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Solarcup Schleswig-Holstein 2010

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2. Schleswig-Holstein

solarcup

 

Solarcupsieger 2010

04.10.2010

Der erste Deutschland-weite Solarmobil-Sieger ist der erst elfjährige Till Opitz  aus Berend, Schleswig-Holstein

Solarcupfinale 2010 in BerlinErstmals fand unter der Koordination des Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung der SolarMobil Deutschland-Wettbewerb statt. In verschiedenen Bundesländern wurden von Jahr zu Jahr mehr  Kinder - und Jugendmeisterschaften zum Bau kleiner Solarfahrzeuge durchgeführt. Beim Solarmobil-Finale in Berlin traten nun die dreizehn besten Teams und Einzelstarter aus fünf Regionalwettbewerben gegeneinander an -mit dabei: Till Opitz aus Berend, der im Juni den artefact-Solarcup in Glücksburg gewonnen hatte und das Solarteam Pinneberg als Schleswig-Holsteins Vertreter.
Während in der Kreativklasse der Phantasie bei Materialauswahl, Form und Größe kaum Grenzen gesetzt wurden, galt es, in der Ultraleichtklasse die Gewinner-Fahrzeuge der Landeswettbewerbe mit einheitlichen Modulen auszustatten. Dadurch musste in manchen Fällen die gesamte Karosserie umgebaut werden. Till Opitz nahm sich jedoch auch die Module vor, zersägte die gelöteten Verbindungen, um die Enzelflächen dann anders zu verbinden.
Die Konkurrenz hatte es jedoch in sich: zu den heißen Favoriten wurden Elektrotechnik-Lehrlinge von der Wechselrichter-Schmiede sma  aus Kassel ebenso gezählt wie Jugendliche aus Chemnitz und Frankfurt mit mehrjähriger Erfahrung aus Regionalwettbewerben.
Gleich im ersten Vorlauf schockte Till Opitz jedoch die Mitbewerber auf der 2x10-Meter-Bahn. Die gute Zwischenzeit wurde durch seinen speziellen Luftballon-Airbag nach Bandenaufprall  auf dem Rückweg noch unterboten. Nach souveränem Einzug ins Halbfinale und das Finale der letzten drei wurde es dann nochmal spannend: das erste Rennen gewann  Till Opitz, das zweite Rennen ging jedoch an das Sachsenteam aus Chemnitz, sodass erst das Stechen  im dritten Lauf die Entscheidung brachte: mit 7,4 Sekunden auf 20 Meter machte Till Opitz das Rennen.
Auch die ebenfalls bewertete Posterpräsentation meisterte er souverän.
Vertreter des Bundesforschungsministeriums, von VDI und VDE gratulierten dem frisch gebackenen Solar-Champion und den anderen Teilnehmern in der Veranstaltungshalle am Potsdamer Platz in Berlin. Das Pinneberger Solarteam belegte einen hervorragenden sechsten Platz. Die Meisterfeiern in Schleswig-Holstein dauern noch an, doch schon jetzt steht fest: die Vorbereitungen auf den artefact- Solarcup und zur Titelverteidigung 2011 können beginnen! Denn zu den Gewinnern gehören auch weiterhin die Umwelt und der Arbeitsmarkt der Erneuerbaren Energien, der noch viele solare Daniel Düsentriebs wie Till Opitz gebrauchen kann.  Für den beruflichen Einstieg in die Solarbranche bietet das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg im Oktober und November wieder in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie Intensivkurse zu Photovoltaik und Solarthermie an.

 

 

Pfiffige Ideen und Superzeiten beim Solarcup in Glücksburg

„Der geht ja ab wie Schmitz´ Katze!“ entfuhr es einem mitgebrachten Vater in der Fankurve des schleswig-holsteinischen Solarcup-Finales: Der erst elfjährige Till Opitz aus Berend  verwies die gesamte Konkurrenz mit seinem Solarflitzer in der Zeit von nur 6, 8 Sekunden auf der 10-Meter -Bahn auf die Plätze.

Ultraleicht-Klasse

Dabei war das Starterfeld beim diesjährigen Wettbewerb beeindruckend: aus allen Teilen Schleswig-Holsteins  hatten sich dutzende Teams und Einzelstarter allein für die Ultraleichtklasse angemeldet.  Ob von der Hallig Langeneß oder aus Lübeck, die vom Solarfieber infizierten Tüftler kamen aus allen Himmelsrichtungen  nach Glücksburg in das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, um die neuen Sonnen-Champions der Elf- bis Neunzehnjährigen zu ermitteln.
Zweitplatzierter in der Ultraleichtklasse wurde Hans-Christian Rundfeldt nur knapp vor den Titelverteidigern, dem Solarteam Pinneberg, das  nun den attraktiven Wanderpokal  weitergeben muss.

Besser erging es da Niklas Engberg aus Glinde, der im Vorjahr als Fünfzehnjähriger bei den Älteren gewonnen hatte. Er startete in der neuen Kreativklasse, die bundesweit erstmalig eingerichtet wurde  und beeindruckte die hochkarätige Jury ganz besonders. Neben den vier Solarfirmen, die den Wettbewerb unterstützten, waren Paul Hemkentokrax von Aktiv Bus Flensburg, Glücksburgs Bürgermeisterin Dagmar Jonas, Gorm Casper von der Industrie- und Handelskammer sowie Gieselmann von der Sport- und Jugendstiftung  der NOSPA  in dem Gremium, das akribisch die Verwendung von Kleinmodulen und Motor sowie individuelle  Details des Bauwettbewerbs untersuchte. Unter Einbeziehung  der angefertigten Poster erreichte sein geniales Kleinstfahrzeug die höchste Punktzahl vor dem Lokalmatador Jonah Reichardt aus Wees und dem erst zehnjährigen Wigo Wree aus Rügge, der seinen „Solartrecker“ aus 50 Jahre alten Bauteilen gebastelt hatte. Auch Solar-Amphibienfahrzeuge, Panzer und Mondlandgeräte standen zur Auswahl und machten den Juroren die Entscheidung schwer. Einer Meinung waren sie jedoch bei der Bewertung des Wettbewerbs: „Eine tolle Idee und Supermotivation für die Ingenieure von morgen.“

artefact initiierte den Wettbewerb für Schleswig-Holstein erstmals 2009. Nun qualifizierten sich die Erstplatzierten auch für den ersten bundesweiten Solarcup, der im September vom Bundesforschungsministerium in Berlin durchgeführt wird.

naturtecDer Wettbewerb in Glücksburg war eingebettet in die  Bau- und Energiemesse naturtec, die auch den mitgebrachten  Eltern viele Möglichkeiten des Experimentierens gab. Besonders die  zwei-, drei- und vierrädrigen Elektromobile von S.A.T. und Solar-Andresen lockten viele Besucher zu Probefahrten. Auch die Beratungen zu Gebäudeenergieausweisen und Photovoltaikanlagen erfreuten sich großen Interesses. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz.“ kommentierte auch Werner Kiwitt vom artefact-Team die Veranstaltung, die erstmals als eintrittsfreie  Sommermesse durchgeführt wurde. „Wenn unsere Sponsoren wieder mitziehen, gibt es sicher auch einen Solarcup 2011 - und  dann vielleicht sogar mit einem Titelverteidiger des Bundes-Solarcups: denn was wir heute an Kreativität und Raffinesse gesehen haben, ist bestimmt auch sehr aussichtsreich in Berlin im Rennen. Wir drücken unseren Landesmeistern jedenfalls die Daumen!“

 

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