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25.04.2018

Elektro-Autos testfahren: die siebte Tour de Flens macht´s möglich

Elektro-Autos testfahren: die siebte Tour de Flens macht´s möglichAm 5.Mai besteht wieder die Möglichkeit, selber die Mobilität von morgen zu testen: etwa vierzig Elektro-Autos starten dann im dänischen Sonderborg, um gemeinsam mit interessierten Mitfahrern auf einer abwechslungsreichen Info-Fahrt bis nach Glücksburg Spaß am coolen Fahrgefühl und Dahingleiten zu haben und sich mit Insider-Infos zu Emobilität eindecken zu können. Über tour-de-flens.eu kann die kostenlose Mitfahrt angmeldet werden, solange weitere Mitfahrplätze angeboetn werden.

Mal mit einem Tesla zum hot-dog-essen fahren? Sich an Bord des Klixbüller Dörpsmobils von Initiator Werner Schweizer Tipps für die eigene Nachbarschaftsinitiative geben lassen?  Infos zum Fahrzeug-leasing und verbesserten Reichweiten sammeln oder die eigene Solar-Ladestation planen? All das und noch viel mehr bietet  die grnezüberschreitende Infofahrt "Tour de Flens", deren Programm nun im "Zielbahnhof", dem Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact vorgestellt wurde.

Warum in Nordfriesland schon mehr als 300 Elektrofahrzeuge allein von der Energiegenossenschaft "ee4mobile" an den Mann und die Frau gebracht wurden, stellte Stephan Wiese aus Enge-Sande dar. Nach Nordstrand und Föhr kommen Urlauber inzwischen auch wegen der hohen Dichte an E-Ladesäulen. Diese Erfolgsgeschichte wollen die Veranstalter der siebten "Tour de Flens" auch an der Ostseeküste anschieben. "Project zero" und SonFor organisieren den Start und einen Elektromobilitätsmarkt im dänischen Sonderborg. Vierzig Fahrzeuge, darunter 17 verschiedene Fabrikate vom Oldtimer "Framo" bis zum E-Scooter, laden von dort ein zur Weiterfahrt  bis zum hot dog-havn in Sonderhav. Mitfahrer wie Glücksburgs Bürgervorsteherin Dagmar Jonas, die früher schon selber mit einem E-bike an den Start ging, freuen sich auf das unterhaltsame Fahrzeug-hopping und das Rahmenprogramm. So wird Schirmherr Robert Habeck mit Sonderborgs 2.Bürgermeisterin Ase Nyegaard persönlich die Fahrt starten. In Flensburg wartet der 2. Bürgermeister Brüggemann bei Danfoss Silikon Power auf den bunten Konvoi, der dort neue Ladesäulen einweihen und dann eine exklusive Betriebsführung machen wird. In einem E-Golf, Renault Zoe, Nissan leaf oder BMW-i geht´s dann weiter in´s neue Glücksburger Urlaubsresort "Glück in Sicht", wo Bürgermeisterin Kristina Franke neue Stromtankstellen mit einweihen wird. In einem E-Transportfahrzeug - oder doch mal Tesla roadster ? - geht´s dann als letzte Etappe zuum artefact-Zentrum, wo reichlich erneuerbarer Ladestrom, eine kurze Führung und das Schlussgrillen und-flensen anstehen, vielleicht begleitet vom Sonderborger Gitarristen und Liedermacher Richardt Nielsen, der bereits seit einigen Jahren mit an Bord ist.

Noch gibt es einige freie Mitfahrplätze für interessierte Journalisten, Pizzabäcker, Neugierige und E-fahrer von morgen.
Das ganze Programm und Anmeldemöglichkeiten sind zu finden unte Veranstaltung » Tour de Flens.

 

24.03.2018

Siebte Selber-und Mitfahr-Tour am 5. Mai:
Anmeldebeginn zur elektromobilen Tour de Flens

Bei der Elektromobilität  platzt endlich der Knoten:  Immer mehr öffentliche Ladesäulen werden installiert, die Fahrzeug-Batterien werden leistungsfähiger, die Reichweiten größer und auch die deutschen Automobil-Hersteller wollen endlich auf den Zug aufspringen.
Trotzdem haben bislang nur wenige Autofahrer bislang die Gelegenheit gehabt, Elektromobilität erst einmal testweise zu erfahren. Eine ideale Gelegenheit dazu bietet nun die elektrotromobile Informationsfahrt „Tour de Flens“,  zu der schon zum siebtenmal das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, gemeinsam mit den Sonderborger Versorgungsbetrieben, Project Zero und dem Klimapakt Flensburg einladen.

Tour de FlensAm Samstag, dem 05.Mai werden Dutzende elektrisch betriebene Fahrzeuge im dänischen Sonderborg zu  einer Rundfahrt um die Flensburger Förde starten. Erfahrene E-Fahrzeug-Besitzer freuen sich, unterwegs interessierten Mitfahrern auf den einzelnen Etappen ihre Erfahrungen weiterzugeben und vielleicht auch mal die Sitze zu tauschen: mehrere Informations- und Lade- Stopps beiderseits der Grenze bieten dazu Gelegenheit und auch alten Hasen spannende Einblicke in neue Facetten der deutsch-dänischen Energiewende. So wird an der solarthermischen Groß-Anlage in Sonderborg-Vollerup gezeigt, wie die Stadt Sonderborg mit „Project Zero“ bis 2030 eine CO2-freie Wärmeversorgung mit Solarwärme, Geothermie und Kraftwärmekopplung  erreichen will. Am Schloss Sonderborg werden die Teilnehmer von der zweiten Bürgermeisterin Ase Nyegaard und dem Schirmherrn der Veranstaltung, dem schleswig-holsteinischen Energiewendeminister Robert Habeck begrüßt und besuchen einen E-Mobilitätsmarkt mit Probefahrten. Nach einem weiteren Zwischenstopp mit hot-dog-Test wird die Grenze überquert, um bei Danfoss Silikon Power zu entdecken, wie dort unter anderem Komponenten für Elektrofahrzeuge hergestellt werden. Parallel zur Betriebsführung können bei Bedarf dort die Akkus an den gerade installierten Ladesäulen aufgeladen werden. Auch in Glücksburg können neue Ladesäulen eingeweiht werden: bei Glück-in-Sicht, dem neuen attraktiven Urlaubsressort an der Schwennau-Mündung, wird die Infrastruktur für elektrisch anreisende Gäste vorbereitet. Schon 25 Jahre Erfahrung hat damit das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact,  wo anschließend der neue Energiewürfel im Powerpark besichtigt wird, um dann mit allen Fahrern und Mitfahrern die Tour bei Flens und Fachsimpeln ausklingen zu lassen, während die Fahrzeuge Sonne und Wind für die Rückfahrt laden können. „Vor 7 Jahren starteten wir mit einem Dutzend Fahrzeugen, Elektrorollern und Pedalecs und zuckelten gemütlich um die Förde. Im letzten Jahr waren 35 verschiedene elektrische Fahrzeugtypen vom Transporter bis zur Familiendroschke mit 400 km Reichweite am Start. Längst gibt es für jeden Bedarf das richtige Fahrzeug.“ blickt Organisator Werner Kiwitt zurück. “Dank unserer Unterstützer, der Brauerei und den Stadtwerken Flensburg,  Danfoss und gp joule  sowie Elektro Obernauer können wir auch in diesem Jahr wieder zur kostenlosen Teilnahme an  der Tour de Flens einladen.“
Weitere Infos zur Anmeldung gibt´s ab sofort unter Veranstaltung » Tour de Flens.

 

 

12.02.2018

Anmeldestart zum 10.solarcup auf der “New Energy“ Husum

Auftakt zu den  Landesmeisterschaften im Solarautorennen für Zehn- bis Achtzehnjährige:
Anmeldebeginn zum zehnten Landes-Solarcup ist am 15. März auf der New Energy in Husum.  Schulklassen und andere Jugendliche können sich dort aus erster Hand Insider-Tipps am artefact-Infostand abholen und Bausätze ordern.

solarcupSchulklassen können sich beim Besuch der Husumer Messe vom 15.-18. März besonders günstig schlau machen: für Schüler ist der Eintritt zur „New Energy“ kostenlos, wenn sich die Schulklasse per mail an  todt@messehusum.de   für die Messe , eine Gruppenführung oder eine Schüler-Rallye anmeldet.

Alle Infos aus erster Hand gibt´s auf der Messe am Solarcup-Infostand, wo auch die ersten Anmeldungen entgegengenommen werden und  der neue Bausatz für den diesjährigen Wettbewerb zu bekommen ist: so steht genug Zeit zur Verfügung zum Tüfteln und Testen bis zu den Finalläufen am 1. Juli. Dann  finden im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, zum zehntenmal die Landesmeisterschaften um den Schleswig-Holstein Solarcup statt: Solar-Tüftler zwischen 10 und 18 Jahren starten und kämpfen mit ihren selbstgebauten Solarautos in der Ultraleicht- und Kreativklasse um Landespokale und das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften.

Möglich wurde der Schleswig-Holstein Solarcup im Jubiläumsjahr durch die Unterstützung der Firmen  enerparc, WSTECH, gp joule, nordgröön, Solar Energie Andresen und die IG Metall, erstmals auch durch NORTHTEC Consult, treurat &Partner und  den Hauptsponsor  Verein zur Förderung der Energiewende in Schleswig-Holstein, VFE: „Die Teilnehmerzahlen, aber damit auch die Kosten für Bausätze sind in den letzten Jahren für den immer beliebter werdenden Wettbewerb weiter gestiegen - eine Erfolgsgeschichte , die nur dank unserer Sponsoren möglich ist.“ freut sich Werner Kiwitt von artefact über die Unterstützung. „Die Teilnehmer von heute sind  die Ingenieurinnen und Entscheider von morgen, lässt sich nach zehn Jahren schon mehrfach belegen.“
Frühere Pokalsieger geben ihren Nachfolgern gern auch auf der Messe Insider-Tipps.  Wer sich früh anmeldet, hat umso mehr Zeit zum experimentieren, denn das Solarcup-Finale um die Landespokale findet am 1. Juli statt. Weitere Informationen unter Veranstaltungen » solarcup und auf der „New Energy“ in Husum.

Zusatzinfos:
Ab dem 15. März können Jungen und Mädchen wieder landesweit experimentieren beim Bau kleiner Solarfahrzeuge, die mit vorgefertigten Komponenten, vor Allem aber eigenen Ideen und viel Fingerfertigkeit  zu erstellen sind. Seit 2009 organisiert das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, diesen bundesweit einzigartigen Nachwuchswettbewerb, der das Interesse an Naturwissenschaften aber auch nachhaltiger Zukunftsgestaltung in alle Schulen im echten Norden trägt. Hunderte von Teams zehn- bis achtzehnjähriger Kinder und Jugendlicher waren bereits in den letzten Jahren aktiv und fochten spannende Wettbewerbe um Preise und Pokale aus. Höhepunkt ist stets das Landesfinale im Sommer, wenn die Teams in verschiedenen Startklassen und Altersgruppen mit ihren „Lichtfressern“ bei den Vor- und Endläufen gegeneinander antreten. Die Schnellsten werden auf der 2x 10 Meter-Bahn ermittelt, die Kreativsten führen ihre originell oder witzig gestalteten Sonnenmobile einer Jury vor, während sich die Solarboot-Bauer auf einer Wasserbahn messen. „Teilnehmerzahl und Begeisterung  nehmen von Jahr zu Jahr zu.“ berichtet der Initiator, Werner Kiwitt von artefact. Dazu haben sicherlich auch die Erfolge  der Landesbesten bei den Deutschen Meisterschaften beigetragen: so rasten zwei vierzehnjährige Mädchen aus Hohenwestedt mit ihrem Solarflitzer „Herby“  in den letzten Jahren schon dreimal im SolarMobil-Finale bis auf´s Siegerpodest. „Nun sind wir gespannt, wer unsere Pokalsieger in diesem Jahr herausfordern kann!“

Leuchttürme, Holstentor, Rendsburger Brücke?  Regionale Motive spielen in der Kreativklasse eine besondere Rolle beim diesjährigen Jugendwettbewerb der Solarfahrzeug-Bauer. Das Bundesforschungsministerium und der VDE laden die Landessieger ein zum SolarMobil Deutschland-Wettbewerb, der  für Kreativ- und und Ultraleichtfahrzeuge im September in Chemnitz stattfindet.
 Dort treffen Schleswig-Holsteins Solar-Champions auf die  Sieger von 15 weiteren Regionalwettbewerben, die gemeinsam schon tausende Kinder und Jugendliche an erneuerbare Energien heranführten und ihnen eigene Handlungsmöglichkeiten eröffnen, um selber für Klimaschutz aktiv zu werden. 
Als Deutschlands ältester Landeswettbewerb für Kinder und Jugendliche im Bau kleiner Solar-Fahrzeuge lädt das artefact -Zentrum für nachhaltige Entwicklung Kinder und Jugendliche schon zum zehntenmal ein, Solarautos und -boote selber zu bauen und dann am 1. Juli in´s Rennen zu schicken. Für Ultraleichtfahrzeuge muss die Karosserie aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut werden, in der Kreativklasse gibt es Extrapunkte nicht nur für solar bewegte Darstellungen origineller Motive, sondern auch für nachhaltige Materialien wie Recycling- und Naturprodukte.

 

01.01.2018

Vorab-Info: nächste Tour de Flens  am 5.Mai 2018

Liebe Freundinnen und Freunde der Elektromobilität
    - und die es werden wollen !

Ich hoffe, Sie haben das alte Jahr gut über die Runden gebracht und können mit erneuerbarem Elan ins Jahr 2018 starten.

Bei uns läuft längst die Planung  auf Hochtouren, nicht zuletzt für die nächste Tour de Flens!
Die letzte Tour Ende April war in bezug auf Teilnehmer- und Mitfahrerfeld, Rückmeldungen zu den Programmstopps und der Öffentlichkeitswirkung bis hin zum ersten "Tour de Flens"-Film ( unter tour-de-flens.eu und artefact.de ) ein großer Erfolg. Auch unsere Studie zu Ladeinfrastruktur an der Flensburger Förde und der neue Handlungsleitfaden werden viel genutzt und trugen bereits zu einer Reihe neuer Ladesäulen bei.
Es geht also endlich vorwärts mit der Elektromobilität!

Deshalb gibt es auch 2018 wieder eine Tour de Flens:

                               am Samstag, dem 5. Mai

starten wir wieder in Sonderborg.  Einige tolle Info-Stopps sind auf dem Wege, aber noch nicht spruchreif.
Unterstützt wird die nächste Tour erfreulicherweise wieder von den Flensburger Stadtwerken, der Flensburger Brauerei, gp joule und Elektro-Obernauer - vielen Dank!  Es ist aber noch Platz für weitere Sponsoren und Unterstützer, um das Programm und die Außenwirkung noch attraktiver machen zu können.
gern können Sie sich vertrauensvoll an mich wenden...

Weitere Infos, auch zur Anmeldung, folgen voraussichtlich im Laufe des Monats.

 

 

01.01.2018

Jahresrückblick 2017 - Ausblick 2018

Liebe Mitstreiter, Unterstützer, Freunde und Freundinnen von artefact,

ein schwieriges Jahr liegt hinter uns.

Trotz vieler positiver Ereignisse und erfolgreicher Projekte bleibt es für uns doch überschattet durch den plötzlichen Tod unseres Kollegen und Freundes Thomas Rothenberg. Ende September starb er, für uns und wahrscheinlich auch für ihn überraschend in seiner Flensburger Wohnung.
Wenige Tage später wollte er bei der Jugendklimakonferenz mit Teilnehmern aus dem Ostseeraum einen Workshop zum Strategiespiel „Changing the Game“  moderieren, seinen anstehenden  50. Geburtstag plante er bereits.  Neben der Lücke, die er als Mensch hinterlässt, waren und sind seitdem zahlreiche Projekte fortzuführen, Nachfolger zu suchen und zu schulen, um seine Arbeit in seinem Sinn fortzuführen.
Thomas kam vor sechs Jahren über ein dreimonatiges Praktikum der GNE Witzenhausen zu uns, hatte neben der Übersetzung und Markteinführung von Changing the Game im deutschsprachigen Bereich im Rahmen von Projekttagen und des Solarcup in der Jugendbildung mitgewirkt und in den letzten Jahren maßgeblich an der Planung und Gestaltung des Projektes CO2-Parcours gearbeitet, das nun mit leichter Verzögerung im Frühjahr abgeschlossen werden soll.

Was hat sich konkret bei uns auf dem Gelände getan?

artefact GebäudeDer Energieerlebnispark, der seit der Eröffnung als „Powerpark“ im Expo-Jahr 2000 durch neue technische u.a. Entwicklungen an Attraktivität verloren und sichtlich mit dem Zahn der Zeit zu kämpfen hat, wuchs im Jahr 2017 sichtlich: das an die Lärmschutzwand gesetzte neue Geoklimahaus ist von der Infrastruktur her mit großen überdachten Flächen, einem fast fertig begrünten Dach und Innenwänden für Infotafeln fertiggestellt. Neben externen Firmen waren erneut junge Freiwillige aus vielen Ländern im Rahmen der Workcmps mit dem Service Civil International vor Allem bei der Dachbegrünung beteiligt.
Deutlich sichtbar ist der neue Energiewürfel gebaut worden: mit 6 x 6 x 6 m in ökologisch gedämmter Holzrahmenbauweise und goldorangegelb angemalt wie die Sonne  symbolisiert er das alljährlich auf unserem Planeten verfügbare Energiepotential. Im Innenraum, der in der näcshten Saison auch als Gruppenbegrüßungs- und Präsentationsraum genutzt wird, entstehen derzeit weitere Würfel, die einzelnen Energienutzungen entsprechen. Achtzehn Solarmodule von drei Herstellern wurden in den letzten Wochen in drei Himmelsrichtungen installiert, um das Gebäude inklusive Speicher energie-autark zu machen.

Ebenfalls im Powerpark steht nun endlich auch ein kleines technisches Denkmal schleswig-holsteinischen Pioniergeistes: der Kopf einer zweiflügeligen 30 KW-HSW-Anlage kann nun ebenfalls von den Powerpark-Besuchern auf Augenhöhe gemustert werden. Als Husumer Schiffswerft firmierte zu Beginn der Neunziger Jahre noch die Firma, die dann zu REPOWER und Senvion umfirmierte, bis der letzte Käufer die Produktion der in der Zwischenzeit  um den Faktor 200 leistungsstärker gewordenen Windkraftanlagen nach Portugal verlagerte.

Doch auch im Naturerlebnisraum wächst der Energieerlebnis-Bereich:
nachdem der didaktisch überarbeitete Biomassepavillon zum kritischen Thema „Energie vom Acker“ zum Saisonstart 2017 zur Verfügung stand, arbeiten wir seitdem intensiv am Anlegen von zwei Teichen mit Mehrfachfunktion: als Regenwasserrückhaltebecken verzögern sie den Abfluss in öffentliche Verrohrungen; durch den Höhenunterschied von etwa drei Metern, überwunden zum Einen  mit einer Pumpe zum Speicherkraftwerk, die mit Windkraft betreiben werden soll, zum Anderen durch eine Kleinwasserkraft-Turbine,  die das zurückfließende Wasser wieder zu Strom macht, soll  Nordlink, die in voraussichtlich  zwei Jahren realisierte Stromkooperation zwischen Schleswig-Holstein und Norwegen,  begreifbar werden.
Das Baugenehmigungsverfahren für eine 6 KW-Kleinwindkraftanlage der Firma Easywind aus Enge-Sande, die bei dem Projekt den zeitweiligen Stromüberschuss der Nordfriesen symbolisieren und konkret erlebbar machen soll, läuft auf Hochtouren, um die Anlage noch bis zum Saisonstart aufbauen zu können.

Gästehaus

Auch am Gästehaus arbeiten wir seit einem Jahr: um sowohl den Anforderungen des Brandschutzes als auch unseres Nutzungskonzeptes entsprechen zu können und gleichzeitig einige baubiologische und dämmtechnische  Probleme zu lösen, wurde die gesamte Fassade des nubischen Gewölbe-Traktes runderneuert: Fenster-Tür-Kombinationen wurden ausgewechselt, innen und Außen waren die Wandoberflächen weitgehend zu erneuern, Hohlräume zu dämmen, damit aber auch statische Anforderungen, Treppen, Vorhänge und andere Komponenten anzupassen.
Gleichzeitig durften diese Arbeiten die Nutzung des Gästehauses nicht beeinträchtigen und mussten deshalb in den belegungsschwachen Zeiten, die aber vom Wetter her alles Andere als ideal sind für die entsprechenden Arbeiten, durchgeführt werden. Derzeit hoffen wir auf einen milden und farbanstrichfrohen März, um die Fassade fertigstellen zu können.

Das Leben, Arbeiten und Urlauben im Gästehaus, unserem wirtschaftlichen Rückgrad, konnte tatsächlich mit zufriedenstellenden Auslastungszahlen fortgeführt werden. Unterstützt durch unsere neue Kollegin im Gästehaus, Martina Füller, konnte die breite Palette unterschiedlicher Nutzergruppen wieder mehr als zufriedengestellt werden: von renatour-Urlaubern und anderen Einzelgästen nicht nur während der klassischen Ferienzeiten bis zu zahlreichen Schulklassen, dem Deutsch-französischen Jugendwerk, amerikanischen Studenten  und Gruppenfreizeiten waren zahlreiche Gäste mit Frühstück bis zur Vollpension zu beköstigen, während zu anderen Zeiten Selbstversorgergruppen wie FÖJ, die Deutsch-tansanische Partnerschaft oder unsere eigenen solivol- Vor- und Nachbereitungsseminare selber die Küche unter ihre Fittiche nahmen.
Ein Plus in der Gästeversorgung sind unsere eigenen Beiträge dazu: mit Wurst und Fleisch von unseren Angler Sattelschweinen,  selbst gepresstem Saft vieler Sorten und dem Honig aus dem Naturerlebnisraum  als „Pacht“ unseres Imkers Stefan Erichsen zeigen wir, das regional, bio, gesund und lecker bei uns zusammengehören.

Jugend- und Erwachsenenbildung

Projekttag WindDie jüngsten Teilnehmer hatten  in diesem Jahr die weiteste Anreise: ein Kindergartengruppenprojekt des ADS Waldschulheims brachte chinesische und Tarper Kinder zu einer besonderen Aktion auf Glücksburgs gefühlt höchsten Lehmberg. Auch die Töpferin Luise Dunker als Flensburg und kleine Molche  aus dem Tümpel trugen zu dem interkulturellen Erfolg dieses ungewöhnlichen Projektes bei.
Neben Schulklassen, die anderswo in Glücksburg oder bei uns im Gästehaus wohnten und Projekttage buchten, gab es 2017 einige Schulklassen, die ganz gezielt aus Flensburg, Neumünster und anderaswo kamen, um bevorzugt einen Projekttag zu Solarenergie oder „Changing the Game“ durchzuführen.
Bei den interkulturellen Projekten wie „Kinder dieser Erde“ und „Alles Banane“ konnte unser tansanischer reverse-Freiwilliger Elikunda Stephen trotz sprachlicher Einschränkungen die Kinder stets in seinen Bann ziehen.
Der schleswig-holsteinische Solarcup konnte mit einem erneuten Anmelderekord  erneut auf die Beine gestellt werden. Dank mehrerer neu hinzugewonnener Sponsoren gelang es einigermaßen, die zuletzt stark gefährdete Gesamtfinanzierung des aufwendigen Projektes auf die Beine zu stellen. An fünfzehn externen Ausstellungstagen von der New Energy Husum über Lehrerfortbildungen in Sonderborg bis zum Energie-Campus Enge-Sande waren Infotisch und Solar-Mobiles mit entsprechendem Transport- und Personalaufwand im Einsatz. Der Wettbewerb, die tollen kreativen Beiträge der Kinder und Jugendlichen, aber auch das Engagement der beteiligten Jury-Mitglieder trugen erneut zu einer pädagogisch wie naturwissenschaftlich motivierenden und überzeugenden Veranstaltung bei.
Mit fünf Pokalsieger-Teams war ich selber im September beim SolarMobil-Wettbewerb in Bremen und konnte unsere LandesmeisterInnen mit anfeuern. „Unsere“ beiden Titelverteidigerinnen aus Hohenwestedt mussten sich nach einem packenden Finale mit „Stechen“ gegen die „black widows“ aus Emden mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Auch einige andere SH-Teams schnitten gegenüber fünfzehn anderen Regionalwettbewerben sehr erfreulich ab und fuhren remotiviert nach hause.

Nachhaltigkeits-Trainee Schleswig-Holstein

Nach sehr zögerlichem Start und hohem Aufwand in der Schülerteam- und Partnerbetriebsuche im zweiten Halbjahr 2016 nahm das gemeinsam mit Unternehmensgrün durchgeführte Nachhaltigkeitstrainée-Projekt Anfang
2017 zusehends Fahrt auf. Zahlreiche Workshops waren für die zehn Teams an sechs Standorten zu organisieren, Nachzügler zu unterstützen.
Die eindrucksvollen Team-Präsentationen bei der Abschlussveranstaltung im Reinbecker Rathaus (einige Beispiele finden sich auch unter artefact.de )entschädigten für den hohen Anlaufaufwand aber nur teilweise: eine Fortsetzung im dann folgenden Schuljahr scheiterte an der ungesicherten Gesamtfinanzierung, sodass Unternehmensgrün  in Schleswig-Holstein ausgestiegen ist. Für eine Fortsetzung im nächsten Schuljahr sind wir auf Ideen- und Geldsuche...
Internationale Besuchergruppen gab es auch 2018 wieder: zum bereits drittenmal führten wir für amerikanische Studierende neben einem Energiewende-Programm mit Nordfriesland-Exkursion einen scoraig-Kleinwindkraftanlagen-Workshop durch.

weltwärts Nord-Süd und Süd-Nord

Die Zahl der Freiwilligen, die wir innerhalb eines Jahres für meist einjährige Einsätze bei Partnerprojekten  in Ostafrika vorbereiten und betreuen, ist weiterhin rückläufig und pendelt sich bei ca.  30 ein, sodass wir in dem Bereich weiter die Personalstellen anpassen müssen.
Bewerbungen für ein „solivol“-Freiwilligenjahr in Ostafrika  sind also sehr willkommen!
Parallel dazu hat sich der Süd-Nord -Austausch nun schon im dritten Jahr bei nunmehr zehn Freiwilligen eingependelt, die aus Ruanda, Uganda und Tansania kommend ihr freiwilliges Jahr in Schleswig-Holstein durchführen und im März wieder zehn  Nachfolger bekommen werden.

EfeFF: Machbarkeitsstudie zu Lade-Infrastruktur

Die dank EKSH-Unterstützung mögliche Machbarkeitsstudie zur Verbesserung und Synchronisierung der Ladestationen im Raum Flensburger Förde konnten wir zum richtigen Zeitpunkt fertigstellen  und auf fünf Veranstaltungen in der Region mit  unterschiedlichen Kooperationspartnern wie IHK, Touristikvereine und Dehoga, BI schönes Angeln, Klimabündnis Rückenwind und Boben op vorstellen. An die mit Thomas Neumann erstellte Studie knüpfte anschließend Jaqueline Ramlau, die einen Handlungsleitfaden  für die kommunale Entscheidungsebene erstellte und mit vorstellte. Beide Dokumente sind unter artefact.de frei verfügbar. Eine Reihe von vorgeschlagenen Standorten für öffentliche Säulen sind inzwischen erschlossen worden, ein Projekt für touristische E-Car-Sharing-Angebote in der Region läuft in Kürze an.
Von dem für das Projekt als Dienstfahrzeug gemieteten Renault Zoe mussten wir uns trotz tollen Fahrgefühls jedoch zunächst  verabschieden.
Die sechste Tour de Flens fand integriert in das Projektszenario und in Kooperation mit Klimapakt Flensburg und Sonderborg Forsyning am 29. April statt. Mit 45 Fahrzeugen, drei BürgermeisterInnen, (im Nachhinein)  drei MinisterInnen als Teilnehmenden an einem sehr informativen Programm (s.
homepage) und entsprechender Berichterstattung bis hin zum ersten Tour-Film war die infotainment -Fahrt zur Energiewende  ein voller Erfolg.

Zu all diesen Aktivitäten trugen in diesem Jahr mehrere Fremdfirmen und Honorarkräfte bei, doch maßgeblich die zehn hauptamtlichen und Teilzeit-KollegInnen, die vier „alten“  (Kiwelu, Alexander, Tamara,
Jorim)  und vier neuen Jahres-Freiwilligen (Elikunda, Nils, Hanna und
Sean) sowie engagierte PraktikantInnen wie Leonie aus Meyn, Wieland aus Kassel, Kerstin aus X und Bashir, Flüchtling aus Herat,  die Mitglieder des Fördervereins und „einfach-so“-Unterstützer.
Euch Allen herzlichen Dank!

Finanzen

Die schon im Normalbetrieb ohne öffentliche Mittel nicht selbstverständliche  Finanzierung des Zentrums mit seinem großem Gelände und Gebäuden  ist in der aktuellen Sanierungs- und Ausbauphase eine echte Herausforderung. Deshalb sind wir froh und dankbar, dass wir für viele Projekte erfolgreich Kofinanzierungsanträge bei der BINGO Projektförderung einreichen konnten. Wie bei einem früheren Bauabschnitt des CO2-Parcours ist es gelungen, 2017 auch von der Aktivregion Mitte des Nordens Zuschüsse für den Energiewürfel  und die ab 2018 geplante Dachattraktivierung einzuwerben. Dennoch beziehen sich anteilige Zuschüsse stets auch auf Eigenmittel, die schon vorhanden sein müssen oder durch Kreditaufnahme aufzubringen sind.
Da vor elf Jahren aufgenommene Kredite für die Übernahme des Gebäudes bereits zu großen Teilen getilgt sind, haben wir eine gute Kreditwürdigkeit bei unserer Kreditbank GLS; dennoch sind stets auch Eigenmittel zur Kofinanzierung erforderlich.

Deshalb erinnere ich hier gern an die Möglichkeiten

Außerdem sind

Der Ausblick in's neue Jahr 2018

Dass wir finanzielle Unterstützung gut  gebrauchen und effizient einsetzen können, zeigt auch unser ambitionierter Plan für das nächste Jahr:

Das derzeitige Matsch&Modderwetter kann meinen ersten größeren Arbeitseinsatz für artefact im neuen Jahr nicht ausbremsen: am 9.Januar starte ich zu einem Kurzzeiteinsatz nach Bolivien zu Curriculumentwicklung und Einführung von Solarenergie an Berufsschulen und Universitäten.

Bei Ihren eigenen  Wünschen und Vorsätzen für´s neue Jahr wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
Falls dabei auch Ideen, Engagement und Impulse für unsere Arbeit als kleiner Menschen- und Schöpfungsschutzverein dabei sein sollten, würde mich das natürlich sehr freuen!
Auch beim Förderverein sind neue aktive oder passive Mitglieder herzlich willkommen!
Der neue Flyer kann im Büro angefordert werden. Weitere Informationen gibt es unter www.artefact.de und beim 1. Vorsitzenden, Jens Paulsen (lehmbauer@web.de).

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