solivol Teilnehmerberichte

 

MHM Workshop in Kigali

Im Rahmen meines Freiwilligendienstes solivol arbeite ich in der NGO KADETFU in Bukoba an einem Projekt, das sich mit einem Thema beschäftigt, welches die Hälfte der Weltbevölkerung betrifft und trotzdem global mit Tabus, Mythen und Stigmatisierung behaftet ist: Menstruation. Das Projekt sieht nämlich vor, Mädchen an Schulen wiederverwendbare Binden zur Verfügung zu stellen, sie zu Unterrichten und ihnen die Nähtechnik für solche Binden zu erklären. In Ländern des globalen Nordens selbstverständlich, ist es in Tanzania für Mädchen und Frauen schwierig, an Menstruationshygieneartikel zu kommen. Binden sind teuer, sodass einige auf Naturmaterialien zurückgreifen und sich vor allem Mädchen unwohl fühlen, während ihrer Menstruation zur Schule zu gehen. Durch den Verpassten Schulstoff bleiben Mädchen teilweise sogar ganz der Schule fern. Diesem Zustand möchte das Projekt entgegenwirken.
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10 Monate weltwärts und zurück

Herzlich miteinander lachen konnte Valerie mit Emma in Malawi, bei der sie oft zum Tee eingeladen war. Foto: privatMein 10-Monate Freiwilligendienst in Äthiopien und Malawi ist vorbei, ich bin wieder zurück in Deutschland.

Viele Außenstehende haben mich gefragt: „Wie war es in Afrika, konntest du viel bewirken?“ Deshalb muss ich nun zunächst etwas aufklären: Ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, wie der weltwärts-Dienst auch genannt wird, ist keine Entwicklungshilfe. Es geht nicht darum, besonders viel in dem Partnerland oder der Partnerorganisation zu verändern. Vielmehr liegt der Fokus auf dem Austausch und dem Kennenlernen anderer Kulturen. Durch das Leben in Addis Ababa (Äthiopien) und Chowe (Malawi) bekam ich einen Einblick in die Lebensrealität der dortigen Bewohner. Ebenso konnte ich den Menschen vor Ort von dem Leben und den Gewohnheiten in Deutschland erzählen. So fand ein Austausch statt, der mir geholfen hat einige meiner Vorurteile (zum Beispiel gegenüber muslimisch geprägter Gesellschaften) als solche zu identifizieren und darüber zu reflektieren. Vielleicht konnte ich auch einige Mythen und Vorurteile über Deutschland beseitigen. Doch das heißt nicht, dass ich sagen würde, ich hätte viel „bewirkt“.
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Der Owino Markt in KampalaDas solivol Jahr in Afrika

Frank Kyambadde (27) und Christoph Trojok (27) lernten sich bei der NGO Pefo (Phoebe Education Fund for Orphans) als freiwillige Mitarbeiter kennen. Die ugandische NGO unterstützt vor allem benachteiligte Kinder und ältere Menschen (hauptsächlich in der Region um Jinja).
Nach Abschluss seines Bachelors als Bau Ing. entschied Christoph sich für solivol , das weltwärts Angebot von artefact.  Das Hausbauprojekt von Pefo bot ihm die Möglichkeit sein  Interesse am Lehmbau praktisch zu erproben.
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Der Owino Markt in KampalaVolunteer Escort Service in Uganda

„Escort Service“ hat bei artefact einen ganz besonderen Beiklang: begleitet werden keine reichen, gelangweilten Männer zu einem Abendessen, sondern junge, motivierte Menschen in einen neuen Lebensabschnitt. In diesem Fall wird der Lebensabschnitt ein Jahr dauern und sich in den unterschiedlichsten Ecken Ugandas abspielen – für manche in der Hauptstadt Kampala, für andere in sehr ländlichen Ortschaften, für wieder andere in Touristenstädten.
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Summen aus den Honigwäldern

Der Owino Markt in KampalaWir schreiben ግንቦት 1 2005, den ersten des Monats Mai im kleinen Städtchen Masha im Südwesten Äthiopien. Für die zahlreichen Imker ist Haupthonigernte nach der Blüte des Waldbaumes Getema (Schefflera abyssinica). Bei Einbruch der Dunkelheit klettern sie in die hohen Waldbäume und lassen ihre zylindrischen Beuten herab- gefertigt aus ausgehöhlten Baumstämmen, oder Bambus und Lehm. Ihre Ernte dient dem Eigenbedarf, dem Verkauf auf den lokalen Märkten, an Tejbrauer oder dem Absatz an Exporteure über ihre Genossenschaft. Masha ist die Hauptstadt der Zone Sheka- eine entlegene Waldregion ohne asphaltierte Straßenanbindung.
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Der Owino Markt in KampalaBeing Assistant Teacher

Unterrichten als Abiturient? Vor einer Klasse stehen, eigenverantwortlich das Unterrichtsgeschehen leiten? Dazu in Englisch? Eventuell eine Fußballmannschaft trainieren, auf Spiele begleiten? Die Aufgabe reizte mich und machte mich gleichzeitig auch ein wenig nervös. Ich versuche jegliche Erwartungen und Vorstellungen an das was mich erwartet erstmal auszublenden, dem so Fremden so offen wie möglich zu begegnen.
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Zwei zum Preis von einem - Schulbildung und Naturschutz an der kenianischen Küste

Der Owino Markt in KampalaEin beeindruckendes Programm hat A Rocha Kenya in der Küstenregion Kilifi auf die Beine gestellt. Genannt ASSETS, kurz für Arabuko-Sokoke School and Eco-Tourism Scheme, umfasst es gleich drei Bereiche der Nachhaltigkeit: Bildungsförderung, Umweltschutz und naturschonender Tourismus.

ASSETS nutzt das Einkommen von lokalen, selbstverwalteten Ökotourismusangeboten, um damit Schülern der direkten Umgebung des Arabuko-Sokoke Waldes die Ausbildung in einer Oberschule zu finanzieren. Ein erheblicher Druck wird so von den angehörigen Familien genommen, denen in der Vergangenheit größtenteils die illegale Abholzung des angrenzenden Waldes als Geldquelle diente, um eben dieses Schulgeld aufbringen zu können. Kilifi ist Kenias ärmstes Distrikt: 90% der Kinder besuchen keine weiterführende Schule.
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Kleidung in Uganda. Können Altkleider wirklich als Souvenirs herhalten?

Der Owino Markt in Kampala„Wie bitte? Sind das etwa schon wieder diese verdammten Rot Kreuz-Altkleidersack-Falten?“ beschwert sich mein weltwärts-Kollege Julian, als er sich am Sonntagabend an das mühselige Bügeln seiner frisch erstandenen und gewaschenen Hose macht. Julian hatte einmal mehr am Wochenende auf dem Markt in Kampala zugeschlagen und das, zugegeben etwas in die Jahre gekommene, Bügeleisen kann die Falten in der Hose nicht wirklich bewältigen.

Deutsche Altkleider auf dem Owino Markt
Kein Wunder, denn die Hose kommt vom berühmt berüchtigten Owino Markt, dem größten Kleidermarkt Ugandas und gleichzeitig Hauptumschlagplatz für „Second-Hand“ Kleidung in Ostafrika. Hier werden die in Europa massenweise eingesammelten Altkleider wieder in Form gebracht und als „fairly-used“ Kleidung an den Meistbietenden gewinnbringend verkauft.
Da es sonst eigentlich nur synthetische Billigware aus China zu kaufen gibt, hat die qualitativ sehr viel bessere gebrauchte Markenkleidung aus dem Westen eine wichtige Stellung auf dem lokalen Bekleidungsmarkt inne. » weiterlesen

 

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