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7. Transmission auf zwei Rädern

Stichwort: Pedaleure

Eigentlich haben die Träume der Menschen in Ostafrika 4 Räder. Als Mobilitätspragmatiker wissen die armen Bewohner der Vorstädte von Jinja und Kampala aber, dass eine Anbindung zur nächstgelegenen Asphaltstraße schon eine Vielzahl neuer Möglichkeiten erschließen würde. Ein Fahrrad  wird zur Transmission neuer Perspektiven. Jungen einkommenslosen Männern ermöglicht es als Kleintransporteur eine Familie zu ernähren oder Eltern ihren Kindern den Zugang zu wohnortfernen Bildungsangeboten zu ebnen. In Jinja führt der Weg für manch  erfolgreichen Kleinunternehmer zunächst zu den Leuten von Fabio. Das kleine NGO Büro liegt in der Hauptstraße der Stadt am Viktoriasee und bietet Leuten, die eine Geschäftsidee und stramme Waden als Sicherheit nachweisen Mikrokredite zum Erwerb von Fahrrädern an.

Gar nicht weit entfernt entstehen in dem kleinen Werkstattkomplex von BSPW  Bicycle Ambulances, fahrbare Tragen,  die auch schwangeren Frauen im Busch oder schwerkranken Alten noch eine Chance geben rechtzeitig per Rad ins nächste Krankenversorgungszentrum zu gelangen.

Neben der Förderung des  nicht motorisierten Transports werden Patrick Kayemba und seine Leute von Fabio oder das Team um Kyambaddee Edwards , dem neuen Projektleiter von BSPW, zu gefragten Konzeptentwicklern.
Fabio arbeitet vom Hauptstadtbüro aus an Plänen, um dem kollabierenden öffentlichen Nahverkehr in Kampala  ein effizientes Bus Rapid System entgegenzusetzen. Fabios Chef arbeitet auch verstärkt an Kampagnen zur Begegnung von Klimawandel Folgen, ein Bereich in dem Wissen und Engagement von weltwärts Freiwilligen besonders zum Tragen kommt.

Die kleinen Teams von Fabio und BSPW erwarten  zwei Freiwillige, um das Fahrrad als freundliches Entwicklungsversprechen für breite Teile der Bevölkerung vom Armutsstigma zu befreien und um in Jinja die waschsenden Aufgabenspektren zu entwickeln.

In Nshamba einem tansanischen Dorf vor fantastischer Bergkulisse unweit des Viktoria Sees gründete sich vor Jahren die Initiative „Kwa Wazee“ – „für die Alten“. Ein engagierter Schweizer arbeitet beharrlich an seiner sozialen Vision: die alten Menschen im aufstrebenden Entwicklungstaumel  nicht zu vergessen. In der ländlichen Region entstanden soziale und pädagogische Einrichtungen, die das Bildungs-und Arbeitsinteresse der Jungen mit der Notwendigkeit sozialer Teilhabe und Absicherung für die Alten verbindet. Ein Fahrradworkshop wird zum Ausbildungslabor für Jugendliche und zur Einnahmequelle um soziale Projekte zu finanzieren. Für Qualitätssicherung und Ausbildungsleitung wird ein fachlich erfahrener Techniker (mit Ausbildung) angefragt. Gesucht wird eine Persönlichkeit, die für ein Jahr aus Recyclingfahrrädern und hoffnungsvollen Auszubildenden ein Projekt fortentwickelt , dass sich schon bald selbst tragen kann.

In Gulu – Norduganda, in einer jahrelang von Buschkriegern malträtierten Region, wächst ein zartes Pflänzchen aus Bambusrohren heran. Hinter Bamboosero verbirgt sich eine Initiative die Fahrräder aus dem nachwachsenden Rohstoff Bambus herstellt. Die Export Idee soll so viel Geld abwerfen, dass gut ausgebildete Bambus Konstrukteure ihren Lebensunterhalt als Fahrradschnitzer bestreiten können. Die Initiative Bamboosero fragt  nach einem weltwärts Freiwilligen für die Mitarbeit in allen Bereichen der Werkstattarbeit und der Qualifizierungstrainings nach.

Ab Herbst 2014 nimmt Africycle in Malawi einen weiteren handwerklich – technisch versierten Freiwilligen für die Werkstattmitarbeit auf.

Einsatzstellen Beschreibung:

» FABIO: „Movin slowly … but reaching far“
» Africycle Malawi