beispiele , wo umweltfreundliche Mobilität schon jetzt sinnvoll und oft auch schon kostengünstiger ist als ein fossiles Fahrzeug.“ ist Werner Kiwitt von artefact überzeugt. „Bei der „Tour de Flens“ und beim Mobilitätsmarkt besteht die Gelegenheit, beim Testfahren zu entdecken, dass Elektromobilität zudem auch richtig Spaß machen kann.“

Die Vielfalt der beteiligten Fahrzeuge ist jetzt schon groß, obwohl die Anmeldefrist gerade erst begonnen hat: zu den Pionieren unter den E-Fahrzeugen wie city-el und Twike und den asiatischen Marktführern wie Nissan Leaf sind nun auch mehrere deutsche Hersteller gestoßen: E-Smart,  E-Golf und BMW electric. Allein sechs Voltmobile sind schon angemeldet für die informative Rundfahrt, die am Samstag, dem 27.September um 10 Uhr bei den Versorgungsbetrieben Sonderburg beginnt. Der dänische Liedermacher Richardt Nielsen wird dort, solarelektrisch verstärkt, sein neues Lied „Grüner Planet“ vorstellen und die Tour begleiten. Zwischenstopps sind u.a. geplant bei der Windmühle Dübbel und der größten privaten Photovoltaikanlage Dänemarks. Nach dem unvermeidlichen Verpflegungsstop bei den Ochseninseln geht´s dann zum E-Mobilitätsmarkt beim Flensburger Fördepark, wo nach der Begrüßung durch Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar Testfahrten und Auftanken möglich sind. Den klassischen Ausklang der Tour um den Fjord der Ideen, die unter der Schirmherrschaft von Energiewendeminister Robert Habeck steht, bildet eine gemütliche  Runde mit  Flens und Selbstgegrilltem. C02-freie Anmeldungen sind derzeit noch möglich. Weitere Infos unter »Veranstaltungen »Tour de Flens

 

24.07.2014

Freiwillige aus drei Kontinenten sind aktiv bei artefact

International geht es im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, ohnehin häufig zu. Fachbesucher aus Indonesien geben amerikanischen Studenten oder Kirchenvertretern aus Kenia zuweilen die Klinke in die Hand. Doch in diesen Wochen nahm das Sprachenwirrwarr nahezu babylonische Züge an. In einem Workcamp des Service Civil International nahmen zusammen Freiwillige aus drei Kontinenten teil und arbeiteten an verschiedenen Projekten auf dem artefact-Gelände.

Jaime aus Puebla, einer Großstadt im Süden Mexikos, schwitzt mit Kelly aus Taiwan und Samira aus Hamburg um die Wette. Bei bestem Badewetter schaufeln sie Erde zur Befestigung neuer Wege im artefact Powerpark. Eduardo aus Barcelona und Eugenia aus dem östlichsten Zipfel Russlands streichen Bretter für das Dach der Solarküche, während Lucy aus Prag, Rebeca aus Pamplona und Liu aus Peking mit Machete und Sicheln entlang der Knicks groß aufgeschossene Pflanzen mit rosafarbenen Blüten abhacken: das hübsch anzusehende Himalaya-Springkraut verbreitet sich explosiv in der Region und verdrängt immer mehr einheimische Arten. Sie versuchen, die invasive Art, die über Vorgärten und Komposthaufen in die freie Wildbahn geraten ist, zurückzudrängen, bevor die aufplatzenden Samen die Saat für noch mehr Unheil anrichten. Auch der Klimawandel  trägt dazu bei, dass sich immer häufiger Pflanzen und Tiere aus südlichen Breiten im Norden wohlfühlen.

Klimawandel und die Möglichkeiten , ihn zu stoppen, sind auch ein Thema im abendlichen „Studypart“ des Workcamps, das als Campsprache Englisch hat. Aber nach zehn Tagen sprechen  alle Teilnehmer auch einige Brocken deutsch, spanisch und chinesisch.  Austausch untereinander und Völkerverständigung sind die Hauptziele des Vereins Service Civil International, der seit dem ersten Weltkrieg junge Leute aus verschiedenen Ländern zusammenbringt, um Versöhnung und Freundschaft über Ländergrenzen aufzubauen - ein Ziel das angesichts der aktuellen Auseinandersetzungen in Israel und Gaza, der Ukraine, Irak und Syrien aktueller denn je ist. Seit vielen Jahren führt  artefact mit dem SCI in den Sommermonaten  internationale Workcamps in Glücksburg durch, um diesen Austausch zu unterstützen. „Dabei ist kein Workcamp  wie das Andere“ berichtet Werner Kiwitt von artefact, der selber in seiner Jugend an zahlreichen Workcamps teilnahm.  „Durch unterschiedliche Persönlichkeiten und Charaktere werden immer wieder auch Vorurteile aufgebrochen. Grundsätzlich haben alle Campteilnehmer auch rotierend gleiche Aufgaben.“ Besonders spannend ist das beim täglich wechselnden Küchendienst. Was wird wohl dabei herauskommen, wenn Alejandro aus Mexiko mit Elan aus China  gemeinsam einkauft und kocht? 
Bisher haben Alle die Mahlzeiten ohne Probleme bewältigt, nur an den von Liu aus China mitgebrachten Reis-Stäbchen scheiterten einige.

Auch Glücksburgs Bürgermeisterin Kristina Franke, die das Workcamp aufsuchte und in der Fördestadt begrüßte war beeindruckt von der internationalen Atmosphäre. Die Workcamper freuten sich  über ihren Besuch gleich doppelt, hatte sie doch als Überraschung Freikarten für die Fördelandtherme mitgebracht- eine hochwillkommene Abkühlung an einem „hitzefrei-Nachmittag“, den Alle gut gebrauchen konnten, denn die Temperaturen in Glücksburg beeindruckten auch die Südländer: „This is a Mexican summer“ staunte Jaime über das Wetter der letzten Wochen.

 

29.06.2014

„Miss Sunshine“ ist Schleswig-Holsteins schnellster Solarflitzer
Solarcup-Pokalsieger lösen das Ticket für Dortmund

Das Team von Miss Sunshine siegte knapp vor dem Team GhostNach zahlreichen packenden Rennen und tollen Vorstellungen stehen Schleswig-Holsteins Landesmeister fest. Im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, trafen sich zum sechstenmal die zehn- bis achtzehnjährigen Solartüftler aus allen Landesteilen,  um in verwschiedenen Disziplinen an den Start zu gehen.

Begeisternde Rennen und eine große Kreativität wurden den Zuschauern und Fans geboten.

„Am liebsten hätten wir gleich alle gewinnen lassen!“ zeigte sich Jens Paulsen, Vorsitzender des Fördervereins und selber Mitglied einer Jury, beeindruckt von der Vielfalt der durch Licht betriebenen Modelle in der Kreativklasse.  Mit hauchdünnem Vorsprung gewann das „Multimobil“-Team vor „Jahreszeiten“ und „New Energy“ bei den Jüngeren und kann nun gemeinsam mit den „Freien Künstlern“ im September zum Deutschland-Finale nach Dortmund reisen.

Nicht minder eng waren manche Rennen in der Ultraleichtklasse. Während manche Fahrzeuge Probleme mit der Führungsschiene und große Reibungsverluste durch ungünstige Bereifung hatten, so setzten sich in den Vorläufen doch schnell mehrere Teams ab, die mit großer Beschleunigung die 2 x 20 m- Strecke überwanden. Selbst die erstmals eingeführte Tunneldurchfahrt stellte für die Spitzenteams kein Hindernis dar, wie Lorenz Feddersen beim „Solar-TÜV“ anerkennen musste. Der Geschaftsführer des Flensburger Wechselrichter-Herstellers Fecon  war in der Fachjury auch stellvertretend für die Solarfirmen gp joule, Friisk Energie und Solar Andresen, die den Jugendwettbewerb ebenfalls als Sponsoren unterstützen. „Wer erst einmal durch den Solarcup festgestellt hat, wie viel Spaß  handwerklich-technische Berufe machen können, wird vielleicht später selber Elektriker oder Ingenieurin werden wollen.“ nennt Werner Kiwitt vom artefact-Team einen der Gründe für den Landeswettbewerb. Einen anderen führte Sabine Haft vom schleswig-holsteinischen Bündnis Eine Welt in ihrer Begrüßungsansprache an: „Wir müssen lernen, mit begrenzten Resourcen und ohne immerwährenden Raubbau an unseren und anderer Länder Rohstoffe zu wirtschaften. Dabei kommt der nachhaltigen Energiequelle Sonne eine wichtige Rolle zu.“ Als einer von zwanzig Orten wurde das BEI-Gründungsmitglied exemplarisch ausgewählt, um die Vielfalt des Landesnetzwerkes darzustellen.

Derweil wurden die Halbfinalpaarungen in der Ultraleichtklasse immer spannender. Offensichtlich ist der Wettbewerb nun auch bei den älteren Schülern angekommen, die in der Altersklasse 15-18 Jahre für einen Teilnahmerekord mit ausgefeilten Fahrzeug-Details sorgten. „Einige Rennen waren so eng, dass wir auf der Ziellinie auch in Glücksburg gut eine Torbildkamera hätten gebrauchen können“ schmunzelte Werner Kiwitt. In den Finalläufen hatten bei den Jüngeren die Titelverteidiger aus Pinneberg, das Team JB Solar, letztendlich die Nase vorn, während bei der Startklasse 2 „Miss Sunshine“ aus Schleswig knapp das Flensburger Team „Ghost “ und die „Cabrio-Sonne“ auf die Plätze verwies. Die Sieger-Teams sind entschlossen, nun auch in Dortmund für Furore zu sorgen.

Echte Hingucker gab es aber auch bei den Solarbootrennen mit unterschiedlichsten Schwimmkörpern und Luftschrauben. Ob Styrodur- oder Leichtholzbau, Brauseflaschen-Katamaran oder Sonnen-Segler - über die reinen Rennzeiten hinaus gab es viel Gesprächsstoff für Tüftler und Juroren. Ursula Thomsen-Marwitz war für die Flensburger Energiegenossenschaft in der Jury, die so viel Spaß bei der Bewertung hatte, dass spontan ein zusätzlicher  Jurypreis in der Solarbootklasse eingeführt wird. Spendieren wird den neuen Pokal die Glücksburger Bürgervorsteherin Dagmar Jonas, die selber die Verleihung der Wander-Trophäen durchführte. Als schnellstes Solarboot gewann „Siral“ aus Schülldorf vor den“Kinskys“ aus Bordelum und den „Kichererbsen“ aus Westerrönfeld.
So konnte auch ein Platzregen die Stimmung bei der Siegerehrung nicht trüben, die deshalb kurzfristig in die Projekthalle von artefact verlegt wurde. Zur Rückreise schien wieder die Sonne, sodass die Lichtmobilisten ihre Teilnehmer- und Siegerurkunden stolz und trocken nach Heide, Neumünster und alle anderen Heimatorte transportieren konnten.

 

 

20.06.2014

Willkommen zum Finale der Solarauto-Tüftler
Am 29. Juni geht´s um Pokale und das Ticket nach Dortmund

Während Jogi´s Jungs sich noch wochenlang durch Achtel- und Viertelfinale zittern müssen, stehen Schleswig-Holsteins Zehn- bis Achtzehnjährige schon kurz vor´m Finale. Sie kämpfen nicht zu Elft um einen Ball, sondern in Teams von zwei bis vier, mit kleinen Solarzellen und Motoren, viel Hirnschmalz und oft witzigen Ideen: wer baut das schnellste Solarboot oder Ultraleichtauto, wer ist die pfiffigste Daniela Düsentrieb in der Kreativklasse für lichtbetriebene Kleinstfahrzeuge?

Eine ganze Reihe von Titelverteidigern ist wieder am Start, doch die Konkurrenz sitzt ihnen im Nacken: „“Sage und schreibe 56 Teams haben sich ingesamt angemeldet! Wenn die alle mit ihren Fanclubs anreisen, wird´s eng in der Projekthalle von artefact!“verrät Werner Kiwitt vom Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, das 2009 noch in einem kleinen Zelt den ersten regionalen Wettbewerb durchführte. Das Konzept schlug derart ein, dass sich daraus die bundesweit ersten Landesmeisterschaften entwickelten. Inzwischen gibt es deutschlandweit zehn regionale Wettbewerbe, deren Sieger sich im September in Dortmund zum SolarMobil Deutschland-Pokalfinale treffen. „Doch vor dem Champion´s Cup steht erst einmal der Landes-Solarcup in Glücksburg“, so Kiwitt, „Aus allen Ecken Schleswig-Holsteins haben sich Teams angemeldet , von Lübeck bis Ellhöft an der dänischen Grenze.“

Auffallend viele Starter gibt es in der anspruchsvollen Startklasse Ultraleicht. Können die gemeinnisvollen Teams „Die Zerstörer“, „Dangerous Car“ und „Flash“ die Titelverteidiger von „Ghost“ bezwingen? Wer verbirgt sich hinter „Miss Sunshine“, dem „fliegenden Holländer“und den „Kichererbsen“? Einige Schulklassen in Großhansdorf planen inzwischen eigene Stadtmeisterschaften. „Auch so wollen wir Interesse und Begeisterung für Solarenergie in die Schulen, Orte und Familien tragen.“ , so Kiwitt, „denn die zukunftsfähigen Energien brauchen dringend eine informierte Öffentlichkeit gegen die Bremsversuche der fossilen Lobby, die mit klimaschädlicher Kohle und russischem Gas mehr verdienen kann. Die Firmen Fecon, Friisk Energie, gp joule und Solarenergie Andresen unterstützen den Nachwuchswettbewerb nicht zuletzt auch, um damit nachhaltige Arbeitsplätze zu sichern.“ Am Sonntag stehen aber Begeisterung und spannende Rennen im Mittelpunkt. Ab 11 Uhr beginnen die Vorläufe und am Nachmittag geht´s in die Endläufe. Bei engen Rennen gibt erst die Posterbewertung durch die Jury den Ausschlag, wer ab 16 Uhr den Pokal in die Höhe stemmen darf. Der Solarcup-Besuch ist im normalen Eintritt in den artefact -Powerpark enthalten.

Mehr unter Veranstaltungen » solarcup

 

 

01.06.2014

Qualifizierung zum DGS Photovoltaik Eigenstrommanager

Erster Kurs startet am 2. Dezember in Glücksburg

Deutschlands nördlichste Solarschule, artefact Glücksburg, bietet erstmals die Qualifizierung zum DGS Eigenstrommanager an. Ein Expertenteam der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie Franken hat komplett neues Lehrmaterial ausgearbeitet, das die aktuellen Herausforderungen des neuen Energieeinspeisegesetzes vermittelt. Auslegung, Wirtschaftlichkeit und Betrieb von Eigenverbrauchs - und Mieteranlagen werden ebenso behandelt wie Mess-, Regel- und Speichertechnologien. Der intensive Viertages-Kurs baut bereits auf Grundlagenkenntnissen der Photovoltaik auf, die die Teilnehmer mitbringen sollten.

Im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung wurden in den letzten zwölf Jahren bereits etwa fünfhundert DGS Solarberater in Photovoltaik und Solarthermie qualifiziert. Die Zeiten kompletter Netzeinspeisung des Solarstroms sind jedoch vorbei. Energiespeicher, Smart Grids, Optimierung der Betreiberstruktur und der Wirtschaftlichkeit sind die Themen, die ein zukünftiger Eigenstrommanager kompetent zu bearbeiten hat. Der erste Kurs dieser Art wird aus erster Hand mit den Referenten aus Franken durchgeführt.

Entsprechend folgt auf den neuen Intensiv-Kurs, der erstmals nördlich der Elbe angeboten wird, eine Prüfung. Erst deren Bestehen berechtigt zum Titel DGS Eigenstrommanager. Der Kurs findet statt vom 2. bis 5. Dezember 2014 im artefact-Zentrum in Glücksburg/Ostsee, am folgenden Tag ist die Prüfung abzulegen.

Weitere Informationen unter Veranstaltungen

 

 

21.05.2014

Wer holt den Solar-Pokal am 29. Juni?
Solarauto-Tüftler treffen sich in Glücksburg

Anmeldungen zum Rennen des Jahres noch möglich bis 9. Juni

Anmelden zum solarcupDie Fußballer-Welt starrt nach Brasilien, aber auch anderswo gibt es Pokale zu gewinnen: das Mekka von Schleswig-Holsteins Solar-Tüftlern liegt in Glücksburg, wo sich beim Finale am 29. Juni entscheidet, wer den Solarcup 2014 holt.

Das Solarfieber grassiert seit Wochen unter den Zehn- bis Achtzehnjährigen im nördlichsten Bundesland.Solarzellen in der Größe eines Smartphones werden verlötet und verklebt mit merkwürdigen Karosserien aus Styropor, Balserholz oder Aluminium. „Sogar Fischkonserven, Eierkartons und Spülmittelflaschen sind schon bei uns an den Start gegangen. “ weiß Werner Kiwitt vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, zu berichten. „Hauptsache ist, das Material ist leicht und aerodynamisch. Für Originalität und einen hohen Recycling-Anteil gibt es in der Kreativklasse zudem Extra-Punkte von der Jury.“ Mit abgefahrenen Ideen sorgt der Solarcup schon seit 2009 für Furore. Seitdem starten Jungen und Mädchen mit selbstgebauten „Licht-Mobilen“ auf Basis eines Bausatzes, der mit Unterstützung von Sponsoren zur Verfügung gestellt wird.

In diesem Jahr ist die zu bewältigende Rennstrecke für die Starter ab 15 Jahre auf 40 Meter verdoppelt worden, gar eine Tunnelfahrt muss gemeistert werden.  Dutzende Teams zwischen Lübeck und Niebüll tüfteln schon seit Wochen, doch immer wieder gibt es neue Anfragen. Deshalb können sich jugendliche Düsentriebs noch bis Anfang Juni anmelden. Das ist am einfachsten per email über die Solarcup- Seite von www.artefact.de. Einen heißen Tipp für last-minute-Anmeldungen hatWerner Kiwitt auf Lager: „Am Pfingstwochenende ist artefact mit seiner Solar-Demobahnund einigen Prototypen auf dem großen Pfingstmarkt auf Hof Oestergaard in Angeln vertreten. Dort kann dann mit der Anmeldung  sofort der Bausatz mitgenommen und drauflos getüftelt werden.“

Das artefact-Zentrum, das für seine Aktivitäten auch vom Bundespräsidenten audsgezeichnet wurde, will mit dem Wettbewerb auch Nachwuchsförderung für die Branche der erneuerbaren Energien betreiben, „denn die braucht zum einen eine langfristig verlässliche Energiepolitik aus Berlin und zum anderen engagierte und qualifizierte Akteure, um den Weg ins Solarzeitalter einzuschlagen.“
Was die jugendlichen Tüftler auf die Piste bringen,  kann am Sonntag, dem 29.Juni im Energie-Erlebnispark von artefact in Glücksburg/Ostsee bestaunt und angefeuert werden: Fans, Familien und andere Sonnenfreunde sind eingeladen, um mit la ola-Wellen im Powerpark-Hexenkessel für die richtige Endspiel-Atmosphäre zu sorgen...

Weitere Infos  gibt´s unter  Veranstaltungen » solarcup, direkt bei artefact in Glücksburg oder am Pfingstwochenende beim traditionellen Pfingsmarkt auf dem Hof Oestergaard bei Steinbergkirche. Da kann sich jeder informieren und bei Anmeldung gleich den Bausatz mitnehmen!“

 

14.05.2014

Jetzt anmelden zum Solarcup 2014:
Sponsoren stellen den neuen Bausatz vor

Jetzt anmelden zum Solarcup 2014Solarfirmen, Presse- und Schulvertreter trafen sich zur Auftaktpressekonferenz zum Solarcup ´14 im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, wo am 29. Juni zum sechstenmal die heiß umkämpften Solarmeisterschaften in verschiedenen Startklassen ausgetragen werden.

Die Solar-Champions 2014 werden gesucht. Kinder und Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein sind eingeladen, mit selbst gebauten Solar-Fahrzeugen einen der begehrten Pokale zu gewinnen und sich damit als Landesmeister sogar für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, organisiert bereits zum sechstenmal den landesweiten Jugendwettbewerb, der sogar schon vom Bundespräsidenten wegen seines Vorbild-Charakters als Ort der Ideen ausgezeichnet wurde.

Realität wird der Solarcup 2014 aber nur durch die Unterstützung mehrerer Firmen ,die durch ihr Sponsoring die Organisation des Wettbewerbs und die Verschickung der Bausätze ermöglichen. Photovoltaikanlagen vertreiben die Firmen Friisk Energie aus Nordstrand, gp joule aus Reußenköge und Solar Energie Andresen aus Sprakebüll, während die Firma Fecon aus Flensburg vor Allem Wechselrichter für die Netzeinspeisung produziert. „Allen gemeinsam ist  die Begeisterung für den Jugendwettbewerb, der auch dazu beitragen soll, die Teilnehmer an Naturwissenschaften und zukunftsfähige Energieversorgung heranzuführen.“ so Werner Kiwitt von artefact. Wie das funktionieren kann, konnten die Vertreter der vier Firmen gleich sehen beim Blick in einen Projekttag, zu dem die sechste Klasse der Toni Jensen Schule aus Kiel gerade in Glücksburg war. Stolz präsentierten die Jungen und Mädchen ihre selbst gebauten Solar-Karussells.

Eine weit größere Herausforderung bietet aber der diesjährige Landes-Solarcup, für den der neue Bausatz vorgestellt wurde. „Wer in der Ultraleichtklasse die Nase vorn haben will, muss nicht nur ein besonders leichtes und schnelles Licht-Mobil bauen, sondern erstmals mit dem mitgelieferten Kondensator eine Tunneldurchfahrt von 80 cm meistern.“ erläuterte Werner Kiwitt das neue Reglement für die Startklasse der 15-18jährigen, das damit bereits die Anforderungen an die Deutschen Meisterschaften erfüllt: „Die Landessieger haben damit das Ticket für das Bundesfinale in Dortmund in der Tasche!“

Weit über vierzig Teams von Lübeck bis Niebüll haben sich bereits angemeldet für den Schleswig-Holstein-Landespokal am 29. Juni, doch alle Zehn- bis Achtzehnjährigen können sich weiterhin als Team anmelden. Deshalb war auch Hans-Christian Christiansen vom Dänischen Schulverein zu der Pressekonferenz gekommen: „Bei unseren 46 Schulen will ich jetzt die Werbetrommel rühren. Einen internen Wettbewerb gab es schon einmal vor einigen Jahren aber der Solarcup ist ein ganz anderer Ansporn zum Mitmachen.“

Infos dazu  gibt's unter Veranstaltungen » solarcup oder direkt bei einem der Info-Stände von artefact: „Am nächsten Sonntag (18.Mai) präsentieren wir den Bausatz und einen Prototypen beim Gottorfer Landmarkt in Schleswig. Da kann sich jeder informieren und bei Anmeldung gleich den Bausatz mitnehmen!“

 

28.03.2014

Berufsschullehrer aus China wollen Schleswig-Holsteins Erfahrungen nutzen

Berufsschullehrer aus China wollen Schleswig-Holsteins Erfahrungen nutzenNicht nur Angela Merkel hat in diesen Tagen Besuch aus China. Bereits seit mehreren Tagen ist eine Gruppe von 14 Berufsschullehrern zur Fortbildung im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, in Glücksburg, um sich über die Einführung erneuerbarer Energien in der beruflichen Bildung zu informieren. Dort wurden die Schulleiter und Pädagogen, die über die Münchener Hans-Seidel-Stiftung in den echtem Norden kommen, von Bürgervorsteherin Dagmar Jonas begrüßt.

Doch dann ging es gleich an das intensive Arbeitsprogramm. Li Wenyu, Elektrotechnik-Leher aus Shandong, stellte ebenso wie die anderen Vertreter aus sieben Provinzen von der Küste bis zur inneren Mongolei, die Ausgangslage seiner Region vor: Wind- und Solaranlagen werden dort inzwischen mit größererer Geschwindigkeit installiert als in der europäischen Union, doch die Ausbildung hinkt noch hinterher. Da kann Schleswig-Holstein mit 25 Jahren Vorlauferfahrung eine wertvolle Hilfe sein. In der ersten Programmwoche lernte die Gruppe die technischen und pädagogischen Handlungsfelder im artefact-Zentrum kennen, suchte die Fachhochschule Flensburg für technische Grundlagen-Kurse und die bundesweit führende Windenergie-Ausbildung an der Eckener-Schule auf.

In der zweiten Woche stehen der Austausch mit Qualifizierungsenrichtungen wie dem BZEE in Husum und offtec in Enge-Sande an, aber auch Besuche in Bürgerwindparks und bei kleinen innovativen Firmen der Branche. "Uns ist wichtig, unseren Gästen die Bedeutung von regionaler Einbindung in Beteiligung, Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze zu vermitteln, so Werner Kiwitt von artefact: "Die Erfolgsgeschichte und hohe Akzeptanz der Windenergie in Schleswig-Holstein wäre kaum möglich ohne die aktive Rolle von Kommunenn, Landwirten und Unternehmen. Das kann gerade für die abgelegenen Regionenen Chinas eine große Chance bieten." NAch dem Seminarabschluss in HAmburg reist die Gruppe im April zurück in ihre Heimat.

 

 

Daniel(a) Düsentrieb aufgepasst: wer holt den Solarcup 2014?25.02.2014

Daniel(a) Düsentrieb aufgepasst:
wer holt den Solarcup 2014?

Die fünfte Jahreszeit für Schleswig-Holsteins Tüftler beginnt wieder: ab dem 20. März bis Ende Juni kann endlich wieder getüftelt, geschraubt und getestet werden.

Zum sechstenmal finden bereits die Landesmeisterschaften um den Solarcup statt: in verschiedenen Altersstufen bauen zehn- bis achtzehnjährige Jungen und Mädchen mit kleinen Solarzellen und Motoren sowie selbst gewählten Materialien Solarautos - oder -boote. Am Sonntag, dem 29. Juni kommst dann zum Showdown im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact:  die schnellsten, coolsten oder witzigsten Solarflitzer des Landes treten dann mit- und gegeneinander an, um sich im K.o.-System und mit Hoffnungsläufen bis ins Finale vorzukämpfen. In der B-Note gibt´s auch Punkte für die Poster-Präsentation, bis dann die neuen Pokalsieger feststehen. Außer den Landespokalen gibt´s weitere Preise und vor allem die Chance, zu den Deutschen Meisterschaften zu fahren: inzwischen haben auch andere Bundesländer und Regionen nachgezogen, die mit gleichen Startbedingungen ihre Wettbewerbe durchführen. Möglich wird der Wettbewerb in diesem Jahr auch dank der Unterstützung der Solarfirmen Solar Energie Andresen, Friisk Energie, gp joule und dem Wechselrichterhersteller Fecon, sodass die Bausätze gegen eine Schutzgebühr bei artefact bestellt werden können. Am besten ist es jedoch, gleich mit der Schulklasse zur New Energy nach Husum zu kommen: ab dem 20. März kann man sich dort nämlich bereits direkt am artefact-Stand anmelden und hat dann bis zum Finale im Juni besonders viel Zeit zum Tüfteln und Experimentieren.

Die können die Teams diesmal besonders gut gebrauchen, weil erstmals alle Starter in der Ultraleichtklasse auch einen Kondensator einbauen sollen - eine Herausforderung auch für die Pokalverteidiger, die sich sicherlich nicht einfach geschlagen geben werden. Im letzten Jahr waren bei Teilnehmern aus allen Landesteilen die Teams aus Flensburg, Pinneberg und Niebüll besonders weit vorn. Wer holt den Pott“ in diesem Jahr? Alle Infos zu Startbedingungen etc. unter Veranstaltungen » solarcup und bei der New Energy vom 20.-23. März in Husum!

05.02.2014

Neue Solarenergie-Fortbildungskurse in Glücksburg

Im Frühjahr 2014 bietet Deutschlands nördlichste Solarschule im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, wieder Fortbildungskurse zu Photovoltaik und Solarthermischen Anlagen an.

Im April und Mai besteht die Gelegenheit, sich in Glücksburg/Ostsee bei viertägigen Intensivkursen das notwendige Know how für Anlagendimensionierung und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zuzulegen. Besonders handwerklich Vorerfahrene aus dem Bau- und Installationssektor, aber auch Architekten und Planer sind die Zielgruppe der Kurse, die unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie mit bundesweit einheitlichem Curriculum durchgeführt werden.

Aktuelle Entwicklungen werden von den erfahrenen Referenten zusätzlich aufgegriffen: „Eigenverbrauch und Speicherung von Solarstrom werden natürlich auch thematisiert“ erläutert Werner Kiwitt, der Geschäftsführer von artefact. „Wir erwarten, dass trotz zuletzt widersprüchlicher Ideen zu Eigenverbrauchsbesteuerungund EEG-Reform in Kürze die Politik wieder für Klarheit und Planungssicherheit für die Photovoltaik-Branche sorgen wird. Denn inzwischen ist Solarstrom aus Neuanlagen preiswerter als Offshore-Windstrom und ein Beitrag zur Kostenstabilität. Deshalb rechnen wir mit einer Marktbelebung.“

Die entsprechende fachliche Qualifizierung für neue berufliche Perspektiven bieten die Kurse in Glücksburg vom 14. bis 17. April (Photovoltaik) und vom 19. bis 22. Mai (Solarthermische Anlagen).

 

18.01.2014

Changing the Game: Kann Europa Energiewende?

Die Energiewende spielerisch selbst entwickeln und verstehen,
und das auch noch ohne umfassendes Hintergrundwissen,.......geht das?

JA, und zwar durch das von artefact übersetzte Simulationsspiel
Changing the Game – Energie DEINER Zukunft / Zukunft DEINER Energie“.

Ziel ist es dabei, in Spielgruppen das Energiesystem für vier verschiedene Regionen Gesamteuropas  ein nachhaltiges und möglichst ökologisches sowie ökonomisches Energieszenario für das Jahr 2030 zu entwickeln. Die verschiedenen Energieressourcen werden durch unterschiedlich farbige und je nach Emissionsmenge unterschiedlich große LEGO®-Steine dargestellt. So ergeben sich dann anschauliche Türme der unterschiedlichen Versorgungsbereiche von Elektrizitätsproduktion, Transport, Industrie und Wärmeversorgung, ähnlich den Balken aus Bilanzdiagrammen. Um das vorhandene System nun in ein akzeptiertes, umweltverträgliches und auch finanzierbares Versorgungssystem umzubauen, können mit den Spielkarten sowohl verschiedene technische als auch gesellschaftliche Veränderungen vorgenommen werden. So ergeben sich viele spannende Wege, um die Mechanismen von Energiesystemen, deren Veränderung, der gegenseitigen Abhängigkeit mit anderen Ländern sowie der persönlichen Einflussnahme auf politische Entscheidungen und der Partizipation, besser zu verstehen.

Zielgruppen sind u. a. StudentInnen der entsprechenden Fachrichtungen an den Universitäten und Fachhochschulen, interessierte Laien, EntscheidungsträgerInnen aus der kommunalen Verwaltung,  aus politischen Gremien und Fraktionen. Das Spiel eignet sich auch für SchülerInnen ab der 10. Klasse, Lehrer,   Freiwillige von Umweltorganisationen, MultiplikatorInnen aus Energieberatung und Umweltbildung -
- und die´s werden wollen: Sie können uns mit dem gesamten Spieleset für einen halb- bis zweitägigen Workshop buchen, aber auch für eine Multiplikatorenschulung, um das Spiel weitertragen zu können.

Für Vorabinformationen verweisen wir gerne auf die Internetseiten:
http://www.changing-the-game.org/
http://denmark.energycrossroads.org/
https://www.facebook.com/AMDChangingTheGame

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne via E-mail zur Verfügung
thomas.rothenberg@artefact.de
oder  lena.seehausen@artefact.de

 

10.01.2014

Jahresrück- und Ausblick 2013-2014

Liebe Mitstreiter, Unterstützer, Freunde und Freundinnen von artefact,

statt weihnachtlicher Wünsche erhalten Sie hier wie in allen Jahren wieder unser Jahres-Resume
verbunden mit dem Ausblick für die kommende Saison. Herzlich danken wir Ihnen für Ihr
Interesse an unseren Aktivitäten, die gute Zusammenarbeit und Unterstützung!

Abschied von Gerd Andresen

Der Jahreswechsel selber stand dabei für uns in Glücksburg ganz im Zeichen von großer Trauer, aber auch tiefer Dankbarkeit: Gerd Andresen, der 1986 zu den Mitbegründern des damaligen artefact e.V. gehörte und bis heute als Schatzmeister in unserem Förderverein für globales Lernen und lokales Handeln aktiv war, ist kurz vor Weihnachten verstorben und am 8. Januar beigesetzt worden. Als „Pol der Ruhe und der Motivation“, wie Pastor Rust ausführte, war er über all die Jahre allen Haupt- und Ehrenamtlichen stets eine große Stütze. Besonders die internationale Jugendarbeit lag ihm sehr am Herzen, die wir in seinem Sinne weiterführen werden.

Auch deshalb freut sich unser Förderverein sehr über neue aktive ebenso wie passive Mitglieder, die sich auf die eine oder andere Art einbringen wollen. Weitere Informationen gibt es unter Wir über uns » Förderverein und beim 1. Vorsitzenden, Jens Paulsen (lehmbauer@web.de).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bei der Weihnachtsfeier waren wir selbst überrascht: tatsächlich waren wir zum Jahresende erstmals 15 Voll- und Teilzeitmitarbeiter: Neben Geschäftsführung (Werner Kiwitt) und Hausmeister (Jürgen Lassen) sind allein im Bereich unseres „solivol“ - Jugendlernprogramms mit Ostafrika inzwischen zwei volle Stellen (Frank Lüschow und Cathleen Lieball) geschaffen worden. Vier Teilzeitkräfte für Verwaltung und Gästehaus (Marina Lange, Gyde Diederich, Bernhard Büssenschütt-Höft und Martina Janssen), zwei Projektmitarbeiter für inländische Jugendbildung und Projekte (Lena Seehausen und Thomas Rothenberg) sowie die inzwischen über das Bündnis Eine Welt verlängerte externe Promotorenstelle für globales Lernen (Nicole Gifhorn) kommen dazu sowie fünf junge Freiwillige aus Deutschland und Frankreich (Sina, Katharina, Felix, Florian und Alexis) , die alle ein ökologisches Jahr als FÖJ oder Bundesfreiwilligendienst mit uns machen. Nicht mitgezählt sind weitere Honorarkräfte, Schülerprojekte, Workcampteilnehmer und Fachreferenten für Seminare.

Bildung für globales Lernen

Viel Arbeit, aber auch eine große Außenwahrnehmung bedeutete die Durchführung des inzwischen fünften Schleswig-Holstein Solarcup, an dem zu den Landesmeisterschaften im Juni in drei Startklassen wieder Zehn- bis Achtzehnjährige aus allen Landesteilen nach Glücksburg kamen. Von der New Energy Husum über den Gottorfer Landmarkt bis zur NDR Landpartie in Plön, bei Campusfesten und Energiemessen zwischen Flensburg und Kiel waren wir in den Vormonaten mit Infoständen und Workshops auf Werbetour. Selbst auf dem Hamburger Energieberg wurden an mehreren Tagen Workshops für Schulklassen durchgeführt. Die ermittelten Pokalsieger fuhren mit Lena Seehausen im September zum Bundesfinale nach Frankfurt.

Sowohl der Solarcup als auch die dritte Tour de Flens standen unter der Schirmherrschaft des Energiewendeministers Robert Habeck. Ein buntes Feld von Elektrofahrzeugen und Fahrrädern mit mehr als vierzig deutschen und dänischen FahrerInnen genoss auch die vielen Info-Stopps von der IFabrikken Sonderborg über die Solarthermie-Großanlage Grasten, den Mobilitätstag und Fachhochschule Flensburg bis zum artefact-Zentrum.

Die Teilnehmerzahlen an Projekttagen in Glücksburg stagnieren hingegen seit Schließung des Schwennauhofs. Die Themen „Wie kommt die Sonne in die Steckdose“ und „Windige Gesellen“ werden aber stärker nachgefragt, passend zur freundlichen Übergabe eines “Windmaster“ - Projektkoffers durch Professor Faber von der Fachhochschule Flensburg.

Nach Ostafrika mit solivol

Mit Kofinanzierung des BMZ-Programms weltwärts und des Internationalen Jugendfreiwilligendiensts des Familienministeriums hat sich unser Freiwilligenprogramm „solivol“stetig weiterentwickelt. Mehr als 50 Freiwillige arbeiteten sechs bis achtzehn Monate lang mit Partnervereinen in inzwischen 7 Ländern: von Äthiopien über Kenya, Uganda und Tansania bis Ruanda, Malawi und Sambia reicht inzwischen das von Frank Lüschow und Cathy Lieball betreute Einzugsgebiet.
Ein erstes generationsübergreifendes Pfingsttreffen lockte mehr als vierzig Solivol-Rückkehrer nach Glücksburg.

Erwachsenenbildung

Eine Vielzahl von Seminargruppen besuchte uns in 2013, die ganz oder teilweise unsere inhaltlichen Angebote wahrnahmen. Von der Fortbildung von weltwärts-Rückkehrern zum Nachhaltigkeitspromotor über den Erstsemester-Motivations-Workshop im Studiengang Energie- und Umweltmanagement bis zum Geomar-Lehrerfortbildungsseminar reicht die Palette. Das bundesweite Herbstfest des Service Civil International fand im November mit drei parallelen Workshops bei uns statt.

Das Energiestrategiespiel „Changing the Game - Energie deiner Zukunft - Zukunft deiner Energie“ ist nun in deutscher Fassung fertiggestellt. Erste Workshops für Mitspieler und Multiplikatoren fanden bereits über die Region hinaus statt, etwa in Köln, Lüneburg und Hamburg oder wurden für international aktive Gruppen in Glücksburg durchgeführt. Auch Sie können nun für Ihre Fortbildung oder Mitarbeiterschulung einen Workshop buchen: s. den Flyer im Anhang!

Die Sonderausstellung „Dritte Welt im zweiten Weltkrieg“ war von Juli bis November in unserer Projektwerkstatt zu Gast und stand „normalen“ Powerpark-Besuchern ebenso zur Verfügung wie für gezielte Workshops und Führungen. Ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion und Vorträgen wurde dazu von Lena Seehausen organisiert.

Glücksburger Gespräche

Das Thema Energiepreisgestaltung und Befreiungen lockte im September zu einem Vortrag von Nicole Knudsen, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Windenergie Schleswig-Holstein und führte zu spannenden Diskussionen.

Wie wichtig kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit auch weiterhin ist, zeigt der zwischenzeitliche Einbruch in der Solarbranche. Erstmals seit 12 Jahren konnten wir 2013 mangels Anmeldungen keinen einzigen DGS-Solarschulkurs durchführen.

Internationale Seminare

Dabei schaut weiterhin die ganze Welt auf die deutsche Energiewende und insbesondere auf Schleswig-Holstein. 2013 führten wir Seminare durch für amerikanische Studierende und das Studienbegleitprogramm der ESG; die Städtepartnerschaft Kiel-Moshi informierte sich über angepasste Wasser- und Abwassertechniken für den ländlichen Raum.

Eine Fachgruppe des indonesischen Technologieministeriums kam erstmals für ein zweiwöchiges Seminar zur landesweiten Weiterentwicklung eines Solar-Wind-Pilotprojektes. Das geballte Know how der Grenzregion von den deutschen und dänischen Hochschulen über Fachbetriebe bis zum Windtestpark des Folkecenter konnten wir in das Fachprogramm einbeziehen. Allen Mitwirkenden ein großes Dankeschön!

Gästehaus

Externe Seminargruppen wie oben, FÖJ-Seminare und unsere Eigenveranstaltungen zur Vorund Nachbereitung für Ostafrika sind wesentlich für die Auslastung des Gästehauses, doch auch der positive Trend bei Klassenfahrten bleibt bestehen. In den Sommermonaten und Ferienzeiten sind Urlauber und Triathleten ebenso wie Familienfeierer mit unserer oder Selbstversorgung gern gesehene Gäste.

Endlich konnte auch die Fassade zum Hof durch einen doppelten Kalkanstrich wieder verschönert werden.
Instandsetzungsarbeiten und Reparaturen sind gleichwohl eine dauerhafte Herausforderung angesichts der Größe des Geländes und der Gästehäuser.

Gebäude und Gelände

Die nach fast 20 Betriebsjahren von Brennesseln arg bedrängte Pflanzenkläranlage musste mithilfe einer externen Firma und viel Eigenleistungen saniert und neu bepflanzt werden. Gegen den Zahn der Zeit und alles überwucherndes Unkraut konnten ab dem Sommer die neuen Freiwilligen und zwei vierzehntägige Workcamps mit hoch motivierten Freiwilligen des SCI zufelde ziehen.

Gleichzeitig arbeiteten sie weiter am „Zeltplatz in der steckdosenfreien Zone“: neben der Komplettierung der Solarküche stand der Bau einer weiteren Solardusche mit neuer Thermosyphon-Anlage an, die fast fertig wurde. Ab Sommer 2014 soll der Zeltplatz dann auch externen Jugendgruppen und Schulklassen angeboten werden können.

Ein längerer Knick an der Ostseite des Geländes wurde im Winter zu Hackschnitzeln verarbeitet. Parallel hatte Sven Kampes als Praktikant mit der Anlage einer Kurzumtriebsplantage zur weiteren Deckung unseres Biomassebedarfs und dem Aufbau eines Biomeilers begonnen, der später mit seiner Abwärme die Solardusche unterstützen soll.

Der Powerpark

Der Powerpark ist derweil nach 13 Betriebsjahren mit vielen Stationen nicht mehr so attraktiv wie gewünscht. Der Sturm Christian, der Ende Oktober mit bis zu 200 Stundenkilometern über die Flensburger Förde fegte, legte nicht nur dutzende Bäume auf und um das Gelände um, sondern gab auch so mancher Infotafel oder Plexiglas-Pavillon den Rest.
Einige Stationen müssen komplett ersetzt oder ausgetauscht werden!
Vorarbeiten für eine durch ein benachbartes Neubaugebiet erforderliche Lärmschutzwand, Mittelbeantragungen und begleitende Aufgaben kosteten viel Zeit und Energie.

Ausblick 2014

Der Aufbau einiger neuer Stationen und die Instandsetzung von Powerpark-Stationen steht 2014 ganz oben auf der To-do-Liste. Mehrsprachige Tafeln und Stationen sollen ältere ersetzen oder ergänzen. Das geht nur durch eigenes Geld und Eigenleistungen!
Ein halbkugel-förmiges Gewächshaus aus Glas soll im Powerpark bis zum Saisonstart aufgebaut werden, das die Erderwärmung und „greenhouse effect“ selber spüren lässt. Es gehört zu mehreren Stationen, für die wir Zuschüsse der BINGO Umweltlotterie und der Aktivregion einwerben konnten.

Ein dreidimensionales Modell der Flensburger Förde befindet sich bereits im Bau. Damit sollen verschiedene Meeresspiegelstände in der Vergangenheit und Zukunft simuliert werden. Die erwähnte Lärmschutzwand von 35 m Länge wird mit Fremd- und Eigenleistungen gebaut und soll in der Folge zu einer überdachten langen Informationstafel zum Klimawandel werden. Ein größeres Schutzdach für Exponate soll später ergänzt werden, sobald der erforderlich und in Arbeit befindliche Bebauungsplan für unser gesamtes Gelände durch sämtliche Gremien und Behörden gegangen ist. An dieser sehr zeit- und kostenträchtigen Planungsgrundlage arbeiten wir bereits seit einem Jahr und hoffen, in 2014 ein großes Stück weiter zu kommen: nur so können wir Bestandsschutz und Planungssicherheit für weitere Entwicklungen bekommen. Ausgleichsmaßnahmen für den Ankauf von Flächen zur Renaturierung müssen wir voraussichtlich zusätzlich finanzieren, da wir über keine eigenen Flächen dafür verfügen. Wir hoffen, dass uns diese erheblichen Zusatzkosten nicht in Liquiditätsprobleme führen, dann dafür lassen sich nirgends Zuschüsse einwerben!

Eine große Herausforderung im neuen Jahr ist auch die Fortführung unserer Jugendwettbewerbs, des dann hoffentlich 6. Solarcup: bereits jetzt fragen Schüler nach dem Termin an, doch die etwa 20.000,- , die wir in jedem Jahr an Sach- und Personalkosten für den Landeswettbewerb auf die Beine gestellt haben, sind aufgrund der deutschen Photovoltaikmarkt-Flaute nicht absehbar. Wir suchen dringend nach passenden Sponsoren und Unterstützern, um diese öffentlichkeitswirksame Erfolgsgeschichte fortführen zu können!

Die Chancen für eine wiederum grenzübergreifende „Tour de Flens“ stehen demgegenüber besser, doch auch sie erfordert einen sehr hohen Organisations- und Werbeaufwand.

Im Gästehaus-Kalender füllen sich immer mehr Zeilen durch nun fast täglich eingehende Buchungsanfragen, ob für Urlaub und Familienfeiern oder Seminare:
Ende März soll ein einwöchiges Seminar für chinesische Berufsschullehrer im Auftrag der Hans-Seidel-Stiftung stattfinden, gleich im Anschluss eine europäische Jugendfortbildung. Bereits seit gestern sind elf junge Leute zum Vorbereitungsseminar im Haus, die als erste „solar volunteers“ im neuen Jahr ihrem Aufenthalt in Äthiopien und Tansania entgegenfiebern. Es wird also auch 2014 ganz bestimmt nicht langweilig!

Wie immer sind aktuelle Veranstaltungen soweit teilnehmeroffen auch stets unter Veranstaltungen zu finden.

Schauen Sie immer mal auf unsere Seite - oder, noch besser, mal wieder hier bei uns rein!
Haben Sie weitere Ideen, Fragen, Anregungen oder Kontakte?
Ich freue mich auf Ihren Anruf/Ihre Mail!

mit den besten Wünschen für ein friedens- und erfolgreiches Jahr 2014

 

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familienfreundlicher Urlaub im artefact Gästehaus in Glücksburg/Ostsee

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